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Elektronikproduktion | 14 Juli 2011

Thüringen erwirbt temporär Jenoptik-Anteile

Der Thüringer Allgemeinen zufolge hat das Land Thüringen elf Prozent der Firmenanteile des Unternehmens für 40 Millionen Euro erworben.
Vergangene Woche war um den staatlichen Einstieg ein Streit entbrannt. So stufte der Landesrechnungshof den Anteilskauf als "sehr fragwürdig" ein. Das Land Thüringen gibt nun bekannt, sich von seinen Anteilen an der Jenoptik AG wieder trennen zu wollen.

Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) lässt verlauten, man habe mit dem Kauf lediglich ”unternehmerische Substanz” sichern wollen. Es sollte vermieden werden, dass Teile des Jenaer Unternehmens, das weltweit über 3000 Mitarbeiter beschäftigt, in den Besitz von Hedgefonds gerät, deren Interessen schwer zu durchschauen seien.

Der Finanzminister bestätigte damit Gerüchte, wonach der bisherige österreichische Investor ECE elf seiner insgesamt 25 Prozent am Hightec-Unternehmen an einen Finanzinvestor, dessen Branche seit Jahren gern mit einer Heuschrecke verglichen wird, veräußern wollte.

Als gar Gerüchte über eine mögliche Zerschlagung Jenoptiks die Runde gemacht hatten, sei das Land Thüringen auf den Plan gerufen worden. "Das Land geht im Interesse des Wirtschaftstandorts strategische Beteiligungen ein und löst sie gegebenenfalls auch wieder auf", erklärt Voß.
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