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© daniel schweinert dreamstime.com Komponenten | 26 April 2013

'Enhanced Power Pilot Line' startet unter Leitung von Infineon

Am Villacher Standort von Infineon Technologies findet derzeit die zweitĂ€gige Kick-Off-Veranstaltung fĂŒr eines der grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Forschungsprojekte der kommenden Jahre statt.
Das Forschungsprojekt „Enhanced Power Pilot Line“ (EPPL) hat zum Ziel, den Fertigungsstandort Europa weiter zu stĂ€rken. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten von 32 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft in sechs europĂ€ischen Staaten steht die Weiterentwicklung von Leistungselektronik und deren Fertigungsmethoden. Hier ist Europa weltweit fĂŒhrend. Nirgends auf der Welt werden Leistungselektronik-Chips auf Siliziumscheiben - so genannten Wafern - gefertigt, deren Durchmesser 300 Millimeter betrĂ€gt und die auch noch besonders dĂŒnn sind; nĂ€mlich kaum dicker als ein Blatt Papier. Europa will diesen Fertigungsvorsprung mit EPPL weiter ausbauen. Die Partner decken die gesamte Wertschöpfungskette der Fertigung von 300-Millimeter-Leistungselektronik-Produkten ab, einschließlich der Silizium-Materialforschung, der Halbleiterentwicklung inklusive 3D-Integration und der Weiterentwicklung in Logistik- und Automatisierungstechnik. Das Projekt lĂ€uft bis Mitte 2016, die Projektleitung liegt bei Infineon. „74 Millionen Euro Projektvolumen und die Beteiligung von 32 Partnern zeigen die große Bedeutung, die EPPL fĂŒr die Halbleiterindustrie in Europa hat“, sagt Sabine Herlitschka, Vorstand fĂŒr Technik und Innovation bei Infineon Technologies Austria. „Infineon ist heute das weltweit einzige Unternehmen, das Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-DĂŒnnwafern fertigen kann. Wir sind stolz darauf, diese Kompetenz dem EPPL-Projekt zur VerfĂŒgung stellen zu dĂŒrfen.“ EPPL-Forschungsziele Ziele des EPPL-Forschungsprojekts sind die Weiterentwicklung der 300-Millimeter-DĂŒnnwafer-Fertigungstechnik sowie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an einer nĂ€chsten Generation von Leistungshalbleitern, wie CoolMOS, IGBT und SFET, die in der neuen Fertigungstechnik hergestellt werden. Bis zum Projektende sollen hierfĂŒr Pilotlinien und Demonstrator-Anwendungen entstanden sein. In ihrer Initiative „Europa 2020“ hat die EuropĂ€ische Kommission ehrgeizige Ziele bei CO2-Reduktion, Energieeffizienz und ElektromobilitĂ€t gesetzt. Leistungshalbleiter, die in Europa entwickelt und in ausreichender Menge zu wettbewerbsfĂ€higen Kosten gefertigt werden, sind hierzu der SchlĂŒssel. EPPL soll diese Expertise stĂ€rken. Deshalb wird EPPL von der EuropĂ€ischen Union und nationalen und regionalen Fördergebern finanziell unterstĂŒtzt. Auch das deutsche Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt die Förderung des EPPL-Projekts im Rahmen seines Programms „Informations- und Kommunikationstechnologie 2020“ (IKT 2020). EPPL-Forschungspartner Die EPPL-Partner kommen aus den sechs europĂ€ischen Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich und Portugal. Zu ihnen gehören Adixen Vacuum Products, Air Liquide electronics Systems, ams AG, CEST Kompetenzzentrum fĂŒr elektrochemische OberflĂ€chentechnologie GmbH, Commissariat a l‘Energie Atomique et aux Energies Alternatives, CTR Carinthian Tech Research, E-MOSS, Entegris Cleaning Process, EV Group E. Thallner GmbH, Fachhochschule Stralsund, Fraunhofer E.V. IISB, Fronius International GmbH, Heliox BV, Infineon Technologies AG (mit Niederlassungen aus Deutschland, Italien und Österreich), International Iberian Nanotechnology Laboratory, Ion Beam Services, KAI, Lear Corporation GmbH, Max-Planck-Institut fĂŒr Eisenforschung GmbH, MontanuniversitĂ€t Leoben, NANIUM S.A., Philips Healthcare (mit Niederlassungen aus Deutschland und den Niederlanden), Plansee SE, SPTS Technologies SAS, Technische UniversitĂ€t Dresden, Technische UniversitĂ€t Eindhoven und Technische UniversitĂ€t Graz. Die Bedeutung von EPPL zeigt sich beim Projekt-Kick-Off am 25. und 26. April in Villach, an dem Projektpartner, Vertreterinnen und Vertreter der Fördergeber und der Politik teilnehmen: z.B. Willy Van Puymbroeck, der verantwortliche Abteilungsleiter der Generaldirektion „CONNECT“ der EuropĂ€ischen Kommission, Andreas Wild, Direktor ENIAC Joint Undertaking der EuropĂ€ischen Union, Ingolf SchĂ€dler, Bereichsleiter Innovation im BMVIT-Bundesministerium fĂŒr Verkehr, Innovation und Technologie Österreich und Peter Kaiser, Landeshauptmann von KĂ€rnten.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1