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© daniel schweinert dreamstime.com Komponenten | 11 Februar 2013

Deutsche Bauelemente-Distribution bleibt optimistisch

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemĂ€ĂŸ FBDi e.V.) schrumpft 2012 um 10%. Verbesserte Auftragslage gibt Hoffnung.
Zwar stabilisierte sich die Lage am deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt auch im vierten Quartal 2012 weiter, belegt durch ein 10prozentiges Auftragsplus, doch wie erwartet schlug der schwache Jahresanfang auf das Gesamtergebnis fĂŒr 2012 durch. Das Jahr endete fĂŒr die Branche mit einem Minus von 10%. Die Book-to-Bill-Rate (VerhĂ€ltnis Auftragseingang zu Umsatz) lag im vierten Quartal bei 1,07 und lĂ€sst damit erstmals wieder Hoffnung schöpfen fĂŒr eine positivere Entwicklung in 2013. Der Umsatz der im FBDi gemeldeten Unternehmen lag im vierten Quartal mit 611 Millionen Euro nur noch um 3,9% gegenĂŒber dem Vorjahr zurĂŒck, das Gesamtjahr endete mit 2,76 Milliarden Euro (-10%). Die AuftrĂ€ge wuchsen im abgelaufenen Vierteljahr um 10,2% auf 651 Millionen Euro. Zwar war die Tendenz in allen Produktbereichen zum Jahresende hin wieder fast ausgeglichen, doch ĂŒbers Jahr gesehen ließen die Halbleiter mit einem Minus von ĂŒber 12% am meisten Federn. Unterm Strich blieb ein Gesamtumsatz von 1,91 Milliarden Euro. Etwas "positiver" lief es bei dem Passiven Komponenten mit einem Minus von 7.4% und einem Jahresumsatz von knapp 400 Millionen Euro. Die Elektromechanik schloss 2012 mit -5,7% bei 288 Millionen Euro Umsatz ab. Stromversorgungen verbuchten ein Minus von 4,4% bei einem Umsatz von 55 Millionen Euro. Als einziger Wachstumsmarkt verblieben die Displays mit einem Jahresplus von 15% bei 80 Millionen Euro Umsatz. Die Umsatzverteilung zwischen den Komponentengruppen blieb gleich: der Halbleiteranteil am FBDi-Total lag im ersten Halbjahr bei 69%, die Passiven bei 14%, Elektromechanik bei 11%, Displays bei 3% und Stromversorgungen bei 2%. Die Schwankungsbreite bewegt sich im ĂŒblichen konjunkturellen Rahmen. FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger (Avnet): "Wie bereits das ganze Jahr vorhergesagt, landete die deutsche Distribution wieder ziemlich genau auf dem Umsatzniveau von 2010. Dass sich das Ausnahmejahr 2011 nicht wiederholen lĂ€sst, war allen Marktteilnehmern spĂ€testens nach dem ersten Quartal klar. Die Frage nach den Ursachen erĂŒbrigt sich damit, auch wenn Sondereffekte wie die Eurokrise und eine SchwĂ€che im Automobilsektor dazugekommen sind." Wie es 2013 weitergeht, hĂ€ngt nicht allein am deutschen Markt, meint Steinberger: "Dem Auftragsplus und den Berichten ĂŒber einen wieder erstarkenden Export deutscher Unternehmen stehen hohe LagerbestĂ€nde bei manchen Herstellern und eine generelle Trendwende im PC-Markt gegenĂŒber. Mit dem hat die deutsche Industrie und damit auch die Bauelemente-Distribution zwar nichts zu tun, aber die Auswirkungen reichen weit ĂŒber seine Grenzen hinaus in Form von Preisen und VerfĂŒgbarkeit, und das sowohl positiv als auch negativ." Als Indiz dafĂŒr wertet Steinberger, dass laut World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) die StĂŒckzahlverkĂ€ufe fĂŒr Halbleiter, die in den Industriemarkt gingen, bis einschließlich November 2012 weltweit deutlich ĂŒber dem Rekordjahr 2011 lagen. Steinberger: "Der FBDi bleibt allen Unkenrufen zum Trotz fĂŒr 2013 optimistisch und setzt auf ein leichtes Wachstum. Das Potential der deutschen Industrie ist im europĂ€ischen und internationalen Vergleich ganz hervorragend." Dieser Optimismus drĂŒckt sich nicht zuletzt im FBDi-GeschĂ€ftsklimaindex (orientiert am Schulnotensystem) aus, der im abgelaufenen Quartal auf 3,16 kletterte und lĂ€ngerfristig mit 2,67 (statt 2,81) zu Buche steht. ----- Der FBDi GeschĂ€ftsklimaindex umfasst Auftragsbestand, Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis und wird jedes Quartal anonym erhoben.
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