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Bauelemente-Distribution in Deutschland auf Rekordkurs

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) wächst im dritten Quartal um 54%. Auftragseingang bleibt auf extrem hohem Niveau – Book-to-Bill-Rate bei 1,12.

08. November 2010, 07:20
Ein Abflachen des Wachstums im deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt war auch im Sommerquartal nicht zu spüren. Der Umsatz kletterte um 54% auf ein Rekordniveau von 727 Millionen Euro, der Auftragseingang gar um 62% auf 816 Millionen Euro. Die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Aufträge zu Umsatz) bleibt mit 1,12 auf sehr hohem Niveau, gemessen an einer deutlich höheren Umsatzbasis als in Q2.

Bei der Umsatzverteilung blieb alles beim Alten: Halbleiter stellen mit knapp 73% den Löwenanteil des Marktes. Passive Komponenten kamen auf einen Anteil von 13%, die Elektromechanik auf 9%, Stromversorgungen auf 2,0% und Displays ebenfalls auf 2%. Das stärkste Wachstum verzeichneten Halbleiter (61% plus), gefolgt von den Elektromechanischen Bauteilen (35%) und den Passiven Komponenten (34%). Die Displays wuchsen um 48%, Stromversorgungen (inklusive Batterien und Akkus) um 34%.

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Das Gesamtjahr 2010 verspricht alle Rekorde zu brechen. Nach 3 Quartalen sind die Umsätze von 2009 bereits überschritten, die Prognose geht von knapp 50% Wachstum gegenüber 2009 aus. Nebenwirkungen wie Knappheit relativieren sich langsam. Für 2011 sieht die Lage entspannter aus. Manche Hersteller sehen vor allem in der Halbleiterindustrie nach wie vor Investitionslücken.

FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet EM): „Wer hätte das vor eineinhalb Jahren gedacht? Da Rekordjahr 2010 wird Geschichte schreiben, so ein rasantes Wachstum kann es nach menschlichem Ermessen so schnell nicht mehr geben. Die Distribution, die auf jeden Fall überdurchschnittlich gewachsen ist, sollte ihren Anteil am Gesamtmarkt weiter ausbauen können. Die Tatsache, dass vor allem Design-intensive Technologien überproportional gewachsen sind, bedeutet, dass die Distribution ihrem eigenen technischen Anspruch immer mehr gerecht wird.“

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Über die mögliche Zukunft des Komponentenmarktes meint Steinberger weiter: „Wir gehen davon aus, dass sich der deutsche und europäische Markt mehr und mehr zu einem Distributionsmarkt entwickeln und auch die nächsten Jahre überproportionale Wachstumsraten (wenn auch auf bescheidenerem Niveau als 2010) zu erzielen sind. Den Unterschied wird dabei zweifellos die bessere Beratungs- und Betreuungsqualität machen.“

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