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Elektronikproduktion | 09 April 2010

VDMA: NRW nicht so hart getroffen wie erwartet

„Krise hat die Maschinenbauer in NRW nicht so hart getroffen wie erwartet“, teilte Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender des Vorstandes des VDMA Nordrhein-Westfalen mit.
Umsatzrückgang in 2009 auf EUR 36,3 Milliarden
Wegen der in Teilbereichen massiven Stornierungen bereits erteilter Aufträge schlugen die Orderrückgänge sehr zeitnah auf die Maschinenproduktion und den Umsatz durch. Der nordrhein-westfälische Maschinenbau musste 2009 einen Umsatzrückgang von real 19,1% verkraften.

Damit lag NRW jedoch deutlich besser als der Bundesdurchschnitt (minus 24,4%). Positiv hat sich ausgewirkt, dass der Maschinenbau in Nordrhein-Westfalen nicht so stark in die Automobilindustrie liefert und zahlreiche Anlagenbauer mit langen Auftragsdurchlaufzeiten besitzt. Der Umsatz sank von EUR 43,8 Mrd. auf EUR 36,3 Mrd.

Branche in NRW hat rund 8.700 Stellen abgebaut
„Gemessen am Umsatzrückgang ist der Rückgang der Stammbelegschaft dank Reduktion von Zeitarbeit, Kurzarbeit und betriebsindividueller Maßnahmen in 2009 noch vergleichsweise moderat ausgefallen", betonte Festge. Die Zahl der Beschäftigten sank im Verlauf des Jahres 2009 um ca. 8.700 oder 4,4% auf einen Dezemberstand von rd. 189.000 Mitarbeitern.

Exporte sanken 2009 auf EUR 20,4 Milliarden
Der Auslandsumsatz sank real 21,9% auf EUR 20,4 Milliarden. Die VR China hat in 2009 ihre Stellung als wichtigster Absatzmarkt mit einem Exportvolumen von EUR 2,8 Mrd. 2009 deutlich ausgebaut, gefolgt von den Vereinigten Staaten mit Ausfuhren von EUR 1,7 Mrd. Indien als stark wachsender Zukunftsmarkt befindet sich mittlerweile in den Top 10 der größten Abnehmerländer von Maschinen aus NRW mit einem Exportvolumen von EUR 838 Mio.

Ausblick 2010: Konsolidierung auf niedrigem Niveau
Nach einem wenig erfreulichen Januar 2010 knüpften die Bestellungen nordrhein-westfälischer Maschinenbauerzeugnisse im Februar wieder an der Aufwärtsbewegung der Vormonate an und lagen 30% über dem Vorjahresniveau. Vor allem aus dem Ausland - das 36% zulegen konnte - kamen positive Impulse. Auch die Inlandsbestellungen wuchsen mit 18% kräftig. „Dieses erste Plus darf jedoch nicht davon ablenken, dass wir uns weiterhin auf sehr niedrigem Niveau bewegen", so der VDMA-Vorsitzende.


Diese Grafik hat eine Zoom-Funktion.

Für das Gesamtjahr 2010 geht der VDMA davon aus, dass der Maschinenbau in NRW in Summe das Produktions- und Umsatzvolumen des Jahres 2009 in etwa halten kann.

VDMA fordert von der Politik eine Konsolidierung mit Augenmaß
Die Schuldenbremse, die ab 2011 wirken wird, bewirkt massive Veränderungen in der Haushaltspolitik. Die Wege zu einer Konsolidierung, die als dringend notwendig angesehen wird, sind: Ausgaben kürzen, Einnahmen steigern und Wachstum stimulieren.

Der VDMA fordert, dass bei der Kürzung von Finanzhilfen und Steuervergünstigungen ein intelligenter Subventionsabbau stattfinden muss. Damit der Standort wettbewerbsfähig bleibt, muss in Zukunftsfelder, wie beispielsweise Bildung und Forschung, gegebenenfalls sogar mehr investiert werden.

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