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Elektronikproduktion | 07 April 2009

EMV-Prüfung – weit mehr als lästige Pflicht

Elektronikhersteller müssen ihre Produkte auf elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) prüfen, um diese in der EU in den Verkehr bringen zu können. Bei RIitter Elektronik in Remscheid sieht man diesen Aufwand jedoch nicht als lästige Pflicht, sondern als wichtigen Bestandteil der Produktentwicklung.
Durch das frühzeitige und konsequente Einbinden der EMV-Prüfungen in den Entwicklungsprozess werden Störaussendungen oder -anfälligkeiten von Anfang an vermieden und die Qualität der Produkte sichergestellt. In der Abteilung "Versuch-Messtechnik" werden alle relevanten Bauteile auf ihre Störfestigkeit gegen Entladung statischer Elektrizität (ESD), schnelle transiente Störungen (BURST), Stoßspannungen (SURGE) sowie gegen leitungsgeführte Störgrößen, die durch hochfrequente Felder induziert werden, getestet.

Zusätzlich werden Funkstörspannungen leitungsgeführter Störgrößen sowie die Funkstörfeldstärke gemessen. Mit diesen Prüfungen wird bereits der größte Teil der für die CE Konformitätserklärung nötigen Messergebnisse erzielt. Vor allem aber ermöglichen es die im EMV-Labor durchgeführten Tests, eventuelle Probleme schon im Vorfeld zu erkennen und sofort effiziente Lösungen zu entwickeln. "Ein nachträgliches Ausbessern ist sehr viel aufwändiger. Noch kostspieliger und ärgerlicher wäre nur eine nachträgliche Entstöraktion beim Kunden", erläutert Michael Balke, Leiter Versuch-Messtechnik bei Ritter. "Für die Qualität unserer fertigen Produkte sind die konsequenten EMV-Tests unerlässlich."

Wichtig bei den Tests sind einerseits ein möglichst praxisnaher Aufbau, andererseits eine möglichst normtreue Konfiguration, um die Prüfungen reproduzierbar zu gestalten. Da die Normierungskriterien nicht immer hundertprozentig den geplanten Applikationen entsprechen, ist daher häufig ein Kompromiss im Testaufbau nötig. Ein weiterer Faktor beim Entwurf des Testaufbaus ist die Festsetzung eines Störindikators. Das kann entweder eine schon im zu testenden Gerät vorhandene Fehlermeldungsfunktion sein, oder die Ingenieure müssen geeignete Störindikatoren entwickeln – sei es in Form einer individuellen Testsoftware oder durch die passende Messtechnik. Mit den im eigenen EMV-Labor durchgeführten Prüfungen sind schon die wesentlichen Hürden zur CE-Konformitätserklärung genommen. Ergänzende Tests, wie zum Beispiel die Störfestigkeit gegen elektromagnetische Strahlung und Emissionsmessungen, werden dann zusätzlich in externen Laboren vorgenommen.

Die konsequente Einbindung der EMV-Prüfungen in die Entwicklungsarbeit bei Ritter ist dabei Teil der Firmenphilosophie: in acht Schritten zum fertigen Neuen. Denn die Lösung komplexer Probleme liegt oftmals in der erfolgreichen Entwicklung einer adäquaten Elektronik und Peripherie. Daher durchläuft jede Neuentwicklung bei Ritter Elektronik einen genau definierten Prozess, der sich von der ersten Analyse über die Entwicklung bis hin zur Fertigung erstreckt. Dabei kann es sich sowohl um eine Neuentwicklung wie auch um eine Optimierung einer bestehenden Maschine handeln.


Bildunterschrift: Jeder Testaufbau muss möglichst praxisnah und gleichzeitig normgerecht sein. Bei Ritter setzt man schon während der Produktentwicklung konsequent auf EMV-Tests.

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