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© solstudio dreamstime.com Komponenten | 05 April 2013

Installationsbetriebe sind gegen Strafzölle

Installationsbetriebe sprechen sich mehrheitlich gegen Strafmaßnahmen und Schutzzölle aus. Bei Einführung einer solchen Regelung wollen sie ihr Sortiment anpassen, da auch europäische Produkte mit chinesischen Komponenten betroffen wären.

Seit März müssen die Importe chinesischer Photovoltaik-Hersteller bei den EU-Behörden registriert werden. Dies betrifft chinesische Hersteller von kristallinen PV-Modulen, Wafern und Zellen. Im Juni, so vermuten Experten, wird die EU-Kommission über die Erhebung von möglichen Schutzzöllen, den sogenannten Anti-Dumpingzöllen, vorläufig entscheiden. In einer Blitzumfrage unter rund 120 europäischen Installateuren analysiert der Markt- und Meinungsforscher EuPD Research die Notwendigkeit und Akzeptanz von Schutzzöllen auf Solarkomponenten. Während bezüglich der Stimmungslage bei den Projektierer und Anlagenbauern in dieser Frage bereits etliche Informationen gesammelt wurden, widmet sich EuPD Research nun der Gruppe kleinerer Handwerksbetriebe. „Im Zuge der aktuellen Befragung zeigt sich, dass sich eine Mehrzahl der befragten Installationsbetriebe ausdrücklich gegen solche Strafmaßnahmen positioniert“, erklärt Dr. Thomas Olbrecht, Head of Sales beim Marktforscher EuPD Research. „Zu den häufigsten Argumenten der Installateure zählt schlicht „die Gefährdung des eigenen Geschäftsmodells“ sowie „generell steigende Preise“ aufgrund der diskutierten Schutzzölle. Viele Installateure fürchten zudem, dass auch europäische Produkte aufgrund ihrer chinesischen Zulieferer von Strafmaßnahmen betroffen sein könnten“, so Olbrecht weiter. Bei einer europaweiten Einführung von Schutzzöllen wollen Betriebe mit chinesischen Produkten im Portfolio chinesische Produkte nur noch über den Handel beziehen, um so das Risiko rückwirkender Zahlungen zu minimieren. Einige Installateure mit chinesischem Produktportfolio erwägen auch einen Wechsel der Anbieter und würden dann europäischen Produzenten den Vorzug geben. Wenig verwunderlich: Installateure, die bereits jetzt nur europäische Produzenten im Angebot haben, werden ihr Beschaffungsverhalten zwar nicht ändern, doch in diesen Betrieben will man daraufhin die genauen Produktspezifikationen und die Liste der Zulieferländer genau prüfen, so das Ergebnis der Befragung von EuPD Research.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2