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© albert lozano dreamstime.com Komponenten | 08 April 2013

Deutsche Elektroindustrie vorsichtig optimistisch für 2013

Die deutsche Elektroindustrie gibt sich vorsichtig optimistisch. „Unsere Branche ist besser in das Jahr 2013 gestartet, als sie 2012 hinter sich gelassen hat“, sagte ZVEI-Präsident Friedhelm Loh.

Zu Jahresbeginn sind sowohl die Bestellungen als auch Produktion und Umsatz wieder gestiegen. „Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Dynamik im Jahresverlauf allmählich weiter zunehmen wird“, sagt Loh. Damit hält er an der Prognose von 1,5 Prozent Produktionswachstum und einem Anstieg der Erlöse auf 173 Mrd. Euro in diesem Jahr fest, weist aber gleichzeitig auf große Unsicherheiten hin. Der Konjunkturzyklus sei heute politikabhängig wie selten zuvor und die Liste der Risiken lang. Mit stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen müssten die Regierungen endlich wieder für eine nachhaltige Investitions- und Planungssicherheit sorgen. Dies betreffe die Energiewende in Deutschland genauso wie die Schuldenkrise im Euroraum, den Budgetstreit in den USA oder den Reformstau in China. Die größeren Impulse erwartet der ZVEI dieses Jahr erneut aus dem Ausland, vor allem wieder aus den Schwellenländern, aber auch aus den sich re-industrialisierenden USA. Bei der Beschäftigung, deren Zahl im Inland sich aktuell auf 839 Tsd. beläuft, rechnet der ZVEI 2013 mit einer stabilen Entwicklung. Mehr als ein Fünftel der Branchenbeschäftigten sind Ingenieure, weitere drei Fünftel Fachkräfte. Die Hälfte der Elektrofirmen spürt weiterhin den Fachkräftemangel. Die deutsche Elektroindustrie hat 2012 8,7 Mrd. Euro in Anlagen investiert und 13,5 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Acht von zehn Unternehmen bringen regelmäßig Innovationen hervor. 40 Cent jedes in der Branche umgesetzten Euro werden mit Neuheiten erlöst. Und jede dritte Innovation im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt erfährt ihren originären Anstoß durch die Elektrobranche. „Aufgrund dieser Innovationsstärke ist die deutsche Elektroindustrie Vorreiter beim Thema Industrie 4.0 bzw. Integrated Industry“, so Loh. Indem die Branche die vierte industrielle Revolution hin zur intelligent vernetzten Produktion wesentlich mit vorantreibe, trage sie maßgeblich zur Sicherung und zum Ausbau der volkswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. „Mit einer steuerlichen Forschungsförderung sollte die Politik die F&E-Anstrengungen der Unternehmen, die schließlich die Grundlage für Wachstum und Wohlstand sind, unterstützen“, verlangte Loh.
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-1