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Elektronikproduktion | 30 April 2009

Siemens-CEO Löscher: „Wollen Zusammenspiel mit unseren Lieferanten nachhaltig verbessern“

<em>Statement</em>: „Wir haben den Wandel bei Siemens mit Nachdruck vorangetrieben, um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Nun wollen wir das Zusammenspiel mit unseren Lieferanten nachhaltig verbessern“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands von Siemens.
Weiter erklärte Barbara Kux, Leiterin Supply Chain Management und Mitglied im Siemens-Vorstand: „Wir haben uns intern mit unserer Einkaufsinitiative ehrgeizige Ziele gesetzt. Dabei gehen wir einen anderen Weg als unsere Wettbewerber. An den Einsparzielen sollen sich unsere Einkäufer messen lassen - das muss nicht öffentlich erfolgen. Beim Preispoker lässt sich niemand gerne von Mitspielern in die Karten schauen.“

Vorrangiges Ziel der Siemens-Einkaufsinitiative ist die Ergebnissicherung. Der Konzern will den Einkauf künftig stärker bündeln und konzentrieren, um über Mengenvorteile bessere Preise zu erzielen. Bis 2010 sollen die rund 4.000 Einkäufer von Siemens Konditionen für Produkte und Dienstleistungen im Volumen von etwa 19 Milliarden Euro Sektor übergreifend aushandeln. Dieses Zielvolumen entspricht im Vergleich zu 2008 einer Steigerung um 60 Prozent. Mittelfristig will Siemens zudem die Anzahl der Zulieferer um 20% reduzieren und mit Schlüssellieferanten enger zusammenarbeiten.

„Wir wollen mit den besten Spielern auf dem Markt am Tisch sitzen. Die besten Lieferanten haben auch die besten Zulieferer. Auf ein solches internationales Netzwerk kommt es an“, so Barbara Kux. Dazu will Siemens die Waren in Zukunft verstärkt in den Zielmärkten beziehen, die besonders stark wachsen und in denen Siemens bereits über ein hohes Fertigungs-Know-how verfügt. Es sollen lokale Wertschöpfungsketten mit Einkauf, Entwicklung, Fertigung und Service aufgebaut werden. Zudem soll der Einkaufsanteil in den Schwellenländern mittelfristig von derzeit rund 20 Prozent auf über 25% gesteigert werden, um eine bessere Balance von Umsatzvolumen und Einkaufsvolumen zu erreichen. Bislang hat Siemens mehr als 1.000 Maßnahmen zur Verbesserung der Lieferketten identifiziert. Diese werden bis 2010 umgesetzt.



Das Einkaufsvolumen von Siemens lag im Geschäftsjahr 2008 bei rund 40 Milliarden Euro. Etwa 21,2 Milliarden Euro davon entfielen auf Fertigungsmaterial, das von den drei Siemens-Sektoren Energy, Industry und Healthcare dezentral eingekauft wurde. Rund 6,8 Milliarden Euro bezogen sich auf Fertigungsmaterial, das Sektor übergreifend verhandelt und beschafft wurde. Dazu zählen zum Beispiel Stahl oder Stahlkomponenten. Weitere rund zwölf Milliarden Euro entfielen auf Materialien und Dienstleistungen, die nur indirekt mit der Fertigung zu tun haben. Zum indirekten Volumen gehören beispielsweise Büromaterialien, Energie, Reisemittel, PCs und Software.

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