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Leiterplatten | 24 April 2009

Würth Elektronik: Pforzheim wird geschlossen

<em>Update</em>: Würth Elektronik wird sein Leiterplatten-Werk in Pforzheim schliessen. Von der Schliessung sind rund 140 Mitarbeiter betroffen.
Nach einem Bericht der pz-news gab (und gibt) es jedoch unterschriftsreife Standortvereinbarung, die eine Weiterführung des Standortes bis Februar 2010 garantiert hätte. Einigen der von der Schliessung betroffenen Mitarbeiter wurden Arbeitsplätze an andern Würth Standorten angeboten. Die Geschäftsleitung erklärte, dass man durch einen dramatischen Umsatzeinbruch von 30% auch zu drastischen Massnahmen gezwungen wurde. Deshalb ist auch die geplante Standortvereinbarung nicht umgesetzt worden, so der Bericht weiter.

------Update: 14:35-------

Würth Elektronik mit Hauptsitz in Niedernhall plant, sein Leiterplatten-Produktionswerk in Pforzheim zu schliessen. Dies teilte das Unternehmen auf einer Betriebsversammlung mit. Die notwendige Werksschliessung ist eine direkte Folge der weltweiten Wirtschaftskrise, die im Unternehmen seit Ende letzten Jahres zu massiven Auftragseinbrüchen geführt hat. Diese haben sich in den letzten Wochen noch einmal verstärkt. Einem Teil der 139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Stellen an den drei weiteren Produktionsstandorten in Baden-Württemberg angeboten werden. Hierüber und über die soziale Absicherung der weiteren betroffenen Mitarbeiter wird die Geschäftsleitung in den kommenden Tagen mit den Arbeitnehmervertretern in Gespräche eintreten.

„Wir haben in den letzten Monaten über alle Werke hinweg Massnahmen ergriffen, um einerseits Kosten zu senken und gleichzeitig den Markt aktiv zu bearbeiten. Trotzdem trifft auch uns die Wirtschaftskrise massiv. Die Ausfälle im Auftragseingang haben sich innerhalb des letzten Quartals über die gesamte Leiterplattensparte von Würth Elektronik hinweg dramatisch zugespitzt. Wir haben deshalb zu hohe Kapazitäten, die auf Dauer nicht wirtschaftlich sind, und müssen entsprechend reagieren. Es gibt leider keine Alternative“, stellen Jörg Murawski und Jürgen Klohe, Geschäftsführer der Würth Elektronik Unternehmensgruppe, fest.

Würth Elektronik stellt ausser in Pforzheim in Niedernhall, Schopfheim und Rot am See Leiterplatten her. Alle Werke befinden sich in Kurzarbeit. Aufgrund seiner Infrastruktur war das Werk Pforzheim in der Vergangenheit dafür aufgestellt, vorwiegend einfache Leiterplatten zu produzieren. Diese werden am Standort auch nach Wiederbelebung der Wirtschaft aufgrund des noch weiter verschärften Preisdruckes nicht mehr profitabel herzustellen sein.

„Wir haben schon seit Aufkommen der Krise im letzten Jahr daran gearbeitet, mit Kostensenkungen und Umstrukturierungen auf diese Probleme zu reagieren. Inzwischen können wir die Situation unserer Kunden und damit auch unsere weitere Geschäftsentwicklung soweit absehen, dass wir in Pforzheim leider keine Hoffnung auf absehbare Erholung haben“, stellt die Geschaeftsleitung der Würth Elektronik fest.

Im Rahmen des bestehenden Fertigungs-Netzwerkes wird Würth Elektronik auch nach der Schliessung des Werkes Pforzheim für seine rund 2.200 Kunden in Deutschland und weltweit verlässlicher Leiterplattenlieferant und Partner sein, auf den sie auch in Zukunft bauen können.

Die Geschäftsleitung wird nun intensive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern führen, um die bestmöglichen Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden. So besteht die Absicht, einem Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Arbeitsplatz in einem der weiteren Fertigungswerke der Würth Elektronik in Niedernhall, Schopfheim oder Rot am See anzubieten.

„Wir haben die Verantwortung für das gesamte Unternehmen wie auch für jeden einzelnen Mitarbeiter. Deshalb fällt uns dieser Schritt sehr schwer. Wir bedauern die Auswirkungen auf die Betroffenen. Zur Zukunftssicherung des Unternehmens ist die Schliessung aber unumgänglich“, erklären Herr Klohe und Herr Murawski übereinstimmend.

Im Jahr 1997 hatte Würth Elektronik das Werk Pforzheim vom insolventen Leiterplattenhersteller Metalex uebernommen.

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