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© beisea dreamstime.com Analysen | 13 Februar 2013

Erste Android 4.0 STB mit GMS basiert auf MIPS

Auf der letzten CES 2013 haben Broadcom und Samsung die weltweit erste Android Set-Top-Box (STB) mit Google Mobile Services (GMS) angekündigt. Das erste Gerät dieser Art basiert auf MIPS-Technologie.

Zwar gibt es bereits Dutzende von Android STBs am Markt, aber Samsungs SMT-E5015 SmarTV Box ist die erste, die den strengen Android-Kompatibilitäts- und GMS-Tests entspricht. Sie ist also die erste Set-Top-Box, die legalen Zugriff auf Googles Anwendungen hat: Google Play Store, Play Video, Play Music, Search, Gmail, etc. Hinzu kommen weitere Inhalte und aktuelle Informationen. Um Zugriff auf die gewünschten Inhalte (Google Play, Apps, Musik, Filme, TV-Shows, Bücher und Magazine) zu bekommen, musste die STB Googles Compatibility Test Suite (CTS) bestehen, eine Sammlung aus ca. 24.000 Tests, die sich auf jedem Android-Gerät ausführen lassen. Mit der Begrenzung seiner GMS auf Geräte, die die CTS bestanden haben, verhindert Google eine Fragmentierung. Bis Samsungs STB vorgestellt wurde, hatten nur mobile Geräte (Smartphones und Tablets) die CTS bestanden. Um die Kompatibilität für eine STB zu erhalten, war mehr als nur die relativ einfache Portierung von Android erforderlich. Sondern die Kombination aus herkömmlicher Software (IP), der Satelliten-Middleware von Alticast (die Sicherheits-Middleware für Content-Schutz) und der Android-Umgebung erforderte großen Aufwand. Dank Android in STB-Plattformen können Netzwerkbetreiber wie Korea Telecom - der erste Service Provider, der Samsungs SMT-E5015 SmarTV Box auf den Markt bringt - die Vorteile des Android-Ecosystems nutzen. Damit wird das interaktive Multimedia-Nutzererlebnis für Kunden erweitert und die sichere Bereitstellung von Premium-Inhalten gewährleistet. Dazu passt, dass die MIPS-Architektur die Basis des STB-SoCs BCM7356 von Broadcom ist. MIPS hat schon seit langem eine führende Rolle im Markt für Unterhaltungselektronik. Die Mehrzahl großer DTV- und STB-Hersteller sowie die meisten Kabel- und Satelliten-STB-Anbieter einschließlich Sony, Toshiba, Sharp, Comcast, Dish Network, AT&T, Hisense, Samsung etc. bauen auf die MIPS-Architektur. Endprodukte von diesen Anbietern finden sich heute praktisch im gesamten Home-Entertainment-Markt. MIPS verbindet auch eine lange Geschichte mit Google und Android. Seit 2009 arbeitet MIPS mit vielen seiner Lizenznehmer zusammen, um Android jenseits des Mobiltelefons zu etablieren. Wir optimierten es für Digital-Home-Funktionen wie hochauflösende Bilder und große Bildschirme. Im letzten Jahr erhielt die MIPS-Architektur vollen Support im Android-Quellcode-Baum und den Android-Toolchains. Damit war sichergestellt, dass jede neue Android-Version vollständig und kompatibel zu MIPS-basierten Bausteinen ist. Das Ergebnis unserer Arbeit mit Android ist, dass MIPS, unsere Lizenznehmer und OEM-Kunden Android-Produkte als erstes auf den Markt bringen können. 2010 kündigten wir mit unserem Lizenznehmer Sigma Designs die weltweit erste Android Over-The-Top (OTT) Set-Top-Box (noch nicht mit GMS) an. Im Dezember 2011 erzielten wir mit der Vermarktung des weltweit ersten Tablets mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) und einem SoC von Ingenic Semiconductor einen großen Erfolg im mobilen Android-Bereich. Und im Jahr 2012 kündigten wir das erste Third-Party Android 4.1 (Jelly Bean) Tablet an. Angesichts dieser Geschichte erscheint es nur sinnvoll, dass die erste Android-zertifizierte Settop-Box auf MIPS basiert. Samsungs SmarTV Box ist ein Indiz dafür, dass Android zu einer gemeinsamen Plattform für Smartphones, Tablets und Digital-TV-Geräte wird. Warum? Weil Android lizenzfrei ist und bereits in mobilen Geräten zum Einsatz kommt. Für das Jahr 2013 und darüber hinaus erwarten wir mehr Android-basierte Home-Entertainment-Geräte mit Google Mobile Services. Wir gehen davon aus, dass MIPS die ideale Plattform dafür ist. Ist das wohl der Anfang von Android auf jedem Bildschirm? ----- Autor: Kevin Kitagawa, Marketing Director, Digital Home, MIPS Technologies
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2