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Elektronikproduktion | 22 November 2011

Lenze-Unternehmensentwicklung voll im Plan

Die Lenze SE hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2010/2011 um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und erzielte damit das bisher stärkste Wachstum der Unternehmensgeschichte.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Erhard Tellbüscher kommentierte dieses hohe Wachstum auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Hameln: „Die tiefe Wirtschaftskrise wechselte rasch in ein äußerst kräftiges Wachstum. Wir waren auf einen Anstieg vorbereitet, jedoch überraschte uns die Vehemenz, welche einen zeitweisen Anstieg des Auftragseingangs von beinahe dem Doppelten des Vorjahres hervorrief.“

Das deutliche Umsatzwachstum und die hohe Eigenkapitalquote von 58 Prozent lassen Lenze selbstbewusst in die Zukunft blicken. Dr. Tellbüscher ergänzte: „Es zahlt sich jetzt aus, dass wir auch in schwierigen Zeiten die Entwicklung unseres Unternehmens vorangetrieben haben. Produkte wie der 3200 C oder die dezentralen Umrichter der Familie 8400, gerade in Kombination mit den L-force Drehstrommotoren MF ermöglichen es uns heute, gemeinsam mit unseren Kunden innovative Maschinenkonzepte wahr werden zu lassen.“

Im Geschäftsjahr 2010/2011 (1. Mai 2010 bis 30. April 2011) hat sich die Erholung der Weltwirtschaft durch die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken, durch staatliche Konjunkturprogramme sowie durch anhaltendes Wachstum in China, Indien und Lateinamerika weiter fortgesetzt. „Bereits im 1. Halbjahr waren deutliche Wachstumsimpulse auf allen relevanten internationalen Märkten zu spüren. Dieser Trend hat sich in der zweiten Jahreshälfte nochmals verstärkt“, analysierte Dr. Tellbüscher. Damit erlebte auch Lenze nach einem scharfen Einschnitt einen ebenso steilen Aufschwung.

Der Umsatz der Lenze SE konnte im Geschäftsjahr 2010/2011 gegenüber dem Vorjahr um 150 Mio. € auf 567,0 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr: 416,9 Mio. €). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten stieg deutlich auf 48,0 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern beträgt 28,1 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €).

Die Finanzlage der Lenze-Gruppe hat sich deutlich verbessert. Zwar sank die Eigenkapitalquote von 60 Prozent auf 58 Prozent. In absoluten Zahlen aber stieg die Ausstattung des Unternehmens mit Eigenmitteln deutlich, der relative Rückgang ist also eine Folge des hohen Wachstums.

Dr. Tellbüscher dankte den Lenze-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das gute Ergebnis: „Nur mit unseren motivierten Mitarbeitern in allen Unternehmensbereichen waren wir in der Lage, die starke Auftragslage zu befriedigen. Im Berichtsjahr konnten wir unsere Belegschaft wieder deutlich aufstocken.“

Die Zahl der zum Ende des Berichtsjahres in der Lenze-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter stieg um 199 Personen auf 3.096 (Vorjahr: 2.897). Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 3.054 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.972) beschäftigt. Die Zahl der im Durchschnitt in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Geschäftsjahr 2010/2011 von 1.635 auf 1.585 Personen reduziert.

Der Anteil der im Inland beschäftigten Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft sank damit von 55 Prozent im Vorjahr auf knapp 52 Prozent. Dies ist eine Folge des überdurchschnittlichen Wachstums anderer Märkte, insbesondere des asiatischen, und des guten Wachstums auf dem amerikanischen Kontinent.

Dort wurde entsprechend Personal aufgebaut. Die größten Standorte der Unternehmensgruppe sind Groß Berkel bei Hameln (Niedersachsen) sowie Extertal (Nordrhein-Westfalen). Die größten ausländischen Standorte sind Asten bei Linz (Österreich), Shanghai (China) sowie Uxbridge (Massachusetts, USA).

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr 2010/2011 nahezu unverändert geblieben. Denn auch in der Wirtschaftskrise hatte das Unternehmen konsequent weiter in Forschung und Entwicklung investiert. Dr. Tellbüscher unterstrich: „Wir haben so viele neue Produkte auf den Markt gebracht wie selten zuvor. Unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung haben wir auf hohem Niveau fortgesetzt. Als einer der wenigen Anbieter sind wir in der Lage, unseren Kunden ein durchgängiges und vollständiges Angebot für die Realisierung innovativer Maschinen zu machen.“

Investiert hat das Hamelner Unternehmen überdies in den Ausbau seiner internationalen Standorte. So wurde beispielsweise im österreichischen Asten der Grundstein für ein neues Logistikzentrum gelegt.

Ausblick auf das nachfolgende Geschäftsjahr

Nach dem äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr 2010/2011 mehren sich nun die Anzeichen für ein langsameres Wirtschaftswachstum. Die Finanzkrisen einzelner europäischer Länder und der USA sowie die Drosselung von Krediten in China führen außerdem zu neuen Unsicherheiten.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Tellbüscher bleibt aber optimistisch: „Wir schätzen den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2011/2012 positiv ein. Die Auftragsvergabe an den Maschinenbau ist gut und die Auftragspolster sind entsprechend hoch.“ In der zweiten Hälfte des laufenden Wirtschaftsjahres rechnet Lenze mit einer leichten Beruhigung des hervorragenden Auftragseingangs in den ersten sechs Monaten.

„Unsere Leistung zur Automatisierung von Maschinen ist enorm gewachsen und wir sehen die Anerkennung unserer Kunden“, ergänzte Dr. Tellbüscher. „Zur SPS/IPC/DRIVES im November 2011 in Nürnberg zeigen wir unser Portfolio für die Automatisierung von Maschinen mit zentraler Bewegungsführung und ergänzen unsere Engineering Tool Chain um ein speziell auf die Bedürfnisse von Servicetechnikern ausgerichtetes Software-Werkzeug. Auf dieser wichtigen Messe präsentieren wir zudem die Marke Lenze im neuen Look und unterstreichen, wie wir den Maschinenbau mit unserem Know-how, unseren Produkten, Dienstleistungen und Software-Tools in jeder Phase der Maschinenerstellung unterstützen. So können wir neue Felder erschließen und mit unserem ganzheitlichen Angebot Wachstum generieren.“

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