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Elektronikproduktion | 24 Februar 2009

ZVEI: Consumer-Electronics-Markt wächst 2008

Seit fünf Jahren in Folge weist der Markt für Consumer Electronics-Produkte (CE) in Deutschland ein Wachstum auf. Während sich die weltweite Finanzkrise in anderen Märkten bereits im 4Q/2008 ausgewirkt hat, trotzte der CE-Markt dieser Entwicklung und erzielte auch im 4Q ein Umsatzwachstum. Für das Gesamtjahr wurde so ein Umsatzzuwachs um 1,7% auf €23,673 Mrd. (2007: €23,266 Mrd.) erreicht.
Damit konnte die außergewöhnlich positive Entwicklung der Vorjahre fortgeschrieben werden. „Mit der Entwicklung ständig neuer und innovativer Produkte, die eine Vielzahl neuer und vielseitiger Nutzungs-, Vernetzungs- und Kombinationsmöglichkeiten bieten, schaffen wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Marktentwicklung. Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren um 55 Prozent gewachsen. Mit einem Wachstum von 60 Prozent in den letzten zehn Jahren trägt die klassische Unterhaltungselektronik dazu maßgeblich bei. Basis für die positive Marktentwicklung ist die Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die auch 2008 vorangetrieben wurde. Wie in den Vorjahren gehörten auch 2008 hoch auflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten“, erklärt Dr. Rainer Hecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Frankfurt, die aktuellen Marktergebnisse.

Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbands Consumer Electronics im ZVEI und Vizepräsident des ZVEI ergänzt: „Die Sportereignisse im vergangenen Jahr haben vor allem in den ersten neun Monaten eine Geschäftsbelebung gebracht. Nicht zuletzt das unerwartet erfolgreiche Weihnachtsgeschäft hat zum Gesamtwachstum 2008 beigetragen. Die Finanzkrise hatte den Konsumenten in Deutschland Ende des Jahres noch nicht erreicht. Traditionell stark zeigte sich auch in 2008 wieder die klassische Unterhaltungselektronik mit einem Umsatzanteil von 62 Prozent am Gesamtmarkt.“

Größten Anteil am Erfolg hatten 2008 die innovativen TV-Geräte mit LC- und Plasma-Display, die den Markt dominieren. Mobile Geräte für portable Navigation, digitale Audio- und Videoplayer, digitale Kameras, Notebooks und Spielekonsolen verzeichneten Absatz- und vielfach auch Umsatzsteigerungen, zum Teil im zweistelligen Bereich. Sehr positive Impulse steuerte für alle Marktteilnehmer die IFA in Berlin bei, als weltweite Leitmesse für Consumer Electronics und wichtigster Orderplatz der Branche.

Die Marktzahlen der CE-Branche werden von den Marktforschern der gfu-Gesellschafter und der Mitgliedsfirmen des Fachverbands Con­sumer Electronics des ZVEI sowie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Consumer Electronics Markt Index CEMIX erhoben und in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) für jedes Quartal veröffentlicht.



Große und HD-taugliche Flat-TVs bestimmen den Markt – Durchschnittspreis auf höchstem Niveau
Die flachen Fernsehgeräte mit Plasma oder LC-Display setzen 2008 ihren Siegeszug fort und haben die Röhrentechnologie praktisch abgelöst. Die Konsumenten investieren für ein neues Fernsehgerät in höherwertige Qualität und Ausstattung, beispielsweise HDTV.

Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2008 in Deutschland bereits 83 Prozent (5,9 Millionen Stück) auf LCD-TVs und 14 Prozent (0,7 Millionen Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2008 in Deutschland knapp 7,5 Millionen Fernsehgeräte (+25 %) verkauft (inklusive Projektions-TV, mobile TV-Empfänger und Röhrengeräte), 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Diese Stückzahlen stellen einen neuen Absatzrekord in Deutschland auf. Auch der Umsatz mit TV-Geräten ist 2008 mit 5,7 Milliarden Euro (+21 %) auf bislang höchstem Niveau.

Im Trend liegen TV-Geräte mit größeren Bilddiagonalen. Geräte mit Bildschirmen von 37 Zoll (94 cm) und größer steuern das größte Stückzahl- und Umsatzwachstum bei. Dies ist umso bemerkenswerter, da diese Größenordnung erst durch den Einsatz der LCD- und Plasma-Displays erreicht werden konnte. Bei den LCD-TVs zeigt sich der Trend deutlich in der Umsatzverteilung: 88 Prozent des Umsatzes bei LCD-TV entfällt 2008 auf Geräte mit Bilddiagonalen größer 31 Zoll (≥ 78 cm). 50 Prozent des LCD-Umsatzes kommen bereits von Geräten mit Bildern, die 37 Zoll (≥ 94 cm) und größer sind. Plasma-TVs sind generell nur im Großformat erhältlich.

HDTV-taugliche Fernsehgeräte, erkennbar am Signet „HD ready“ und „HD ready 1080p“ (Full HD) dominieren das Geschäft mit den Flat-TVs. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5,3 Millionen „HD ready“-Geräte verkauft, davon knapp 30 Prozent „HD ready 1080p“ (Full HD). Annähernd alle Flachbild-Fernseher mit einer Bildschirmgröße ab 26 Zoll (66 cm) sind „HD ready“.



Zum Jahresende 2008 verzeichneten die Marktforscher insgesamt mehr als 16 Millionen LCD- und Plasma-TVs in den deutschen Haushalten. Davon sind über elf Millionen für die Darstellung des hoch auflösenden Fernsehens HDTV geeignet. Anders ausgedrückt: 40 Prozent der deutschen Haushalte haben einen Flat-TV und rund 30 Prozent der Haushalte können bereits hoch auflösende Bilder wiedergeben.

Hohe Auflösung und digitale Technologie stark gefragt
Digitale Set-Top-Boxen für HDTV (Kabel + 83 % und Satellit + 106 %) verzeichnen für das Jahr 2008 große Zuwachsraten beim Absatz. Dem Verbraucher stehen zunehmend auch Komplettlösungen für den digitalen und HDTV-Empfang zur Verfügung, da die Hersteller ihre Fernsehgeräte mit entsprechenden integrierten Empfangsteilen ausstatten.

Mit 753.000 Stück wurden 2008 auch die DVD-Recorder mit Festplatte (Harddisc) als zusätzliches digitales Aufzeichnungsmedium auf hohem Niveau verkauft. Festplattenrecorder sind verstärkt integrierter Bestandteil von TV-Geräten – serienmäßig oder auch nachrüstbar.

Mobilität für die Mediennutzung gefragt
Die mobile Mediennutzung setzt sich mehr und mehr durch. Entsprechend stark werden die mobilen Geräte der Unterhaltungselektronik nachgefragt. Mehr als vier Millionen MP3-Player und mehr als 3,6 Millionen portable Videoplayer (Umsatz 425 Mio. Euro; + 56 %) wurden 2008 gekauft. 9,3 Millionen (+ 9 %) verkaufte digitale Kameras runden das Bild ab. 880.000 (+ 13 %) hochwertige digitale Spiegelreflexkameras wurden dabei bereits verkauft. Nach wie vor sehr beliebt sind die portablen Navigationsgeräte. 2008 wurden knapp 4,3 Millionen digitale Pfadfinder abgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung um 17 Prozent.

Telekommunikations-Absatz gesunken
Bei den privat genutzten Telekommunikationsprodukten (TK) ging der Umsatz im Jahr 2008 um knapp 15 Prozent zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den geringeren Absatz von Mobiltelefonen zurückzuführen (20,1 Mio. Stück, - 13 %). Dabei ist die Nachfrage nach Smartphones mit integrierten Office-Funktionen, Megapixel-Kameras, MP3-Playern, Navigationsfunktion und großer Speicherkapazität ungebrochen (1,2 Mio. Stück, + 34 %). Insgesamt wurden mit Telekommunikationsprodukten für den privaten Gebrauch 3,4 Milliarden Euro umgesetzt (- 14,6 %).

Mobilität auch bei Computern beliebt
Mit 4,4 Millionen Stück (+ 47 %) tragen die Notebooks im Jahr 2008 wesentlich zum Umsatz bei den privat genutzten IT-Produkten bei. Stationäre PCs wurden nur noch 1,4 Mio. Stück (- 4 %) verkauft. Auch beim Umsatz liegen die Note­books mit mehr als drei Milliarden Euro (+ 15,2 %) deutlich vor den Desktop-Computern mit 860 Millionen Euro (- 7,5 %). Auch hier zeigt sich der gestiegene Wunsch nach Mobilität deutlich, besonders durch den rasanten Markteinstieg der Mini-Notebooks. Der Bereich der privat genutzten IT-Produkte trägt mit 5,5 Milliarden Euro und einer Steigerung von 5,5 Prozent zur positiven Marktentwicklung bei.



Allgemeine wirtschaftliche Lage lässt zurzeit keine gesicherte Prognose zu, dennoch verhalten optimistische Einschätzung für 2009 - Impulse von der IFA, der wichtigsten Leitmesse und Orderplattform der CE-Branche und von der HDTV-Einführung.

Der Markt für Consumer Electronics hat sich in Deutschland dynamisch entwickelt. Die Marktforscher von GfK, gfu und ZVEI sehen den Gesamtmarkt Consumer Electronics in Deutschland für 2009 verhalten optimistisch. Die Prognose für 2009 liegt bei einem Rückgang von vier Prozent und bewegt sich somit weiterhin auf einem hohen Niveau von über 22 Milliarden Euro, eine positive Botschaft im Vergleich zur allgemeinen Wirtschaftsstimmung. Allerdings stellen sich die Prognosen aufgrund der allgemeinen unsicheren Wirtschaftslage äußerst schwierig dar.

Der CE-Markt profitiert auch in diesem Jahr vom anhaltenden Cocooning-Effekt: In Krisenzeiten investieren Konsumenten verstärkt in ihre Wohnungsausstattung, dazu zählen neben Möbeln vor allem Unterhaltungselektronik-Produkte. Das eigene Heimkino mit großformatigem Flachbildfernseher und hochwertiger Home Theatre-Anlage rückt in den Vordergrund.

„Die stärksten Impulse werden dabei weiterhin von den flachen Fernsehgeräten und der hoch auflösenden Technik (HDTV) ausgehen. Zu den Olympischen Winterspielen Anfang 2010 starten ARD und ZDF den HDTV-Regelbetrieb. Hoch auflösende Quellen wie Blu-ray Disc-Player, digitale Kameras, Camcorder und Videospiele werden zudem für Nachfrage sorgen. Neue, auch drahtlose, Vernetzungslösungen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hoch auflösende Inhalte zu nutzen. Auch bei der Nachfrage nach Geräten für unterwegs – angefangen bei digitalen Kameras, speziell die Spiegelreflex-Modelle, über portable Videoplayer und portable Navigation, bis hin zu Notebooks und Smartphones, die immer leistungsfähiger werden, rechnen wir für 2009 mit stabilen Nachfrageverhältnissen. Im gesamten Markt wird sich der Trend zu qualitativ hochwertigen Marken-Produkten fortsetzen“, so Dr. Rainer Hecker.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2009 keinen signifikanten Einbruch im der Marktentwicklung erleben werden. Dazu wird die internationale Branchenmesse IFA vom 4. bis 9. September 2009 als Konjunkturmotor beitragen. Darüber hinaus überzeugen unsere innovativen Produkte den Kunden mit ihrer Attraktivität und ihrem sichtbaren Nutzen für Komfort und Unterhaltung im eigenen Heim und unterwegs“, ergänzt der ZVEI-Vizepräsident Hans-Joachim Kamp.

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