Lieferungen von Mobiltelefonen kehren im 2Q zu Wachstum zurück
Die weltweiten Lieferungen von Mobiltelefonen stiegen im 2Q um 4,7% (im Vergleich zum 1Q) und erreichten damit den ersten sequentiellen Anstieg für den Markt seit dem 3Q/2008, berichtet iSuppli.
Die weltweiten Lieferungen erreichten im 2. Quartal 265 Millionen Einheiten; verglichen mit 253 Millionen im 1Q.
"Der mäßige Anstieg zeigt, dass der weltweite Markt für Mobiltelefone die Talsohle durchschritten hat und ist nun wieder auf Wachstum umgestellt hat", erklärte Tina Teng, Senior Analyst, Wireless-Communication bei iSuppli. "Ein Großteil des Wachstums wurde durch zwei aufstrebenden Regionen - der Nahe Osten und Lateinamerika - hervorgebracht. Darüber hinaus haben mehrere aggressive Werbekampagnen den Umsatz in Nordamerika gesteigert; mit einem regionalen Anstieg um 8% in diesem Zeitraum."
Dieser Anstieg sind gute Nachrichten für die Industrie - nach rund 9 Monaten eines stetigen Rückgangs. Lieferungen im Q3/2008 gingen um 0,3% zurück; im 4Q um 2,6% und um unglaubliche 16,4% im 1Q/2009. Bis zum 1Q/2009 waren die Lieferzahlen um 58,8 Millionen gefallen (verglichen mit den Lieferzahlen vor dem 2Q/2008 - bevor der Abschwung einsetzte).
Man erwartet, dass die Lieferzahlen im 3Q um 6% auf 280,9 Millionen und im 4Q um 8,3% auf 304,2 Millionen ansteigen werden. Trotz dieses Q-t-Q-Anstiegs, werden die jährlichen Lieferzahlen weiter rückgängig sein - um 9,9% im Jahr 2009. Dabei wird von rund 1,1 Milliarden Einheiten ausgegangen; nach 1,23 Milliarden im Jahr 2008.
"Die weltweite Konjunkturschwäche hatte besonders harte Auswirkungen auf weltweiten Handy-Hersteller; das rückläufige, verfügbare Einkommen hielt die Verbraucher davon ab ‚nicht notwendige’ Produkte - wie etwa neuere Mobiltelefone - zu erwerben", erklärte Tina Teng. "Die Rezession hat acht aufeinander folgende Wachstumsjahre zum Stehen gebracht und wird den ersten Marktrückgang seit 2001 bringen.
Die beigefügte Abbildung zeigt die vorläufige vierteljährliche Schätzung bei den weltweiten Handy-Lieferungen.
Mobiltelefon-Riesen werden größer
Die weltweiten Top5 Hersteller übertreffen die kleineren Anbieter im 2Q bei Weitem, zeigt die vorläufige Schätzung von iSuppli. Die zusammengefassten Lieferzahlen der Top5 stiegen im 2Q um 12,1% (verglichen mit 1Q), während alle anderen Unternehmen einen Rückgang um 18,1% (zusammengefasst) verzeichnen mussten.
Die Leistungen der Top5 Unternehmen variieren jedoch dramatisch - auch wenn die Platzierungen der jeweiligen Unternehmen keine Veränderungen gegenüber dem 1Q aufweisen. Die beste Leistung im 2Q kommt von LG Electronics. LGs Lieferungen stiegen im 2Q auf 29,8 Millionen (ein Anstieg um 31,9% von den 22,6 Millionen für das 1Q) Der Marktanteil des Unternehmens stieg um 2,3 Punkte auf 11,2%.
"LG starke Leistung im 2Q wurde durch den Erfolg in den aufstrebenden Regionen - einschließlich dem Nahen & Mittleren Osten und Afrika - unterstützt", erklärte Tina Teng. "Das Unternehmen hat zudem das Produkt-Portfolio auf wirtschaftlichere Modelle ausgerichtet - einschließlich der neuen Touchscreen-Geräte."
Motorola stoppt Aderlass
Der gebeutelte Mobilriese Motorola war im 2Q in der Lage die Lieferzahlen um 0,7% auf 14,8 Millionen Einheiten zu steigern (gegenüber 14,7 Millionen im 1Q). Während Motorola immer noch hinter den Erwartungen zurückblieb und Marktanteil verlor, brachte dieser Anstieg jedoch das Ende für 3 aufeinander folgenden Quartalen mit Rückgänge bei den Lieferzahlen.
"Motorola konnte endlich dem Rückgang ein Ende setzen - vor allem auf Grund von verbesserten Zahlen in Nord- und Lateinamerika", erläuterte Tina Teng. "Mit dieser Steigerung ist es Motorola gelungen sich den 4. Platz in dieser Top5 zu sichern."
Nokia baut Vorsprung aus
"Die Nummer 1 - Nokia - muss seine marktbeherrschende Stellung seit dem 3Q/2008 verteidigen; nicht zuletzt durch steigenden Wettbewerbsdruck von Samsung. Samsung hat seine Umsatzzahlen in Europa und in den aufstrebenden Märkten weiter ausgebaut", erklärte Tina Teng. "Das Unternehmen muss zudem mit steigender Konkurrenz von Smartphone-Herstellern wie RIM und Apple kämpfen."
Nokia seinen Marktanteil im 2Q um 2,1 Prozentpunkte anheben; mit 103,2 Millionen gelieferten Einheiten.
Samsung Electronics - das Ziel sind 200 Millionen gelieferte Einheiten in diesem Jahr - bleibt weiter auf Kurs. Durch das aktualisierte Produktportfolio konnte das Unternehmen die Lieferzahlen um 14,2% und den Marktanteil um 1,6 Punkte steigern (gegenüber dem 1Q).
Sony Ericsson verzeichnete jedoch einen weiteres enttäuschendes Quartal. "Das Produktportfolio von Sony Ericsson wurde nicht ausreichend auf die zwei am schnellsten wachsenden Segmenten ausgerichtet: Smartphones und Ultra-Low-Cost-Handys", erklärte Tina Teng. Die Lieferzahlen des Unternehmens gingen um 4,8% und der Marktanteil 0,5% zurück (gegenüber dem 1Q).
"Der mäßige Anstieg zeigt, dass der weltweite Markt für Mobiltelefone die Talsohle durchschritten hat und ist nun wieder auf Wachstum umgestellt hat", erklärte Tina Teng, Senior Analyst, Wireless-Communication bei iSuppli. "Ein Großteil des Wachstums wurde durch zwei aufstrebenden Regionen - der Nahe Osten und Lateinamerika - hervorgebracht. Darüber hinaus haben mehrere aggressive Werbekampagnen den Umsatz in Nordamerika gesteigert; mit einem regionalen Anstieg um 8% in diesem Zeitraum."
Dieser Anstieg sind gute Nachrichten für die Industrie - nach rund 9 Monaten eines stetigen Rückgangs. Lieferungen im Q3/2008 gingen um 0,3% zurück; im 4Q um 2,6% und um unglaubliche 16,4% im 1Q/2009. Bis zum 1Q/2009 waren die Lieferzahlen um 58,8 Millionen gefallen (verglichen mit den Lieferzahlen vor dem 2Q/2008 - bevor der Abschwung einsetzte).
Man erwartet, dass die Lieferzahlen im 3Q um 6% auf 280,9 Millionen und im 4Q um 8,3% auf 304,2 Millionen ansteigen werden. Trotz dieses Q-t-Q-Anstiegs, werden die jährlichen Lieferzahlen weiter rückgängig sein - um 9,9% im Jahr 2009. Dabei wird von rund 1,1 Milliarden Einheiten ausgegangen; nach 1,23 Milliarden im Jahr 2008.
"Die weltweite Konjunkturschwäche hatte besonders harte Auswirkungen auf weltweiten Handy-Hersteller; das rückläufige, verfügbare Einkommen hielt die Verbraucher davon ab ‚nicht notwendige’ Produkte - wie etwa neuere Mobiltelefone - zu erwerben", erklärte Tina Teng. "Die Rezession hat acht aufeinander folgende Wachstumsjahre zum Stehen gebracht und wird den ersten Marktrückgang seit 2001 bringen.
Die beigefügte Abbildung zeigt die vorläufige vierteljährliche Schätzung bei den weltweiten Handy-Lieferungen.
Mobiltelefon-Riesen werden größer
Die weltweiten Top5 Hersteller übertreffen die kleineren Anbieter im 2Q bei Weitem, zeigt die vorläufige Schätzung von iSuppli. Die zusammengefassten Lieferzahlen der Top5 stiegen im 2Q um 12,1% (verglichen mit 1Q), während alle anderen Unternehmen einen Rückgang um 18,1% (zusammengefasst) verzeichnen mussten.
Die Leistungen der Top5 Unternehmen variieren jedoch dramatisch - auch wenn die Platzierungen der jeweiligen Unternehmen keine Veränderungen gegenüber dem 1Q aufweisen. Die beste Leistung im 2Q kommt von LG Electronics. LGs Lieferungen stiegen im 2Q auf 29,8 Millionen (ein Anstieg um 31,9% von den 22,6 Millionen für das 1Q) Der Marktanteil des Unternehmens stieg um 2,3 Punkte auf 11,2%.
"LG starke Leistung im 2Q wurde durch den Erfolg in den aufstrebenden Regionen - einschließlich dem Nahen & Mittleren Osten und Afrika - unterstützt", erklärte Tina Teng. "Das Unternehmen hat zudem das Produkt-Portfolio auf wirtschaftlichere Modelle ausgerichtet - einschließlich der neuen Touchscreen-Geräte."
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"Motorola konnte endlich dem Rückgang ein Ende setzen - vor allem auf Grund von verbesserten Zahlen in Nord- und Lateinamerika", erläuterte Tina Teng. "Mit dieser Steigerung ist es Motorola gelungen sich den 4. Platz in dieser Top5 zu sichern."
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"Die Nummer 1 - Nokia - muss seine marktbeherrschende Stellung seit dem 3Q/2008 verteidigen; nicht zuletzt durch steigenden Wettbewerbsdruck von Samsung. Samsung hat seine Umsatzzahlen in Europa und in den aufstrebenden Märkten weiter ausgebaut", erklärte Tina Teng. "Das Unternehmen muss zudem mit steigender Konkurrenz von Smartphone-Herstellern wie RIM und Apple kämpfen."
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