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Elektronikproduktion | 16 November 2011

Märkte für elektronische Komponenten erholen sich weiter

Erholung der Märkte für elektronische Komponenten setzt sich bis 2012 fort
Nach Einschätzung der Marktexperten des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems wird der deutsche Markt für elektronische Komponenten im laufenden Jahr um gut sieben Prozent auf ca. 18 Mrd. Euro wachsen. Für das kommende Jahr wird – bei einem weiter steigenden Bedarf an Bauelementen – mit knapp fünf Prozent Wachstum auf einen Umsatz von 19 Mrd. Euro gerechnet

„Nach einer starken Erholung im Jahr 2010 mit über 40 Prozent Marktwachstum ist die erwartete Steigerung der Umsätze im laufenden und kommenden Jahr umso bemerkenswerter“, betont Kurt Sievers, Vorsitzender des Fachverbands. „Voraussetzung ist allerdings eine Entspannung der aktuellen Vertrauens- und Schuldenkrise im Euroraum.“

In Europa werden im laufenden Jahr die Märkte für elektronische Komponenten auf US-Dollar Basis um knapp sechs Prozent auf einen Umsatz von über 66 Mrd. US-Dollar wachsen. Damit wird das Vorkrisenniveau von 2007 wieder erreicht. Der Weltmarkt wächst in diesem Zeitraum um gut vier Prozent auf 475 Mrd. US-Dollar, so die Einschätzung der Marktexperten.

Im kommenden Jahr wird der europäische Markt mit gut vier Prozent Wachstum einen Umsatz von knapp 70 Mrd. US-Dollar erreichen. Das weltweite Marktwachstum wird vom anhaltenden Bedarf an elektronischen Komponenten in der Region Asien/Pazifik gestützt. Mit einem Umsatzplus von knapp sieben Prozent auf 254 Mrd. US-Dollar wird diese Region im Jahr 2011 voraussichtlich das stärkste Wachstum weltweit aufweisen.

In Japan wird auf Grund der Naturkatastrophe im März dieses Jahres und den dadurch bedingten Produktionsausfall der dort ansässigen Firmen mit einem leichten Rückgang um vier Prozent im laufenden Jahr gerechnet.

Wachstum in Deutschland setzt sich 2012 verlangsamt fort

Für 2012 rechnet der ZVEI mit einem inländischen Marktwachstum von knapp fünf Prozent nach sieben Prozent im laufenden Jahr. Das im Vergleich zu 2011 verringerte Wachstum ist im Wesentlichen auf das erwartete verlangsamte Wachstum der deutschen Wirtschaft sowie die Tatsache zurückzuführen, dass die Vorratsbestände weitgehend aufgefüllt sind.

Weiterhin ansteigend ist der Bedarf nach Komponenten für die Industrie- und Kfz-Elektronik. Teilweise konnten Fertigungsaufträge aus dem Boom-Jahr 2010 aufgrund der durch Produktionsengpässe extrem langen Lieferzeiten erst im laufenden Jahr ausgeführt werden.

Die anhaltend starke Nachfrage nach Komponenten für die Nutzung regenerativer Energien sowie die hohen Wachstumsraten im klassischen Maschinenbau tragen im laufenden Jahr zum satten Umsatzplus von knapp neun Prozent im Bereich der Industrie-Elektronik bei, so die Einschätzung der Marktexperten des ZVEI.

Die Lieferengpässe als Folge der mit über 40 Prozent unerwartet stark gestiegenen Nachfrage nach elektronischen Bauelementen im vergangenen Jahr haben sich in der Zwischenzeit reduziert. Nach wie vor belasten die Branche steigende Preise für Energie und für Rohstoffe wie z. B. Edelmetalle und Seltene Erden.

Derzeit nicht abzuschätzen sind die weltweiten Auswirkungen der politischen Veränderungen in den nordafrikanischen Mittelmeerstaaten, der Flutkatastrophe in Thailand sowie einer konjunkturellen Abschwächung in den USA und im Euroraum.

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