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© Siltronic Design Analysen | 28 April 2020

Siltronic behauptet sich in schwierigem Marktumfeld

Die Siltronic AG hat sich im ersten Quartal 2020 in einem schwierigen Umfeld gut behauptet. Durch die Corona-Pandemie habe es bisher operativ keine spürbaren Einschränkungen der Geschäftstätigkeit gegeben, heißt es in einer Mitteilung.

„Unsere Prioritäten im ersten Quartal lagen auf der Sicherstellung der Gesundheit unserer Mitarbeiter und der Aufrechterhaltung eines möglichst reibungslosen Geschäftsablaufs", so Dr. Christoph von Plotho, CEO der Siltronic AG. „Das ist uns auch gelungen. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sorgte dafür, dass wir im ersten Quartal ein gutes Ergebnis ausweisen können.“ Siltronic hat im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von 300,1 Millionen Euro erzielt. Damit sind die Erlöse im Vergleich sequentiell leicht zurückgegangen. Der Rückgang der Durchschnittserlöse konnte durch einen Anstieg der abgesetzten Waferfläche im Zuge stärkerer Nachfrage fast ausgeglichen werden. Die Wechselkursveränderungen hatten im Berichtszeitraum einen nur geringen Einfluss. Die Herstellungskosten haben aufgrund der höheren produzierten Waferfläche zugenommen. Dabei sind die Herstellungskosten je Waferfläche gegenüber dem Vorquartal gesunken. Das Unternehmen hat ein Bruttoergebnis von 89,3 Millionen Euro erzielt. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 ist es damit um 7,6 Millionen Euro gesunken. Die Entwicklung sei hauptsächlich auf einen niedrigeren Durchschnittserlös zurückzuführen. Die Bruttomarge hat von 31,8 Prozent auf 29,8 Prozent abgenommen. Das EBITDA lag im ersten Quartal 2020 bei 84,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 5,8 Millionen Euro beziehungsweise 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Hauptgrund waren rückläufige Durchschnittserlöse. Die EBITDA-Marge hat von 29,6 Prozent auf 28,1 Prozent nachgegeben. Das EBIT ist von 56,7 Millionen auf 53,3 Millionen Euro zurückgegangen. Das Coronavirus habe zwar keine nennenswerten Auswirkungen auf EBIT und EBITDA gehabt, aber der Rückgang des Finanzergebnisses sei in den bis zum Stichtag 31. März 2020 rückläufigen Finanzmärkten begründet. Der Aufwand für Ertragsteuern im ersten Quartal 2020 sei im Konzern äußerst niedrig gewesen. Im vierten Quartal 2019 war die Steuerquote wegen latentem Steueraufwand besonders hoch, im Berichtsquartal wegen latentem Steuerertrag und aufgrund von Corona-bedingten Steuererleichterungen dagegen besonders niedrig. Der starke Rückgang bei den Ertragsteuern trug dazu bei, dass der Gewinn des ersten Quartals mit 46,0 Millionen Euro leicht über dem Vorquartal (Q4 2019: 45,4 Millionen Euro) lag. Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallen hiervon 39,6 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie ist von 1,21 Euro im vierten Quartal 2019 auf 1,32 Euro im Berichtsquartal gestiegen. Mit einem Eigenkapital von 1.031,0 Millionen Euro zum 31. März 2020 betrug die Eigenkapitalquote der Siltronic AG 52,8 Prozent im Vergleich zu 47,8 Prozent zum 31. Dezember 2019. Die Zunahme des Eigenkapitals ist hauptsächlich auf den Quartalsüberschuss von 46,0 Millionen Euro und versicherungsmathematische Gewinne bei der Berechnung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 88,1 Millionen Euro zurückzuführen. Das Unternehmen verfügte am 31. März 2020 über ein Nettofinanzvermögen in Höhe von 588,1 Millionen Euro. Obwohl sich Siltronic im ersten Quartal 2020 in einem schwierigen Umfeld gut behauptet hat, dürfte die Corona-Pandemie den Geschäftsverlauf im weiteren Jahresverlauf belasten. Aktuell sieht Siltronic kaum Auftragsstornierungen seitens der Kunden. Der Ausblick für das zweite Quartal 2020 ist noch gut. Während sich Endmärkte wie Smartphones, Automotive oder Konsumgüter wie Fernseher negativ entwickeln, zeigten sich positive Entwicklungen in Bereichen wie Servern oder Equipment für das Home Office. Da sich der Corona-Virus stark ausgebreitet hat und ein Ende derzeit nicht absehbar ist, ist ein Ausblick für das zweite Halbjahr derzeit jedoch nicht möglich, heißt es abschließend.
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2020.10.20 19:22 V18.11.10-2