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Elektronikproduktion | 01 April 2010

Solon mit Umsatzrückgang von 57% in 2009

Die Berliner Solon hat in ihrem Geschäftsbericht 2009 die am 23. Februar veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt. Zugleich hat sich das Unternehmen mit den Banken hinsichtlich aller wesentlichen Bedingungen über die Neustrukturierung der Konzernfinanzierung verständigt.
Der Konzernumsatz erreichte EUR 354,4 Mio., ein Rückgang gegenüber dem außerordentlich starken Vorjahr um 57% (Vorjahr: EUR 815,1 Mio.). Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel ein Verlust in Höhe von EUR 199,0 Mio. an (2008: Gewinn in Höhe von EUR 57,7 Mio.).

Das Konzernergebnis nach Minderheiten betrug EUR minus 271,6 Mio. (2008: EUR 32,7 Mio.). Das Ergebnis pro Aktie sank auf EUR minus 21,68 (2008: EUR 2,61). EBIT und Nettoergebnis waren in hohem Maße durch Einmaleffekte in Höhe von EUR 128,2 Mio. belastet. Diese resultierten aus Wertberichtigungen auf Finanzanlagen, Beteiligungen und Darlehen, aus der Abwertung auf das Estelux-Projekt sowie aus der außerplanmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert.

Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis nach Minderheiten betrug EUR minus 143,4 Mio. (2008: EUR 30,9 Mio.). Dies entspricht einem bereinigten Ergebnis je Aktie von EUR minus 11,45 (2008: EUR 2,46). Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein positiver operativer Cashflow in Höhe von EUR 93,1 Mio. erwirtschaftet.

Auf den Bereich Komponenten entfielen 2009 72% der Konzernumsätze (2008: 45%), der Anteil des Segments Systemtechnik ging auf 28 zurück (2008: 55 %). Rund 52% der Konzernumsätze wurden 2009 in Deutschland erzielt. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2009 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 132 MWp produziert, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 25% (2008: 176 MWp).

Der Solon-Konzern unterhält fünf Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, Italien und USA. Die Zahl der Mitarbeiter an allen Konzernstandorten lag zum Jahresende bei 901.

In den Verhandlungen mit den Banken zur Neustrukturierung der mittelfristigen Konzernfinanzierung konnte inzwischen Einvernehmen über alle wesentlichen Bedingungen erzielt werden. Der vorgesehene syndizierte Kredit unter Führung der Deutsche Bank AG umfasst Zusagen für Bar- sowie Avalkreditlinien im Gesamtumfang von EUR 275 Mio. sowie eine kombinierte 80%ige Ausfallbürgschaft des Bundes und der Länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auf einen Teilkreditbetrag in Höhe von EUR 146 Mio.

"Dies zeigt, dass die Banken bereit sind, der SolonS SE auch unverbürgte Fremdmittel in nennenswertem Umfang zur Verfügung zu stellen", kommentierte Frau Simone Prüfer, CFO. Die Vereinbarung, an der neben dem Konsortialführer sieben weitere deutsche Kreditinstitute beteiligt sind, soll eine Laufzeit bis Ende 2011 haben.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit einem starken Anziehen der weltweiten Nachfrage nach Solartechnik bei einem langsameren Rückgang der Verkaufspreise als im zurückliegenden Jahr. Die nun erreichte Absicherung der Konzernfinanzierung verbessert die Position des Unternehmens gegenüber Lieferanten und Kunden deutlich und bildet die Grundlage für die angestrebte Rückkehr zu einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich sowie für das Erreichen eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses.

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2017.11.14 20:30 V8.8.9-1