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Allgemein | 09 November 2009

Endspurt: Solar-Branche in Mecklenburg - Vorpommern fährt Überstunden

Fallende Preise und der geplante Abbau von Subventionen sorgen derzeit für große Nachfrage nach Solaranlagen. Im nächsten Jahr sinkt die Vergütung für Sonnenstrom.
Sonnenstrom boomt: Ein Preisverfall für Solarsysteme und die Senkung staatlicher Solar-Subventionen sorgen derzeit für einen wahren Run auf Photovoltaik-Anlagen. „Wir produzieren unter Volldampf, um die Aufträge abzuarbeiten“, erklärte die Sprecherin des Solaranlagen-Produzenten Solon, Therese Raatz der Ostsee-Zeitung. Im Greifswalder Solon-Werk müssten die mehr als 200 Mitarbeiter gegenwärtig Sonderschichten fahren.

Hintergrund
Ab kommendem Jahr sinkt die so genannte Einspeisevergütung für Solarstrom um einen Prozentpunkt stärker als ursprünglich vorgesehen. Die Subvention von derzeit bis zu 43 Cent pro Kilowattstunde wird demnach um neun Prozent reduziert (bei Standardanlagen bis zu 100 Kilowatt), für Großanlagen sogar um elf Prozent.
Bundesweit wurden laut Bundesnetzagentur in den vergangenen zwölf Monaten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 2350 Megawatt installiert. Der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angeführte Schwellenwert von 1500 Megawatt sei damit „deutlich überschritten worden“, sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth. In Mecklenburg-Vorpommern wurden den Angaben zufolge seit Januar 2009 Anlagen mit rund 17 Megawatt errichtet (bundesweit: 1470 MW).

Sinkende Hardwarekosten
Neben der reduzierten Einspeisevergütung beflügeln zudem sinkende Kosten für Solaranlagen die Nachfrage. „Viele Kunden haben gewartet, bis die Preise noch weiter fallen“, bestätigt Solon-Sprecherin Therese Raatz. Für 2010 rechnet das Unternehmen, das 40 Prozent des Jahresumsatzes im letzten Quartal realisiert, „mit deutlichem Wachstum“.

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