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© firaxissmooke /dreamstime.com Elektronikproduktion | 11 Mai 2012

Elektronik-Fertigungsgeräte: Gemischte Umsatzerwartungen 2012

Der aktuellen Geschäftsklimaumfrage des VDMA Fachverbandes Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikindustrie einen Umsatzrückgang von drei Prozent für das laufende Jahr und ein Umsatzwachstum von zehn Prozent für 2013.
Das Streuband der Antworten für 2012 ist jedoch ungewöhnlich groß und reicht von Minus zwanzig bis über plus zwanzig Prozent. Das spiegelt sowohl die Unsicherheit des derzeitigen Marktumfeldes als auch die starke Diversifizierung der Elektronik-Maschinenbauer in unterschiedlichen Regionen und verwandten Segmenten wie Flachdisplays, Photovoltaik, Photonik oder Batterieproduktion.

Auftragseingang schwächer, Auftragsreichweite stabil

„Dem Trend des gesamten Maschinenbaus folgend, erleben wir derzeit eine Delle im Auftragseingang für den Elektronik-Maschinenbau. Das Geschehen auf dem Weltmarkt beeinflusst Investitionen in Fabrikausrüstungen seit jeher stark“, erklärt Rainer Kurtz, geschäftsführender Gesellschafter der Ersa GmbH (Kurtz-Ersa-Gruppe) und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic.

„Doch trotz Eurokrise, steigender Energiepreise und der Ankündigung Chinas, sein Wachstum zu bremsen, ist das Geschäft robust“. Inzwischen melden zwar 61 Prozent der Firmen eine Verschlechterung der Auftragssituation zum Vorjahr. Immerhin 18 Prozent der Befragten sehen aber eine bessere Auftragslage. Der Auftragsbestand bleibt im Vergleich zur letzten Umfrage im Oktober 2011 stabil auf 3,3 Produktionsmonaten, dem langjährigen Durchschnitt für die Elektronik-Maschinenbauer.

Beschäftigungssituation positiv, Effizienzsteigerung gefordert

Die Beschäftigtensituation der Elektronik-Maschinenbauer hat sich im Vergleich zur Oktober-Umfrage weiter stabilisiert. Über 72 Prozent der Unternehmen fahren derzeit normale Arbeitszeiten, 27 Prozent sogar Überstunden. Längere Arbeitszeiten sind in Planung. Kurzarbeit spielt heute und auch in absehbarer Zukunft für keinen der Melder eine Rolle.

„Die Ergebnisse sind positiv. Die kurzen Innovationszyklen in der Elektronik zwingen uns zur Flexibilität – im Produktportfolio und in der Beschäftigung. Am besten fährt, wer sich in unterschiedlichen Kundenbranchen engagiert und sich auf neuen Märkten umschaut.“ erklärt Kurtz.

Zur Stützung der Erträge zielen firmeninterne Maßnahmen der Melder hauptsächlich auf Effizienzsteigerungen bei Produktion, Logistik und Personal sowie die Reduktion von Beschaffungskosten. Zur längerfristigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit wollen 86 Prozent der Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren. Für über drei Viertel der Melder zählt die Effizienzsteigerung auch längerfristig zu den wichtigen Maßnahmen.

Batterieproduktion und Leistungselektronik: Die nächste Welle

„Wir müssen neue Trends erkennen, bei denen wir mit unserer Erfahrung aus der Elektronikbranche punkten können, um dann in Kooperationen mit Forschung und Kunden Innovationen für die Produktion voranzutreiben. Der VDMA ist dabei ein engagierter Vermittler. Batterieproduktion und Leistungselektronik für Elektromobilität und erneuerbare Energien erscheinen derzeit als lohnende Investitionen“, so Kurtz.

Der VDMA hat mit dem Industriekreises Batterieproduktion im Forum E-Motive auf diese Bewegung reagiert. Das aktuelle Projekt Technologie-Roadmapping für den Batterie-Maschinenbau findet großen Zuspruch in der Branche.

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