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Elektronikproduktion | 23 April 2010

Metz-Werke modernisieren SMT-Fertigung mit Siplace SX

„Made in Germany“ - die Metz-Werke fertigen ihre bekannten Fernseher und die Blitzgeräte ausschließlich am fränkischen Stammsitz Zirndorf. Der mittelständische Premiumhersteller kann sich erfolgreich gegen den fernöstlich dominierten Wettbewerb behaupten.
Für seine kommende TV-Gerätegeneration modernisiert Metz jetzt seine Elektronikfertigung und investiert in eine neue Siplace SMT-Linie.

"Wir fokussieren uns auf das Premiumsegment und bedienen Kunden, die einen hohen Wert auf Qualität, technische Innovationen, einfache Bedienung und umfassenden Service legen. Um Ideen schnell in innovative Produkte umzusetzen, vertrauen wir auf kurze Wege zwischen Entwicklung und Produktion – und auf den Standort Deutschland", beschreibt Thomas Hey, Leiter Unternehmenskommunikation, die Markenstrategie von Metz.

Das Unternehmen 2009 einen Umsatz von über EUR 130 Millionen und beschäftigt derzeit über 670 Mitarbeiter, davon allein 95 in der Produktentwicklung. Dem Wettbewerbs- und Kostendruck der Massenfertiger in Fernost setzt man bei Metz intelligente Produkt- und Fertigungskonzepte entgegen. "Wir sind der einzige Hersteller, der für seine TV-Geräte Upgrades anbietet. Dazu tauschen die Techniker unserer Fachhandelspartner einfach nur Module im Gerät aus. So können beispielsweise Kunden, die umziehen und ihre Programme anschließend nicht mehr via Satellit sondern nur noch über Kabel empfangen, ihren Metz-Fernseher einfach behalten – der interne Sat-Receiver wird nur gegen einen Kabel-Empfangsteil ausgetauscht", erläutert Manfred Billenstein, Geschäftsführer Technik bei Metz.

Neue Produktgeneration erfordert Modernisierung der Elektronikfertigung
Ständig auf der Suche nach Innovationen und Verbesserungsmöglichkeiten begannen Manfred Billenstein und seine Mitarbeiter anlässlich der für 2010 geplanten Einführung der neuesten Gerätegeneration über eine Optimierung der Fertigung nachzudenken.

"Bisher haben wir einen Teil der Elektronikfertigung an ein nahegelegenes EMS-Unternehmen ausgelagert. Einen anderen Teil erledigen wir selbst. Unsere Berechnungen zur neuen TVGerätegeneration zeigten uns aber deutlich, dass wir mit einer eigenen Produktion langfristig besser fahren würden", erläutert Billenstein.

Darüber hinaus versprach sich Metz durch die interne Elektronikfertigung eine nochmals beschleunigte Übernahme von Produktinnovationen, Qualitätsverbesserungen sowie mehr Flexibilität und Unabhängigkeit.

So begann Metz mit der Evaluation verschiedener Hersteller und Maschinen – als mittelständischer, inhabergeführter Betrieb achtete man dabei streng auf die Kosten. "Metz hat viel Erfahrung in der Fertigung. Unsere Mitarbeiter wissen, dass der größte Hebel bei den Prozesskosten liegt“, betont Manfred Billenstein. So rückten Faktoren wie Bestückqualität, Durchsatz, Skalierbarkeit und die Fähigkeit sowohl 0201-Bauteile wie auch große Ball Grid Arrays (BGA) mit hoher Zuverlässigkeit zu bestücken in den Mittelpunkt der Evaluation.

"Unsere Siplace SX-Linie besteht aus vier Siplace SX1 und bietet heute genau die Leistung, die wir für die Produktion brauchen. Gleichzeitig lässt sich die Siplace SXProduktionslinie über ihre Wechselportale problemlos steigenden Kapazitäts-Anforderungen anpassen, ohne dass wir das Linienlayout verändern oder weitere Investitionen in andere
Maschinen oder mehr Standfläche tätigen müssen. Das heißt, auch für die Zukunft sind wir mit dem intelligenten SIPLACE Capactiy-on-Demand-Konzept bestens gerüstet", begründet Karl-Heinz Limbeck, Produktionsleitung ELW bei Metz, die Entscheidung.

Und so nahm man die neue Linie zum Anlass den SMT-Fertigungsbereich in Zirndorf umfassend zu modernisieren. Die alte Linie mit Siplace Maschinen der Serien HF und HS-50, bisher im Dreischichtbetrieb für die Fertigung, wurde umgestellt und dient künftig – zusätzlich zu den flexibleren Arbeitszeit- und Schichtmodellen – als kurzfristige
Flexibilitätsreserve sowie als Sonder- und Pufferlinie.

Parallel zu dieser Linie wurden die vier Siplace SX aufgestellt. Die Bestückautomaten sollen im neuen Fertigungskonzept die Hauptlast der Produktion tragen und im Dreischichtbetrieb die Leiterplatten sowohl für die Blitzgeräte wie für die Fernseher bestücken.

Schon für die TV-Produkte werden auf der Siplace SX-Linie pro Jahr etwa 300 Millionen Bauteile bestückt werden. Das neue, große TV-Basisboard allein hat etwa 2.800 Bauteile – vom kleinen 0201-Standard bis hin zu großen Sonderbauteilen und Steckverbindungen.

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