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Elektronikproduktion | 22 April 2010

F&E: Exportwachstum durch forschungsintensive Güter

Die Ausrichtung Deutschlands auf wissens- und forschungsintensive Sektoren dürfte für den Weg aus der Krise von entscheidender Bedeutung sein.
Deutschland mit seiner starken Spezialisierung auf die Herstellung von Industriegütern wurde im vergangenen Jahr besonders hart von der weltweiten Rezession getroffen. Einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge spricht das technologieintensive Produktportfolio der hiesigen Industrie aber dafür, dass Deutschland gestärkt aus der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgehen könnte.

In keinem anderen der betrachteten Länder (EU-Länder, USA und Japan) ist die Ausrichtung der Produktion auf forschungsintensive Güter so stark wie hierzulande. Die deutsche Elektroindustrie hat gegenüber ihren wichtigsten globalen Wettbewerbern u. a. in den Bereichen Medizintechnik, Nachrichtentechnik sowie Messtechnik und Prozessautomatisierung ihre Spitzenposition in den vergangenen Jahren ausgebaut.

Wesentliche Grundlage für die Erfolge der Firmen ist neben überzeugenden Produkten auch die im internationalen Vergleich effizientere Produktionsweise. Die Ausrichtung der Produktion auf wissens- und forschungsintensive Sektoren ist für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von großer Bedeutung. Fasst man die Anteile der forschungsintensiven Industriebranchen an der Wertschöpfung zusammen, liegt Deutschland im Vergleich zu den anderen entwickelten Ländern an der Spitze.

Das war nicht immer der Fall, die USA konnten hier noch bis zum Jahr 2000 die führende Position einnehmen. Deutschland verbesserte seine Position vor allem aufgrund des ohnehin hohen und noch weiter gewachsenen Anteils hochwertiger Technologien. Eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik gab es vor allem in der Elektroindustrie, etwa bei den Spitzentechnologiebranchen der Medizintechnik, der Messtechnik- und Prozessautomatisierung sowie der Nachrichtentechnik.

Als Indikator der Wettbewerbsposition Deutschlands in den verschiedenen Bereichen forschungs- und wissensintensiver Güter werden die Anteile an der Gesamtproduktion in allen betrachteten Ländern herangezogen. Die Veränderungen dieser Marktanteile zeigen, dass nahezu alle Sektoren der Hoch- und Spitzentechnologie in Deutschland sehr erfolgreich waren.

Im Segment der Spitzentechnologien erzielten erneut eben die Medizintechnik, die Messtechnik- und Prozessautomatisierung sowie die Nachrichtentechnik die höchsten Anteilsgewinne. Insgesamt ist Deutschland in den forschungsintensiven Industrien nicht, wie zuweilen angenommen, auf wenige exportstarke Bereiche konzentriert. Vielmehr ist sie mit einem breiten Produktspektrum auf den internationalen Märkten sehr erfolgreich.

Zusätzliche Marktanteile bei forschungsintensiven Industrien haben auch die neuen osteuropäischen Mitgliedstaaten der EU gewonnen. Die Zuwächse sind allerdings deutlich niedriger als die Deutschlands. Große Marktanteilsverluste haben dagegen die USA und Japan erlitten. Erfasst von diesen Rückgängen wurden fast alle Branchen. Dem Abwärtstrend entziehen konnten sich in den USA lediglich die Chemie- und Pharmaindustrie, in Japan der Straßenfahrzeugbau und die Nachrichtentechnik.

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