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Elektronikproduktion | 04 November 2011

3Q/2011: Hohe Investitionen in F&E belasten Ergebnis von Mühlbauer

Der vom Lösungsanbieter im Berichtszeitraum erwirtschaftete Umsatz lag mit 53,3 Mio. EUR annähernd auf dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 54,5 Mio. EUR, während das Bruttoergebnis vom Umsatz von 22,0 Mio. EUR um 11,1% auf 19,6 Mio. EUR zurück ging.
Der weltweit tätige Technologiekonzern Mühlbauer hat im dritten Quartal seine Auftragsbücher weiter gefüllt. Gleichzeitig hat der Lösungsanbieter mehr in Forschung und Entwicklung investiert als jemals zuvor, um für die spürbar rauher werdenden Märkte gerüstet zu sein.

Obwohl die Ertragskraft vor diesem Hintergrund nicht in gleichem Masse profitieren konnte wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, bleibt das Unternehmen optimistisch und geht davon aus, einen Gesamtumsatz von ca. 200 Mio. EUR erzielen zu können.

Der vom Lösungsanbieter im Berichtszeitraum erwirtschaftete Umsatz lag mit 53,3 Mio. EUR annähernd auf dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 54,5 Mio. EUR, während das Bruttoergebnis vom Umsatz – mitunter verursacht durch höhere Personalaufwendungen infolge projektbedingt vorgenommener Neueinstellungen – von 22,0 Mio. EUR um 11,1% auf 19,6 Mio. EUR zurück ging.

Gemessen am Umsatz verringerte sich dadurch die Bruttoergebnismarge von 40,4% um 3,7%-Punkte auf 36,7%. Weiterhin belasteten im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahrs um 3,0 Mio. gestiegene Vertriebskosten sowie personalbedingt um 1,4 Mio. EUR gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten das operative Ergebnis. Gemessen am erzielten Umsatz im Quartal ergibt sich dadurch eine EBIT-Marge von 8,9% (Vorjahr 20,9%).

Nach Steuern weist die Gewinn- und Verlustrechnung im Berichtszeitraum 3,5 Mio. EUR aus, 5,7 Mio. EUR weniger als im vergleichbaren Vorjahresquartal (9,2 Mio. EUR). Der auf jeden Anteilschein entfallende Gewinnanteil beträgt im Berichtszeitraum 0,23 EUR – nach 0,63 EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Bei im Neun-Monats-Vergleich mit 144,9 Mio. EUR (Vorjahr 147,5 Mio. EUR) leicht rückläufigen Umsatzerlösen und Herstellkosten lag das Bruttoergebnis vom Umsatz mit 57,5 Mio. EUR nur geringfügig unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (58,3 Mio. EUR). Dies entspricht einer Bruttoergebnismarge von 39,8% - nach 39,6% im Vorjahr.

Kostensteigerungen bei den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie im Bereich Forschung und Entwicklung haben letztlich dazu geführt, dass das in den ersten neun Monaten 2011 erwirtschaftete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 16,8 Mio. EUR um 10,8 Mio. EUR deutlich hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 27,6 Mio. EUR zurück blieb.

Dies entspricht einer EBIT-Marge von 11,6% - nach noch 18,7% im vergleichbaren Vorjahr. Bereinigt man das Ergebnis der Vergleichsperiode um Sondereffekte aus mittlerweile erledigten Rechtsstreitigkeiten, so ergibt sich ein Rückgang des EBIT um 8,5 Mio. EUR.

Der im Neun-Monatszeitraum erzielte Nettogewinn beläuft sich auf 12,8 Mio. EUR, nach 21,8 Mio. EUR in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,87 EUR je Anteilsschein (Vorjahr 1,50 EUR je Anteilsschein).

Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit lag in den ersten neun Monaten des aktuell laufenden Geschäftsjahres mit +26,1 Mio. EUR um 10,7 Mio. EUR unter dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres (+36,8 Mio. EUR).

Bereinigt um Zahlungsflüsse aus Transaktionen mit kurzfristigen Wertpapieren sowie unter Einbeziehung des Mittelabflusses aus der fortgesetzten Investitionstätigkeit in Höhe von 20,2 Mio. EUR (Vorjahr 18,1 Mio. EUR) generiert sich daraus ein Free Cashflow von minus 6,3 Mio. EUR – nach plus 24,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der konsolidierte Autragseingang des weltweit operierenden Systempartners für ID-Lösungen belief sich im dritten Quartal 2011 auf 56,4 Mio. EUR und notierte damit um 10,2% unter dem Vergleichswert des Vorjahres (62,8 Mio. EUR). Ursächlich für diesen Rückgang war in erster Linie die – nach überproportionalen Zuwächsen im vergangenen Jahr – im zweiten Halbjahr 2011 eingesetzte Abschwächung der Nachfrage nach Halbleiter-Backend-Produkten.

Bezogen auf die ersten neun Monate 2011 beliefen sich die Auftragseingänge auf 199,1 Mio. EUR, was im Vergleich zu dem in den ersten neun Monaten 2010 erzielten Auftragswert von 235,9 Mio. EUR, unter dem sich auch ein hochvolumiger ID-Einzelauftrag über rd. 64,2 Mio. EUR befindet, einem Rückgang um 15,6% entspricht.

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