Fast 60% der Kapazitäten bei der Chip-Fertigung in China bleibt ungenutzt
Vor kurzem noch die am schnellsten wachsende Region bei der Chip-Herstellung, ist China nun – im 1Q/2009 bei einem Tiefpunkt abgelangt. Fast 60% der Produktionskapazitäten zur Chip-Herstellung bleiben ungenutzt, erklärt iSuppli.
Die Auslastung der Halbleiter-Fertigung in China sank im 1Q/2009 um 43% – der niedrigste Stand seit iSuppli mit der Marktstatistik im Jahr 2000 begann. Diese zahl ist auch ein massiver Rückgang in Bezug auf den letzten Höchststand von 92% im 2Q/2004. Diese ‚Rock-Bottom’-Auslastung ist eine direkte Folge der geringen Nachfrage, welche durch den globalen Wirtschaftsabschwung noch verstärkt wird. Dies zeigt aber auch, das Chinas lang gehegtes Ziel eine lebendige, inländische Halbleiter-Industrie zu schaffen sehr stark gefährdet ist.
"In den letzten 10 Jahren hat die chinesische Regierung an der Entwicklung einer heimischen Wirtschaft gearbeitet, die der Nation wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichen sollte", sagte Len Jelinek, Director und Chief Analyst für die Halbleiter-Fertigung auf iSuppli. "Die Schaffung einer technologisch starken chinesischen Halbleiter-Industrie wurde als ein wesentliches Element der langfristigen Unabhängigkeit angesehen. Leider ist dieser Plan zusammengebrochen, da das globale Vertriebsnetz schneller eingebrochen ist, als die inländische Nachfrage aufgebaut werden konnte. Eist als Säule des Wachstums angesehen, wird die Halbleiter-Produktion nun zur Belastung."
Chinas Investitionen in Kapazitäten und Technologien im Halbleiter-Sektor haben nicht die finanziellen Erträge erbracht, welche die Prognose der Investoren vorhersagten, fügt Herr Jelinek hinzu. "Mit der gegenwärtigen globalen Rezession, konzentriert sich China nicht mehr auf den Aufbau einer eigenen Chip-Herstellung, sondern auf eine Umstrukturierung seine gesamten Chip-Industrie, bevor diese einfach so zusammenbricht."
Chinas Kapazitätenauslastung dürfte sich über den Rest des Jahres gemäßigt erholen, wird aber mit 54% (im 4Q/2009) sehr niedrig sein. Auf längere Sicht, wird die Auslastung 2012 und 2013 jedoch wieder bei 84% und 85% liegen. Allerdings wird die chinesische Halbleiter-Industrie (nach dieser Erholungsphase) anders aussehen als jetzt. Dies betrifft hauptsächlich auf die Zahl der Wettbewerber zu, die – auf Grund von Konsolidierungen – stark zurückgehen wird.
Die beigefügte Abbildung zeigt die vierteljährlichen und jährlichen Schätzung und Prognosen der Kapazitätennutzung in China.
(Media Not Available)
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Mit Blick auf die Zukunft
Wie wird Chinas Halbleiter-Industrie aussehen, wenn sich die Auslastung wieder erholt hat? "Da die chinesischen Halbleiter-Hersteller über keine technologische Differenzierung (gegenüber ihren Konkurrenten) verfügen, ist das ein Nachteil. Es gib einfach zu viele, die auf die gleiche Art und Weise den gleichen Chancen hinterher jagen", erklärte Herr Jelinek.
"Dies wird zu Fusionen und Konsolidierungen führen. Doch selbst wenn die Anbieter mit ähnlichen Technologien verschmelzen; werden dadurch nicht nur größere Unternehmen mit größeren Cash-Flow Problemen entstehen?" Auf den ersten Blick ist ein solches Szenario sehr wahrscheinlich. Dennoch gibt es einen Nebeneffekt, der auf die Unternehmenslandschaft in China einwirken wird: Die größeren Unternehmen werden als am Chancenreisten angesehen in diesem Überlebenskampf. Diese Wahrnehmung wird zu einer Wirklichkeit entwickeln, wenn Kunden sich mit dem stärksten und kostengünstigsten Halbleiter-Hersteller verbinden. Am Ende werden die kleineren Unternehmen einfach aus dem Geschäft gedrängt.
Keine Erholung bis 2012
Auf Grund der Tatsache, dass iSuppli in seinen Prognosen keine Erholung vor 2012 sieht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass schwache Unternehmen diese 2 Jahre überleben können – mit Blick auf den negativen Cash-Flow.
iSuppli erwartet die erste Fusion in der chinesischen Halbleiter-Industrie bereits im 2Q/2009. Dieses Signal wird auf Zeit eine wesentliche Bedeutung legen, wenn ein Unternehmen (oder eine Unternehmensgruppe) diesen Sturm meistern möchte. iSuppli geht davon aus, dass ab der zweiten Hälfte 2010 eine kleinere – jedoch auch stärkere – Halbleiter-Industrie in China entstehen wird.
"In den letzten 10 Jahren hat die chinesische Regierung an der Entwicklung einer heimischen Wirtschaft gearbeitet, die der Nation wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichen sollte", sagte Len Jelinek, Director und Chief Analyst für die Halbleiter-Fertigung auf iSuppli. "Die Schaffung einer technologisch starken chinesischen Halbleiter-Industrie wurde als ein wesentliches Element der langfristigen Unabhängigkeit angesehen. Leider ist dieser Plan zusammengebrochen, da das globale Vertriebsnetz schneller eingebrochen ist, als die inländische Nachfrage aufgebaut werden konnte. Eist als Säule des Wachstums angesehen, wird die Halbleiter-Produktion nun zur Belastung."
Chinas Investitionen in Kapazitäten und Technologien im Halbleiter-Sektor haben nicht die finanziellen Erträge erbracht, welche die Prognose der Investoren vorhersagten, fügt Herr Jelinek hinzu. "Mit der gegenwärtigen globalen Rezession, konzentriert sich China nicht mehr auf den Aufbau einer eigenen Chip-Herstellung, sondern auf eine Umstrukturierung seine gesamten Chip-Industrie, bevor diese einfach so zusammenbricht."
Chinas Kapazitätenauslastung dürfte sich über den Rest des Jahres gemäßigt erholen, wird aber mit 54% (im 4Q/2009) sehr niedrig sein. Auf längere Sicht, wird die Auslastung 2012 und 2013 jedoch wieder bei 84% und 85% liegen. Allerdings wird die chinesische Halbleiter-Industrie (nach dieser Erholungsphase) anders aussehen als jetzt. Dies betrifft hauptsächlich auf die Zahl der Wettbewerber zu, die – auf Grund von Konsolidierungen – stark zurückgehen wird.
Die beigefügte Abbildung zeigt die vierteljährlichen und jährlichen Schätzung und Prognosen der Kapazitätennutzung in China.
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Mit Blick auf die Zukunft
Wie wird Chinas Halbleiter-Industrie aussehen, wenn sich die Auslastung wieder erholt hat? "Da die chinesischen Halbleiter-Hersteller über keine technologische Differenzierung (gegenüber ihren Konkurrenten) verfügen, ist das ein Nachteil. Es gib einfach zu viele, die auf die gleiche Art und Weise den gleichen Chancen hinterher jagen", erklärte Herr Jelinek.
"Dies wird zu Fusionen und Konsolidierungen führen. Doch selbst wenn die Anbieter mit ähnlichen Technologien verschmelzen; werden dadurch nicht nur größere Unternehmen mit größeren Cash-Flow Problemen entstehen?" Auf den ersten Blick ist ein solches Szenario sehr wahrscheinlich. Dennoch gibt es einen Nebeneffekt, der auf die Unternehmenslandschaft in China einwirken wird: Die größeren Unternehmen werden als am Chancenreisten angesehen in diesem Überlebenskampf. Diese Wahrnehmung wird zu einer Wirklichkeit entwickeln, wenn Kunden sich mit dem stärksten und kostengünstigsten Halbleiter-Hersteller verbinden. Am Ende werden die kleineren Unternehmen einfach aus dem Geschäft gedrängt.
Keine Erholung bis 2012
Auf Grund der Tatsache, dass iSuppli in seinen Prognosen keine Erholung vor 2012 sieht, ist es sehr unwahrscheinlich, dass schwache Unternehmen diese 2 Jahre überleben können – mit Blick auf den negativen Cash-Flow.
iSuppli erwartet die erste Fusion in der chinesischen Halbleiter-Industrie bereits im 2Q/2009. Dieses Signal wird auf Zeit eine wesentliche Bedeutung legen, wenn ein Unternehmen (oder eine Unternehmensgruppe) diesen Sturm meistern möchte. iSuppli geht davon aus, dass ab der zweiten Hälfte 2010 eine kleinere – jedoch auch stärkere – Halbleiter-Industrie in China entstehen wird.
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