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Elektronikproduktion | 14 April 2009

Philips wird voll von der Wirtschaftskrise erfasst

Der Elektronikkonzern Philips meldet nach Verlusten in den Sparten Lichttechnik und Konsumelektronik jetzt auch ein Defizit in der Medizintechnik. "Im ersten Quartal haben wir eine weitere signifikante Verschlechterung unserer Märkte gesehen", sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee. Er erwartet keine merkliche Änderung der Lage im laufenden zweiten Quartal.
Von Januar bis März war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 5,97 auf 5,08 Milliarden Euro gefallen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von plus 187 auf minus 186 Millionen Euro. Eine zusätzliche Belastung ergab sich durch den laufenden Stellenabbau, sowie aus den niedrigeren Zuflüssen aus dem inzwischen abgeschlossen Verkauf des Flachbildschirm-Gemeinschaftsunternehmens LG Display und aus einer Abschreibung auf den verbliebenen Anteil an der Halbleiter-Ausgründung NXP. Positiv wirkte sich einzig eine Steuergutschrift aus, wodurch sich insgesamt ein Verlust von 57 Millionen Euro ergab. Im Vorjahreszeitraum erzielte Philips noch einen Gewinn von 294 Millionen Euro.

Bereits Ende vergangenen Jahres war Philips tief in die roten Zahlen gerutscht. Kleisterlee hatte dem Unternehmen daraufhin strikte Kostendisziplin verordnet. Auf Grund der unübersichtlichen Konjunkturlage wurde das bestehende Sparprogramm von 400 auf 500 Millionen Euro erweitert. Die bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen seien gut angelaufen, sagte er. Besonders in der Lichttechnik werde es nun zu weiteren Einschnitten kommen. Zusätzliche Mitarbeiter müssten aber nicht gehen, versprach Kleisterlee. Im Januar hatte er den Abbau von 6.000 Stellen in diesem Jahr angekündigt.

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