Elektroindustrie erhöht Wachstumsprognose
Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie erhöht seine Wachstumsprognose für 2010. Statt der bislang erwarteten 5% wird jetzt ein Anstieg der deutschen Elektroproduktion um 8% vorhergesagt.
"Nachdem der Branchenumsatz 2009 um ein Fünftel von 182 Mrd. auf EUR 145 Mrd. gesunken ist, nähert er sich in diesem Jahr wieder der Marke von EUR 160 Mrd.", sagte der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung, Dr. Klaus Mittelbach. "Wenn das jetzige Tempo anhält, dürfte damit Ende 2010 bereits ein Drittel des letztjährigen Verlustes aufgeholt sein." Die vollständige Rückkehr auf das Vorkrisen-Niveau könnte so deutlich schneller vollzogen sein, als bislang mit bis zu 7 Jahren Dauer geschätzt.
Ein wesentlicher Treiber ist der starke Export, der sich im ersten Halbjahr deulich kräftiger als erwartet erholt hat. "Die Elektroausfuhren lagen im Juni erstmals wieder höher als vor der Krise", sagte Dr. Mittelbach. Die Kapazitätsauslastung der Elektrounternehmen ist im Juli auf 86% gestiegen und liegt wieder über dem langjährigen Durchschnitt von 83%.
Die Zahl der Kurzarbeiter ist von 156'000 beim Höhepunkt der Krise auf zuletzt 58'000 gesunken und dürfte sich bis Ende des Jahres weiter deutlich reduzieren. Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie ist derzeit so gut wie seit Sommer 2007 nicht mehr.
Strukturelle Wachstumsimpulse erwartet die Elektroindustrie insbesondere durch die weltweit steigenden Anforderungen an mehr Energieeffizienz, durch Elektromobilität, durch die auch dafür nötigen Investitionen in intelligente Stromnetze, den steigenden Bedarf an moderner Infrastruktur, die Notwendigkeit des Einsatzes von mehr Medizintechnik angesichts der alternden Bevölkerung in vielen Ländern und durch die Ausbreitung der Elektrotechnik und Elektronik in fast allen Lebensbereichen - etwa bei der Heimvernetzung.
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