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Leiterplatten | 07 Mai 2012

Basista Leiterplatten setzt auf Pill-Technologie

Ingenieure der Pill GmbH aus Auenwald bei Stuttgart haben gemeinsam mit der Bottroper Basista Leiterplatten GmbH eine optimierte chemische Entwicklungsanlage zur Leiterplattenfertigung entwickelt.
Peter Basista und Dietmar Seifert, Geschäftsführer der Pill GmbH, hatten sich auf einer Messe kennengelernt. Pill baut individualisierte Anlagen für unterschiedliche Anwendungsbereiche, der Kernbereich ist aber die Leiterplattenbranche. Seifert war bereit, eine Anlage nach Basistas Vorstellungen und Ideen zu entwickeln. Für die optimale Verwendung des neuen flüssigen fotostrukturierbaren Lötstopplacks ELPEMER GL 2467 SM-GG von den Lackwerken Peters war die alte Anlage nicht mehr ausreichend. Um die Eigenschaften des neuen Gießlacks ausreizen zu können, musste bestehende Technik mit einem neuen Ansatz weiterentwickelt werden.

Im Fertigungsprozess musste beispielsweise die Spülung der Bohrlöcher intensiver werden. Dafür wurde ein zusätzlicher Düsenstock in die Maschine eingebaut, nicht Standard bei derartigen Maschinen. Außerdem sollte die gesamte Breite der Leiterplatte noch gleichmäßiger abgedeckt werden. Die Leiterplatte wird horizontal durch die Maschine gefahren und muss dabei über die gesamte Breite sauber und gleichmäßig benetzt werden. Dies war mit der alten Basista Anlage und dem neuen Lack nicht möglich, sie war dafür nicht ausgelegt. Daher wurde die Neuentwicklung und Anschaffung bei Basista notwendig.

Mit dem neuen Lötstopplack und der neuen Pill-Maschine können nun noch höhere, feinere Auflösung umgesetzt werden. Auflösungen bis weit unter 70 µm sind möglich. Auch die Oberflächenstruktur an den Viarändern ist durch das neue Verfahren deutlich verbessert worden. Zusätzlich wurde durch den dünneren Auftrag das mechanische Verhalten des Mediums optimiert. Die Stärke des Auftrages bei Abdeckung der Pads liegt nur noch bei 25 µm, anstatt 50 µm im alten Basista Prozess.

Positiver Nebeneffekt der neuen Variante ist die Entlastung der Umwelt. Weniger Bearbeitung, weniger Chemie und weniger Material sparen Kosten und reduzieren die Umweltbelastung im gesamten Lebenszyklus, bis hin zur Entsorgung der Leiterplatten und Endprodukte.

Peter Basista reagierte mit seiner Initiative auf neue Herausforderungen des Marktes. Die ständige Beobachtung der Marktentwicklung wie z.B. wachsende Anforderungen in der Prototypenfertigung haben dazu geführt, konsequent in neue Technologien zu investieren und sie voranzutreiben. Damit wird in der Leiterplattenfertigung seines Betriebes die konstante Qualitätssteigerung und –sicherung gewährleistet.

Und Pill hat einmal mehr bewiesen, dass sie auch kleinere Systeme nach Vorstellungen der Kunden umsetzten können. Andere Firmen, die mit rein modularer Fertigung arbeiten, lehnen solche Projekte und kleinere Anlagen in der Regel ab. „Die Pill GmbH sieht ihre Stärken im Kundenservice - zum Beispiel bei gemeinsamen Entwicklungsprojekten für neue Anwendungen, Materialien oder Nutzung von Chemikalien. Mit der neuen Anlage für die Basista Leiterplatten GmbH ist uns ein innovativer Schritt gelungen, auf den wir stolz sein können“, freut sich Dietmar Seifert über das rundum gelungene Projekt.

Zwischenzeitlich läuft die Pill-Anlage seit 3 Monaten bei der Basista Leiterplatten GmbH und wird in der Kleinserien- und Prototypenfertigung eingesetzt. In dieser Sparte müssen die Rüstzeiten niedrig und die Quallität hoch sein - und auch bei kleinsten Stückzahlen muss das Ergebnis sauber sein. Die Qualifizierung der neuen Anlage und des neuen Prozesses wurde mit anspruchsvollen Testpanels durchgeführt, die technologisch alle Möglichkeiten abdecken. Unterschiedliche Anforderungen werden so simuliert und getestet, und alle Testreihen wurden von der neuen Maschine problemlos absolviert. Die ersten Erfahrungen im Praxisbetrieb und Rückmeldungen der Kunden sind durchweg sehr gut.

„Dietmar Seifert und das Pill-Team haben einen hervorragenden Job gemacht. Das gesamte Projekt war gut geplant, es kamen immer sehr konstruktive Vorschläge vom Team. Das stabile Fundament ist das große Know-how der Pill-Entwickler. Die Beratungsphase war erfreulich kurz und die Installation und Inbetriebnahme ging äußerst zügig voran.“ Peter Basista ist nach wie vor überzeugt, sich mit Pill den richtigen Partner ins Boot geholt zu haben. Der weitere Ausbau seines Maschinenparks, auch mit Pill-Anlagen, ist schon in Planung.

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