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Komponenten | 27 Februar 2012

Deutsche Distributoren sehen Lichtblicke für 2012

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) schrumpft auch im vierten Quartal. Auftragseingänge verzeichnen Trendumkehr. Gesamtjahr 2011 mehr als zufriedenstellend.

Der Abschwung im deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt beschleunigte sich auch im vierten Quartal 2011. Der Umsatz sank um 9.3% auf 610 Millionen Euro, der Auftragseingang ging um 22% auf 565 Millionen Euro zurück. Allerdings konnte sich die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) mit 0.93 leicht erholen, eine Tendenz, die sich auch im laufenden Quartal weiter fortsetzt. Insgesamt endete 2011 mit einen durchaus zufriedenstellenden Ergebnis für die Bauelemente-Distributoren. Durch das stürmische erste Halbjahr konnte der Abschwung der zweiten Periode mehr als ausgeglichen werden. Insgesamt setzten die FBDi-Mitglieder (ca. 80% des Gesamtmarktes) 2.97 Milliarden Euro um, was einem Zuwachst von fast 10% entspricht. Die Umsatzverteilung nach Produktsegmenten blieb über den Jahresverlauf recht stabil. Halbleiter repräsentieren 73% des Marktes oder 2.2 Milliarden Euro, Passive Komponenten 12% (350 Millionen Euro), elektromechanische Bauelemente 10% (290 Millionen Euro), der Rest verteilt sich auf Stromversorgungen, Displays, Sensoren und andere Produkte. FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger (Avnet): „Leider war die zweite Jahreshälfte 2011 deutlich schlechter als erhofft, deshalb wuchs der Markt insgesamt nur um 10% und schrammte knapp an der 3-Milliarden-Euro-Rekordmarke vorbei. Die Marktabschwächung war hauptsächlich der stürmischen Entwicklung bis zum Frühjahr geschuldet, auf diesem Niveau konnte es kaum weitergehen. Wir gehen davon aus, dass wir wieder auf einem normalen Niveau angelangt sind.“ Der FBDI bewertet die Entwicklung für 2012 angesichts des Rekordniveaus von 2011 bestenfalls als vorsichtig optimistisch. Steinberger: “Die ersten sechs Monate werden sicher ein negatives Vorzeichen haben, trotz steigendem Auftragsvolumen.“ Der FBDi-Geschäftsklimaindex (nach Schulnotensystem) für Q1/2012 schwächte sich zwar weiter ab auf 3.12 (von 2.82 im letzten Quartal). Langfristig sollte sich die Lage aber wieder bessern, was sich im Index mit einem Wert von 2.64 ausdrückt. FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger: “Die überwiegend mittelständisch orientierte deutsche High-Tech-Industrie scheint sich sehr erfolgreich gegen die allgemeine Krise in Europa zu wehren und weiterhin neue Absatzmöglichkeiten im außereuropäischen Ausland erschließen zu können. Wir gehen davon aus, dass auch die deutschen Bauelemente-Distributoren davon profitieren werden, denn das sind genau unsere Kunden.“
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