Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© leoni Markt | 10 November 2015

Leoni im 3. Quartal 2015 mit Ergebnisrückgang

Leoni steigerte seinen Konzernumsatz im 3Q/2015 gemessen am entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent auf 1.111,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.013,8 Mio. Euro). Das EBIT ging konzernweit um rund 14 Prozent auf 29,8 Mio. Euro (Vorjahr: 34,7 Mio. Euro) zurĂŒck.
Im gesamten Neunmonatszeitraum nahm das GeschĂ€ftsvolumen um etwa 11 Prozent auf 3.376,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3.053,4 Mio. Euro) zu, und das EBIT reduzierte sich um circa 13 Prozent auf 115,3 Mio. Euro (Vorjahr: 132,7 Mio. Euro). FĂŒr das Gesamtjahr 2015 gehen wir von einem Umsatz von mindestens 4,4 Mrd. Euro und einem EBIT von mehr als 130 Mio. Euro aus. Vom Umsatzanstieg in den ersten drei Quartalen (322,8 Mio. Euro) stammten 155,8 Mio. Euro aus organischem Wachstum. WechselkursverĂ€nderungen hatten einen positiven Effekt von 199,1 Mio. Euro und der niedrigere Kupferpreis wirkte sich mit 32,1 Mio. Euro negativ aus. In der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) erhöhte sich der Umsatz um rund 7 Prozent auf 2.191,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.045,9 Mio. Euro), in Amerika um knapp 25 Prozent auf 567,4 Mio. Euro (Vorjahr: 455,4 Mio. Euro) und in Asien um fast 12 Prozent auf 617,2 Mio. Euro (Vorjahr: 552,1 Mio. Euro). Wiring Systems Division: Ergebniseinbruch im dritten Quartal Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) legte der Außenumsatz von Juli bis September 2015 um fast 13 Prozent auf 649,6 Mio. Euro (Vorjahr: 576,5 Mio. Euro) zu. Das EBIT verringerte sich dagegen im Quartalsvergleich wegen ĂŒberraschend hoher Belastungen, die vor allem im September auftraten, auf 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro). HauptgrĂŒnde hierfĂŒr waren beschleunigte und komplexer als erwartete AnlĂ€ufe von neuen Projekten, da Kunden ihre Abrufe kurzfristig erhöhten und umfangreichere KabelsĂ€tze orderten als geplant. Aus diesen fĂŒr Leoni an sich positiven Entwicklungen resultierten erhebliche, außerplanmĂ€ĂŸige Mehrkosten und ineffiziente AblĂ€ufe in der Bordnetzsparte. Diese Defizite ziehen lĂ€nger anhaltende Belastungen nach sich. Insbesondere kam es an einem davon besonders betroffenen Standort in RumĂ€nien zu wesentlichen personellen EngpĂ€ssen. Da in der Region VollbeschĂ€ftigung herrscht, musste der zusĂ€tzliche Personalbedarf aus anderen LĂ€ndern und mit LeasingkrĂ€ften gedeckt werden. Zudem belastete die unerwartet starke Anhebung des Mindestlohns in RumĂ€nien. Weitere ErgebnisbeeintrĂ€chtigungen ergaben sich aus dem vorzeitigen Auslaufen einiger margenstarker Projekte, beispielsweise im Agrarsektor und bei einzelnen Pkw-Modellen. In den ersten drei Quartalen 2015 insgesamt nahm der Außenumsatz des Unternehmensbereichs WSD um rund 12 Prozent auf 1.987,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1.771,9 Mio. Euro) zu und das EBIT um circa 16 Prozent auf 58,7 Mio. Euro (Vorjahr: 69,8 Mio. Euro) ab. Wire & Cable Solutions: Umsatz- und Ergebnisplus im dritten Quartal Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) konnte seinen Außenumsatz von Juli bis September 2015 gegenĂŒber Vorjahr um rund 6 Prozent auf 462,1 Mio. Euro (Vorjahr: 437,3 Mio. Euro) und im Neunmonatsvergleich um gut 8 Prozent auf 1.388,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1.281,5 Mio. Euro) ausweiten. Dabei wuchs die Nachfrage nach Automobilleitungen sowie Robotik- und Highspeed-Kabeln, wĂ€hrend das GeschĂ€ft mit Datenleitungen sowie Kabeln fĂŒr Infrastrukturprojekte und die Petrochemie schwĂ€cher als geplant verlief. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im dritten Quartal 2015 um gut 4 Prozent auf 24,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,1 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten lag das EBIT mit 56,5 Mio. Euro noch rund 10 Prozent unter dem Vergleichswert (Vorjahr: 62,9 Mio. Euro), da sich im ersten Halbjahr verschiedene Faktoren negativ ausgewirkt hatten – unter anderem ein ungĂŒnstiger Produktmix im relativ stark gewachsenen GeschĂ€ftsfeld Automobilleitungen und Vorleistungen fĂŒr das Performance-Programm „WCS ON Excellence“, das im dritten Quartal bereits positive Effekte zeigte. Prognose fĂŒr 2015 Im Gesamtjahr 2015 wird Leoni den Konzernumsatz wie zuletzt prognostiziert auf mindestens 4,4 Mrd. Euro steigern (Vorjahr: 4,1 Mrd. Euro), wobei der Zuwachs von beiden Unternehmensbereichen getragen wird. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird dagegen lediglich mehr als 130 Mio. Euro betragen (Vorjahr: 182,5 Mio. Euro) und damit, wie am 12. Oktober bekannt gegeben, den ursprĂŒnglichen Zielwert von mehr als 200 Mio. Euro deutlich unterschreiten. Verantwortlich dafĂŒr sind vor allem die beschriebenen, unerwarteten Belastungen im Bordnetz-Bereich sowie in geringerem Umfang das unter den Planungen liegende GeschĂ€ft in einigen Industriebereichen. Dieter BellĂ©, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG, sagte: „Als solide aufgestelltes und finanziertes Unternehmen, das nach wie vor ĂŒber gute Perspektiven verfĂŒgt, wird Leoni das derzeitige Margenproblem grĂŒndlich und nachhaltig beseitigen und wieder auf einen ertragsorientierten Wachstumspfad zurĂŒckkehren.“ Hierzu wurde eine Task Force unter FĂŒhrung von Dieter BellĂ© und Dr. Frank Hiller, Vorstandsmitglied mit Verantwortung fĂŒr die Division WCS, eingerichtet, die mit höchster PrioritĂ€t die genauen Ursachen analysiert und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt. Wie berichtet, wird das Ergebnis im kommenden Jahr außerdem voraussichtlich durch Nachfragereduzierungen und entsprechend fehlende DeckungsbeitrĂ€ge wegen der verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in China und Russland sowie bei der US-amerikanischen Nutzfahrzeugindustrie und einzelnen Automobilherstellern geschmĂ€lert. In Anbetracht der notwendigen ÜberprĂŒfungen, insbesondere auch der fĂŒr 2016 geplanten AnlĂ€ufe, wird Leoni eine belastbare Ergebnisprognose fĂŒr das Jahr 2016 bis zur Bilanzpressekonferenz am 23. MĂ€rz 2016 prĂ€sentieren.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.21 14:28 V12.2.5-1