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© grzegorz kula dreamstime.com Analysen | 09 April 2013

Elektro- und IT-Branche verhalten optimistisch

Ob sich die wirtschaftliche Lage der deutschen Elektro- und IT-Branche 2013 gegenüber dem Exportrekordjahr 2012 verbessern wird, ist noch unsicher.

Das zeigt eine neue VDE-Studie, die auf einer Umfrage unter den 1300 Mitgliedsunternehmen und Hochschulen basiert. 55 Prozent der Elektro- und IT-Unternehmen sind demnach unentschieden, 38 Prozent sehen die Entwicklungsperspektiven optimistisch. 73 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Industrie 4.0, also die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produktionsprozessen, den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken wird. Dass Deutschland seine wirtschaftliche Position wegen seiner guten Technologieposition weiter stärken kann, erwarten 61 Prozent. Die stärksten Impulse für den Standort gehen von den Bereichen Energieeffizienz, Smart Grids und Elektromobilität aus. Die wichtigsten Schlüsseltechnologien sind die Energietechnik sowie Batterie- und Speichertechnologien, gefolgt von der Automatisierungstechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der Mikroelektronik / Mikrosystemtechnik. Haupt-Innovationstreiber ist das hohe Ausbildungsniveau in Deutschland, das größte Innovationshemmnis die Verfügbarkeit qualifizierten Personals. Das Innovationsklima bleibt trotz der kühleren europäischen und internationalen Konjunkturlage mild: Mehr als drei Viertel der Unternehmen wollen ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) 2013 gegenüber dem Vorjahr nicht verändern. Ein Fünftel will sie erhöhen, kaum ein Unternehmen will sie zurückfahren. Dagegen erwartet die Hälfte der Hochschullehrer, dass die zur Verfügung stehenden Erstmittel gleich bleiben, ein gutes Drittel rechnet mit einem niedrigeren Budget. Dass die Zweitmittel konstant bleiben, erwarten etwa drei Viertel der Professoren. Die Erwartungen bei Drittmitteln sind positiver. Fast die Hälfte der Hochschullehrer rechnen mit entweder mehr oder gleichbleibendem Budget. Besondere Stärken des Industriestandorts Deutschland liegen im Qualifikationsniveau sowie in der Technikposition und der Innovationstätigkeit der Elektro- und IT-Branche. Neben dem hohen Ausbildungsniveau in Deutschland werden vor allem die Netzwerke aus Unternehmen und Hochschulen (54 Prozent), die technische Infrastruktur und das effiziente Systemdenken deutscher Ingenieure sowie die führende Technologieposition als Haupt-Innovationstreiber genannt. Wichtige Standortchancen eröffnen – auch vor dem Hintergrund des Umbaus des Energieversorgungssystems – für 62 Prozent die intelligente Stromversorgung mit Smart Grids und für 54 Prozent das Zusammenwachsen des Strom- und IKT-Netzes.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-2