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Elektronikproduktion | 09 August 2012

Mühlbauer mit enormen Umsatzplus

Der global tätige Technologiekonzern Mühlbauer konnte sich im zweiten Quartal 2012 in einem immer rauer werdenden Marktumfeld insgesamt gut behaupten und die Auftragseingänge auf hohem Niveau halten.

Parallel hierzu stiegen die Umsatzerlöse im vergangenen Quartal aufgrund der kontinuierlichen Abarbeitung des Auftragsbestandes deutlich an. Umsatzentwicklung. Der konsolidierte Umsatz legte im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres (41,9 Mio. EUR) auf 61,5 Mio. EUR kräftig zu. Dies entspricht einem Anstieg von 19,6 Mio. EUR bzw. 46,5%. Ursächlich für diesen massiven Anstieg ist sowohl das Kerngeschäft Cards & TECURITY, welches seinen Umsatzanteil um 13,9 Mio. EUR bzw. 67,2% auf 34,5 Mio. EUR ausbauen konnte (Vorjahr 20,6 Mio. EUR). Mit einem Anstieg von 5,7 Mio. EUR bzw. 39,9% auf 20,0 Mio. EUR (Vorjahr 14,3 Mio. EUR) gestiegenen Umsatz positiv entwickelt hat sich auch das Geschäftsfeld Semiconductor Related Products. Dieser immense Zuwachs ist in erste Linie auf das Semiconductor-Backend-Geschäft zurückzuführen. Stabil zeigte sich das Geschäftsfeld Precision Parts & Systems: Der Umsatz lag wie im zweiten Quartal 2011 unverändert bei 7,0 Mio. EUR. Ergebnisentwicklung. Bedingt durch die liquditätsneutrale Anpassung der Risikovorsorge im Vorratsvermögen an das aktuelle Markt- und Konjunkturumfeld reduziert sich die Bruttoergebnismarge von 38,3% auf 25,6%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) notiert vor diesem Hintergrund bei 1,3 Mio. EUR – nach 2,3 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahresquartal. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 2,1% im Vergleich zu 5,4% im Vorjahr. Cashflow. Der Lagerabbau sowie höhere Anzahlungen auf ID-Projekte sorgen für eine deutliche Reduzierung des Working Capitals um 8,6 Mio. EUR und führen im ersten Halbjahr zu einem operativen Cashflow von +19,8 Mio. EUR – nach +15,3 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach Abzug planmäßiger Investitionsausgaben in Höhe von 18,8 Mio. EUR (Vorjahr 12,9 Mio. EUR) beläuft sich der vom Lösungsanbieter in den ersten sechs Monaten erwirtschaftete Free Cashflow auf plus 0,9 Mio. EUR – nach minus 2,6 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalquote liegt zum 30. Juni 2012 bei 61,4% gegenüber 68,1% zum 31. Dezember 2011. Auftragseingang und Auftragsbestand. Der konsolidierte Auftragseingang fällt mit 78,3 Mio. EUR zwar um 17,1% niedriger aus, bleibt jedoch gegenüber dem mit 94,5 Mio. EUR zweithöchsten Wert in der bisherigen Konzerngeschichte des vergleichbaren Vorjahresquartals auf hohem Niveau. Dabei kompensiert das Geschäftsfeld Semiconductor Related Products den Auftragsrückgang im Kerngeschäftsfeld Cards & TECURITY aufgrund der Konzentration weiterer, auch an ein assoziiertes Unternehmen erteilter und insoweit anteilig einbezogener Regierungsaufträge im Gesamtwert von rd. 45 Mio. EUR auf Anfang Juli um mehr als die Hälfte. Der konsolidierte Auftragsbestand markiert mit einer Steigerung von 9,0% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (207,3 Mio. EUR) auf 226,0 Mio. EUR einen neuen Rekord in der bisherigen Konzerngeschichte. Ausblick. Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich im zweiten Quartal 2012 weiter verschlechtert. Vor allem in Europa bremst die Schuldenkrise die Konjunktur zunehmend. Der darüber hinaus zu verzeichnende zunehmende Wettbewerbsdruck aus Asien sowie die jüngst eingesetzte deutliche Abschwächung der Halbleiterindustrie veranlassen das Unternehmen, insgesamt vorsichtiger zu agieren, um das auf Nachhaltigkeit aufgebaute Geschäft stabil durch das schwieriger werdende Fahrwasser zu manövrieren. Während sich die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr beschleunigen und für eine Steigerung des Gesamtjahresumsatzes gegenüber dem Vorjahr sorgen sollte, wird das operative Ergebnis ungeachtet einer auch hier erwarteten Steigerung im zweiten Halbjahr gegenüber den ersten sechs Monaten 2012 aufgrund der dem aktuellen Umfeld angepassten Bewertung von Risiken das ursprünglich gesteckte Ziel, nämlich eine Steigerung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr, nicht erreichen. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr nunmehr eine operative Marge im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Die mittel- und langfristigen Perspektiven in den für Mühlbauer relevanten Märkten bleiben indes insgesamt positiv. Mühlbauer wird deshalb seine Anstrengungen deutlich steigern, um hiervon überproportional zu profitieren und seine Ertragslage im Jahr 2013 deutlich zu verbessern.
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