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Leiterplatten | 06 Mai 2009

Schweizer Electronic auf Kurs; Anlagenkapazitäten in Schramberg sollen reduziert werden

Schweizer Electronic hat – trotz Krise – weitere Erfolge bei der Umsetzung seiner Strategie erreicht: Die strategische Allianz mit Meiko zur Niedrigkosten-Produktion in Asien, der Umbau des Schweizer Werkes in Schramberg mit Fokus auf das Hochfahren von technologisch anspruchsvollen Leiterplattenproduktionen auf mittlere Volumina sowie das Zusammengehen mit Contag im Bereich Prototypen-Herstellung.
Dies sind weitere Meilensteine hin zu dem Geschäftsmodell „Full-Service-Anbieter“.

Umsatz
Der Umsatzrückgang um -2,0 Mio. EUR im Vergleich zum vierten Quartal 2008 (-14%) fand insbesondere im Bereich Automotive (-0,9 Mio. EUR) statt; der Rückgang im Segment Photovoltaik ist lediglich saisonal bedingt (-0,9 Mio. EUR). Die Industriekunden außerhalb der Photovoltaik zeigten sogar weitgehend konstante Umsatzvolumen. Umsätze bei hochwertigen HDI-Leiterplatten blieben ebenfalls auf fast demselben Niveau (-2%). Somit konzentrieren sich die Volumenrückgänge insbesondere auf einfache Technologien. Die höheren Erlöse pro verkauftem Quadratmeter Leiterplatte (+3% zum Vorquartal) sind eine Folge der verbesserten Produktstruktur.



Ergebnis
Im ersten Quartal 2009 ergibt sich durch die negativen Volumeneffekte ein EBIT von minus 3,5 Mio. EUR (Vorjahresquartal -1,0 Mio. EUR; Vorquartal -0,9 Mio. EUR). Die eingeleiteten Kostenoptimierungsmaßnahmen zeigten positive Kosteneffekte aus frühzeitig ergriffenen Maßnahmen wie zum Beispiel:
- Schließung des Standorts Dunningen und Konzentration der Produktion in Schramberg
- Personalabbau durch Freisetzungen, Beendigung befristeter Verträge und kompletter Abbau von Leiharbeitskräften
- Kurzarbeit seit November 2008
Diese Maßnahmen konnten den starken Umsatzrückgang noch nicht vollständig ausgleichen.

Ausblick
Wir sehen seit einigen Wochen eine erfreuliche Trendwende bei den Auftragseingängen. Dafür sind zwei Faktoren ausschlaggebend, die uns auch über das Jahr 2009 hinaus optimistischer stimmen:

Strategische Allianz mit Meiko Electronics: Unsere strategische Partnerschaft mit dem anerkannten japanischen Leiterplattenspezialisten Meiko Electronics versetzt Schweizer Electronic in die Position eines Full-Service-Anbieters. Die Schließung der strategischen Lücke eines Niedrigkostenstandortes ist bei unseren Kunden sehr gut aufgenommen worden. Jetzt betreuen wir unsere Kunden auch in der Nähe ihrer internationalen Standorte. Hieraus ergeben sich bereits erfreuliche Tendenzen beim Auftragseingang. Damit haben wir auch eine wesentlich bessere Ausgangssituation, um aus der derzeitigen Marktkonsolidierung bei den europäischen Leiterplattenherstellern gestärkt hervorzugehen.

Erholung der Auftragslage: In den vergangenen Monaten haben alle Stufen der Wertschöpfungskette im Rahmen eines strikten Working Capital Managements auf niedrige Lagerbestände geachtet. Dadurch hat sich die Nachfrageschwäche auf dem Endverbrauchermarkt in der Zulieferkette deutlich überproportional ausgewirkt. Zur Zeit zeigt sich die Tendenz, die stark reduzierten Lagerbestände nicht noch weiter abzubauen oder wieder leicht aufzufüllen. Dies wirkt sich positiv auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden aus. Ferner entwickelt sich das Photovoltaik-Segment insbesondere saisonal bedingt sehr gut, so dass wir auch von dieser Seite positive Signale sehen.

Aussetzung der Kurzarbeit ab Mai 2009: Durch die Trendwende bei der Auftragssituation kann Schweizer Electronic für den Monat Mai die bereits seit November 2008 eingeführte Kurzarbeit aussetzen. Eine Wiedereinführung werden wir uns in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der Auftragssituation vorbehalten.

Weitere Kostenoptimierungen und Kapazitätsanpassungen
Im Rahmen der bereits umgesetzten Personalanpassungsmaßnahmen werden uns noch rund 90 Mitarbeiter bis zum Ende dieses Geschäftsjahres verlassen. Ferner werden wir unsere Anlagenkapazitäten im Werk Schramberg auf Basis eines geringeren Produktionsvolumens reduzieren, um damit insbesondere die in diesem Zusammenhang entstehenden Betriebskosten einzusparen.

Mit diesen Maßnahmen richten wir die Schweizer Electronic auf ein andauernd geringeres Produktionsvolumen in Deutschland ein und bringen die Gewinnschwelle spürbar nach unten. Mit unserem Kooperationspartner Meiko Electronics haben wir zusätzliche Produktionskapazitäten zur Verfügung, um dennoch schnell auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können.

Es fällt heute schwer, die voraussichtliche Entwicklung der globalen europäischen und weltweiten Leiterplattennachfrage zu beurteilen. Deshalb stellen wir die Schweizer Electronic mit entsprechenden Maßnahmen so auf, dass wir auch ohne signifikante Impulse aus einer gesamtwirtschaftlichen Erholung unsere Eigen- und Fremdkapitalgeber gut bedienen werden.

Kommentare

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