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Komponenten | 14 Februar 2012

Qimonda-Insolvenzverwalter beziffert erstmals Forderung gegen Infineon

Der Insolvenzverwalter ├╝ber das Verm├Âgen der Qimonda AG hat beim Landgericht M├╝nchen I im Rahmen des Rechtsstreits ├╝ber die angebliche wirtschaftliche Neugr├╝ndung der Qimonda AG einen Zahlungsantrag gestellt.
Diesen Antrag hat er zus├Ątzlich zu seiner unbezifferten Feststellungsklage (siehe Presseinformation von Infineon vom 2. Dezember 2010) eingereicht. Seinen angeblichen Anspruch aus wirtschaftlicher Neugr├╝ndung beziffert der Insolvenzverwalter mit mindestens 1,71 Milliarden Euro zzgl. Zinsen. Au├čerdem st├╝tzt er einen wesentlichen Teil seiner angeblichen Zahlungsanspr├╝che zus├Ątzlich auf die sogenannte Differenzhaftung. Der Insolvenzverwalter behauptet, dass der Wert des Speichergesch├Ąfts, der im Rahmen von zwei Kapitalerh├Âhungen im Fr├╝hjahr 2006 in die Qimonda AG als Sacheinlage eingebracht wurde, nicht den Ausgabebetrag der hierf├╝r ausgegebenen neuen Aktien von insgesamt 600 Millionen Euro erreicht habe und sogar negativ sei. Der Gesch├Ąftsbericht 2011 von Infineon weist darauf hin, dass der Insolvenzverwalter die Anspr├╝che aus Differenzhaftung schon im August 2011 unbeziffert au├čergerichtlich geltend gemacht hat (S. 235). Wie schon in der Presseinformation vom 2. Dezember 2010 gemeldet, h├Ąlt Infineon Anspr├╝che aus angeblicher wirtschaftlicher Neugr├╝ndung f├╝r nicht gegeben. Die Behauptungen des Insolvenzverwalters zur angeblichen Differenzhaftung stehen im Widerspruch zu zwei Wertgutachten, die in Vorbereitung der Kapitalerh├Âhungen von zwei unabh├Ąngigen Wirtschaftspr├╝fungsgesellschaften angefertigt wurden; und zwar von einer Wirtschaftspr├╝fungsgesellschaft im Auftrag von Infineon und von einer anderen Wirtschaftspr├╝fungsgesellschaft als gerichtlich bestelltem Sacheinlage- und Nachgr├╝ndungspr├╝fer. In ihrem Wertgutachten kommt die von Infineon beauftragte Wirtschaftspr├╝fungsgesellschaft zu dem Ergebnis, dass der Wert des eingebrachten Speichergesch├Ąfts den Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches ├╝berstieg. Die gerichtlich bestellte Sacheinlage- und Nachgr├╝ndungspr├╝ferin hat dem Gericht best├Ątigt, dass der geringste Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien durch den Wert der Sacheinlagen gedeckt sei, worauf die Kapitalerh├Âhungen durch das Registergericht im Handelsregister eingetragen wurden. Infineon hat die Werthaltigkeit der Sacheinlage in Zusammenarbeit mit unabh├Ąngigen Wirtschaftspr├╝fern nochmals eingehend gepr├╝ft, wird sich gegen die geltend gemachten Anspr├╝che weiterhin energisch zu Wehr setzen und bleibt hinsichtlich des Ausgangs dieses Rechtsstreits zuversichtlich.
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