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IPC: Auch Wissenschaft sollte bei Überarbeitung von RoHS gehört werden

Die IPC—Association Connecting Electronics Industries—drängt die EU-Staats- und Regierungschefs auch wissenschaftliche Ergebnisse bei der Überarbeitung der RoHS-Richtlinie zu berücksichtigen.

18. März 2010, 12:32
Das neue Whitepaper Recasting the RoHS Directive: An Opportunity to Solidify its Scientific Basis in Support of Comprehensive Environmental Regulation, fordert von den Mitgliedern des Europarates und des Europäischen Parlaments, dass die überarbeitete RoHS-Richtlinie wissenschaftlich fundiert und mit der REACH-Richtlinie koordiniert wird.

Von größter Bedeutung für die Elektronik-Industrie ist eine Änderung—vom Europa-Parlament vorgeschlagen—, welche ein Verbot aller bromierten und chlorierten Flammschutzmitteln, von Polyvinylchlorid (PVC), von chlorierten Weichmachern und von drei Phthalaten vorsieht. Diese Änderung würde die wissenschaftliche Grundlage der RoHS-Richtlinie schwächen und in direktem Widerspruch zur REACH-Verordnung stehen, schreibt der IPC.

Gemäss dieser vorgeschlagenen Änderung, würde Tetrabromobisphenol-A (TBBPA)—ein in der Leiterplatten-Industrie weit verbreitetes bromiertes Flammschutzmittel—in der überarbeiteten RoHS-Richtlinie verboten werden. Dies wäre jedoch ein Widerspruch zur REACH-Verordnung. Mehrere wissenschaftliche Studien (einschließlich eines umfassenden EU-Risk Assessment) befanden, dass TBBPA für die menschliche Gesundheit und die Umwelt unbedenklich ist.

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