FBDi: in 12 Monaten vom Rekordminus zum Rekordplus?
Die Trendwende, die sich für den deutschen Bauelemente-Distributionsmarkt schon im dritten Quartal 2009 andeutete, verfestigte sich im Zeitraum Oktober bis Dezember 2009 weiter.
Mit minus 14,1% reduzierte sich der Umsatz gegenüber 2009 zwar weiter deutlich, blieb aber weit entfernt von den minus 30% des Q2/2009. €455 Million Gesamtumsatz konnten die im FBDi organisierten Distributoren im vierten Quartal 2009 erwirtschaften, das ist fast gleichauf mit Q3/2009. Ingesamt legte die Branche mit minus 24% über das gesamte Jahr und einem Umsatz von €1,82 Milliarden ein katastrophales Ergebnis vor, das nur mit dem Einbruch von 2001/2002 und dem Speicherdebakel von Anfang der 80er Jahre zu vergleichen ist.
Im Vergleich zum Rekordjahr 2007 hat die Branche damit rund 29% Umsatz verloren, Q4/2009 verglichen zum Rekordquartal Q1/2007 sogar 37%. An der grundsätzlichen Datenstruktur des FBDi-Reports hat sich seit der Gründung so gut wie nichts geändert, die Umsatzverteilung zwischen Halbleitern (70%), Passiven Komponenten (15%), Elektromechanik (12%) und anderen Komponenten (3%) blieb nahezu gleich.

Diese Grafik hat eine Zoom-Funktion.
Die Tendenzwende scheint allerdings im 4. Quartal erreicht: Genauso rasant wie es die letzten 4 Quartale nach unten ging, scheint sich der Trend derzeit in die andere Richtung zu drehen. Mit 1,26 war die Book-to-Bill-Rate in Q4/2009 allokationsverdächtig hoch. Und es sieht so aus, dass sich die Lage in Q1/2010 noch erheblich zuspitzt, allerdings bereits auf einem deutlich höheren Umsatzniveau als im letzten Quartal. Das Ergebnis dieser Trendänderung lautet: 2010 startet fulminant und schwingt direkt von der Depression in die Allokation.
FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet): "Ursprünglich waren wir bei der noch sanften Entspannung im dritten Quartal eher von einer Lagerkorrektur bei den Kunden ausgegangen, die von der Komponentenindustrie mit ihren Überkapazitäten (oder schwachen Auslastung) locker aufgefangen werden könnte. Davon kann nach Einschätzung der Sachlage derzeit keine Rede sein. Die Verknappung der Bauteile und Verlängerung der Lieferzeiten quer durch alle Segmente ist signifikant, und zumindest bis Mitte des Jahres ist auch keine Entspannung in Sicht."
Sein Ausblick: „Die derzeitige Entwicklung deutet darauf hin, dass 2010 ein ordentliches Jahr wird, mit einem deutlich zweistelligen ersten Halbjahr - kein Wunder bei einem Referenzjahr wie 2009 - und einer schwer vorherzusagenden weiteren Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Die Liefersituation derzeit ist nicht sehr befriedigend, aber von der Distribution kaum zu beeinflussen. Unsere gute Planung kann die derzeit entstehenden Verwerfungen nur teilweise auffangen."
Im Vergleich zum Rekordjahr 2007 hat die Branche damit rund 29% Umsatz verloren, Q4/2009 verglichen zum Rekordquartal Q1/2007 sogar 37%. An der grundsätzlichen Datenstruktur des FBDi-Reports hat sich seit der Gründung so gut wie nichts geändert, die Umsatzverteilung zwischen Halbleitern (70%), Passiven Komponenten (15%), Elektromechanik (12%) und anderen Komponenten (3%) blieb nahezu gleich.

Diese Grafik hat eine Zoom-Funktion.
Die Tendenzwende scheint allerdings im 4. Quartal erreicht: Genauso rasant wie es die letzten 4 Quartale nach unten ging, scheint sich der Trend derzeit in die andere Richtung zu drehen. Mit 1,26 war die Book-to-Bill-Rate in Q4/2009 allokationsverdächtig hoch. Und es sieht so aus, dass sich die Lage in Q1/2010 noch erheblich zuspitzt, allerdings bereits auf einem deutlich höheren Umsatzniveau als im letzten Quartal. Das Ergebnis dieser Trendänderung lautet: 2010 startet fulminant und schwingt direkt von der Depression in die Allokation.
FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet): "Ursprünglich waren wir bei der noch sanften Entspannung im dritten Quartal eher von einer Lagerkorrektur bei den Kunden ausgegangen, die von der Komponentenindustrie mit ihren Überkapazitäten (oder schwachen Auslastung) locker aufgefangen werden könnte. Davon kann nach Einschätzung der Sachlage derzeit keine Rede sein. Die Verknappung der Bauteile und Verlängerung der Lieferzeiten quer durch alle Segmente ist signifikant, und zumindest bis Mitte des Jahres ist auch keine Entspannung in Sicht."
Sein Ausblick: „Die derzeitige Entwicklung deutet darauf hin, dass 2010 ein ordentliches Jahr wird, mit einem deutlich zweistelligen ersten Halbjahr - kein Wunder bei einem Referenzjahr wie 2009 - und einer schwer vorherzusagenden weiteren Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Die Liefersituation derzeit ist nicht sehr befriedigend, aber von der Distribution kaum zu beeinflussen. Unsere gute Planung kann die derzeit entstehenden Verwerfungen nur teilweise auffangen."
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