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© heintje joseph lee dreamstime.com Komponenten | 02 Oktober 2013

Forschungslabor in Freiberg eröffnet

SĂ€chsische Forschung fĂŒr Leistungselektronik der Zukunft: Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer eröffnet Forschungslabor in Freiberg.
Neues Halbleitermaterial fĂŒr die Leistungselektronik der Zukunft: Im heute feierlich eröffneten Labor des Galliumnitrid Zentrums Sachsen erforschen die Dresdner NaMLab gGmbH und die Freiberger Compound Materials GmbH gemeinsam mit weiteren Partnern wie der Technischen UniversitĂ€t Bergakademie Freiberg die Potentiale von Galliumnitrid fĂŒr die Leistungs- und Optoelektronik. Heute wurden die neuen LaborrĂ€ume im Beisein der SĂ€chsischen Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer eröffnet. „Das neue Forschungszentrum ist ein wichtiger Baustein, um unsere Kompetenzen als grĂ¶ĂŸter Mikroelektronikstandort Europas auszubauen und so die Innovationskraft in diesem Bereich zu sichern. Das neue Galliumnitrid-Zentrum in Freiberg bietet Forschungseinrichtungen und sĂ€chsischen Unternehmen sehr gute Rahmenbedingungen fĂŒr eine enge Kooperation. Die gemeinsamen Forschungsprojekte entlang der Wertschöpfungskette tragen neuen Marktentwicklungen Rechnung und zielen auf die Umsetzung der Forschungsergebnisse in neue Produkte. Das erhöht die Innovationskraft und die WettbewerbsfĂ€higkeit der gesamten sĂ€chsischen Wirtschaft“, erklĂ€rte die SĂ€chsische Wissenschaftsministerin von Schorlemer bei der Eröffnung des Forschungszentrums. Die internationale Halbleiterindustrie hat dieses Potential erkannt. „Wir erleben gerade, dass die ForschungsaktivitĂ€ten zu Galliumnitrid als Halbleitermaterial fĂŒr Anwendungen bei Leuchtdioden (LED), Lasern und in der Leistungselektronik international intensiviert werden“, erklĂ€rte Prof. Dr. Thomas Mikolajick, wissenschaftlicher Leiter und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Dresdner NaMLab gGmbH. „Mit dem neuen Forschungszentrum stellen wir sicher, dass Silicon Saxony, Europas grĂ¶ĂŸter Mikroelektronikstandort, seine ForschungsaktivitĂ€ten marktorientiert voran treiben kann.“ Kollaboration fĂŒr energieeffizientere Mikro- und Nanoelektronik Im Galliumnitrid Zentrum Sachsen arbeiten kĂŒnftig Forscher der NaMLab gGmbH eng mit Entwicklern der Freiberger Compound Materials GmbH und weiteren Partnern wie der Technischen UniversitĂ€t Bergakademie Freiberg zusammen. „Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie stellen wir sicher, dass die Forschungsergebnisse zĂŒgig in eine industrielle Verwertung ĂŒberfĂŒhrt werden“, erlĂ€utert Dr. Stefan Schneidewind, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiberger Compound Materials GmbH, in deren RĂ€umen das Forschungszentrum seinen Sitz hat. Neue Wafer sind Grundlage fĂŒr leistungsfĂ€hige Optoelektronik und effiziente Leistungsschalter Galliumnitrid leuchtet intensiv blau und wird mit fluoreszierenden Schichten schon jetzt – abgeschieden auf TrĂ€germaterialien wie Saphir - fĂŒr die Herstellung weißer Leuchtdioden eingesetzt. Die Partner im Galliumnitrid Zentrum Sachsen gehen nun einen Schritt weiter und arbeiten an freistehenden Galliumnitrid-Wafern ohne TrĂ€germaterial. Diese neuartigen Wafer sind zum Beispiel fĂŒr die Fertigung von Lasern interessant. Sie ermöglichen aber auch ganz neue Bauelemente in der Leistungselektronik. „Das Material kombiniert Eigenschaften, die die Energieeffizienz von Bauelementen fĂŒr die Leistungselektronik deutlich verbessern. Damit ergeben sich neue Potentiale zum Beispiel fĂŒr die notwendigen Komponenten zur Anwendung der Solar- und Windenergie, fĂŒr intelligente Stromnetze aber auch fĂŒr die ElektromobilitĂ€t“, erlĂ€utert Prof. Mikolajick. Der Freistaat Sachsen unterstĂŒtzte die Einrichtung der ForschungsrĂ€ume des 2011 gegrĂŒndeten Galliumnitrid Zentrums mit rund 1,6 Millionen Euro. Die im Forschungslabor laufenden Arbeiten werden durch Projektmittel des Freistaates Sachsen, mit Mitteln des EuropĂ€ischen Strukturfonds (EFRE) und mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2