Elektronikproduktion | 16 April 2009

Rohwedder rutscht weiter in die roten Zahlen

Der Vorstand der Rohwedder AG hat den Jahres- und Konzernabschluss 2008 vorgelegt. Der Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008 zwar gegenüber dem Vorjahr einen um 11 Prozent höheren Umsatz, der Verlust stieg aber von 3,7 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 5,0 Mio. Euro. Damit sind weitere drastische Sparmaßnahmen erforderlich.
Laut Rohwedder sind die Verluste auf die globale Wirtschaftskrise zurückzuführen, insbesondere auf das Investitionsverhalten der Kunden aus der Automotive- und der Telekommunikationsindustrie. Hauptsächlich betroffen ist das Segment MPS (Mechatronics Production Solutions), während das Segment EPS (Electronics Production Solutions) das Geschäftsjahr 2008 – trotz im zweiten Halbjahr schwieriger Marktbedingungen – auch nach außerplanmäßigen Aufwendungen profitabel abschloss.

Zu der operativen Ergebnisentwicklung kamen außerplanmäßige Aufwendungen in Höhe von insgesamt 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) hinzu, die notwendig waren, um den Rohwedder Konzern zu sanieren bzw. restrukturieren und die Bilanz nachhaltig zu bereinigen.
Hierzu gehören unter anderem außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,6 Mio. Euro, um die betroffenen Firmenwerte der aktuellen Ertragssituation anzupassen, sowie Kosten für Personalanpassungsmaßnahmen in Höhe von 3,0 Mio. Euro.

Laut Rohwedder haben bereits frühzeitig signifikante Anpassungen an die stark verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stattgefunden. Auch zur Zeit
Erfolgt eine Umsetzung erforderlicher Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen. Aufgrund der globalen Wirtschaftskrise sieht sich der Vorstand auch weiterhin zu starken Kostensenkungen in allen Bereichen gezwungen, wie z. B. Material, Gemeinkosten, Personal etc., um den Fortbestand des Rohwedder Konzerns zu sichern. Im Rahmen eines beschlossenen Gesamtpakets müssen Einsparungen in Höhe von insgesamt 24,5 Mio. Euro realisiert werden.

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