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© Bosch Markt | 20 Januar 2020

Bosch-Mitarbeiter wollen spätere Schließung des Bremer Werkes

Bei den Beschäftigten von Bosch in Bremen steigt der Unmut. Das Unternehmen will das Werk Ende 2020 schließen. Dagegen protestieren die Angestellten. Sie setzen sich für eine spätere Schließung ein; denn laut Gewerkschaft sind die Auftragsbücher noch bis 2023 gefüllt.

An der jüngsten Demonstration hatten sich nach Angaben der IG Metall rund 250 Mitarbeiter beteiligt. Die Gewerkschaft sieht die Möglichkeit einer Beschäftigung über das Jahresende hinaus. Unterstützung erhielten die Demonstranten von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte von der SPD - er unterstützte die Mitarbeiter vor Ort am Werk im Stadtteil Huchting. Im vergangenen Dezember hatte die Gewerkschaft Gespräche mit Bosch abgebrochen, weil der Arbeitgeber sich geweigert habe, über eine Weiterführung der Produktion über 2020 hinaus zu verhandeln. Nach dem Warnstreik wolle man jetzt wieder auf das Unternehmen zugehen und hoffe auf einen neuen Verhandlungstermin noch im Januar. Weil die Konjunktur schwächelt und sich die Autokrise immer mehr niederschlägt, sollen an mehreren deutschen Standorten Stellen abgebaut werden. Im Werk Bremen sollen 240 Stellen in der Lenksystemsparte wegfallen. Das hatte der Konzern bereits im Oktober mitgeteilt. Bosch teilte mit Blick auf den Warnstreik auf Anfrage mit, man habe angesichts der Situation "großes Verständnis" für die Sorgen der Beschäftigten, heißt es bei Radio Bremen. Es sei das Ziel, mit Blick auf die Erarbeitung eines Zeitplans weiterzuverhandeln, zu einem "guten" Ergebnis zu kommen und den Mitarbeitern zeitnah Gewissheit zu verschaffen, heißt es.
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