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Leiterplatten | 19 Februar 2009

Leiterplattenmarkt in Deutschland gibt im November 2008 deutlich nach

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller ist im November 2008 auf das niedrigste November-Niveau seit Erstellen der Statistik gefallen. Dies berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems.
Gegenüber dem Vormonat fiel der Umsatz um 20,7%, gegenüber November 2007 um 26,8%. Das hatte Auswirkungen auf den kumulierten Umsatz, der sich die ersten 10 Monate immer noch leicht über dem Vorjahreswert halten konnte. Der kumulierte Umsatz in den ersten 11 Monaten des Jahres lag dadurch um 3,7% niedriger als im gleichen Zeitraum 2007.

Der Auftragseingang fiel ebenfalls auf einen langjährigen Tiefpunkt. Während im Vormonat lediglich Aufträge zeitlich verschoben wurden, kamen im November die ersten Stornierungen. Der November wies nur noch den halben Wert der Oktoberbestellungen auf und 40% weniger als der Vorjahresmonat.

Überrascht wurde die Branche von der Schnelligkeit, mit der sich die Lage grundsätzlich geändert hat. Die im November von den Kfz-Herstellern angekündigte Kurzarbeit zum Jahreswechsel führte sofort zu einer Verschlechterung der Auftragslage. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung ist hoch. So dürfen beispielsweise angefangene Aufträge nicht mehr weitergefertigt werden, bis neue Anweisungen von den Kunden kommen. Eine derartige Situation gab es bislang noch nie, so dass eine Prognose über die weitere Entwicklung kaum belastbar möglich ist.



Das Book-to-Bill-Ratio ist mit einem Wert von 0,82 gegenüber Oktober um ein Drittel gefallen. Dies ist der niedrigste November-Wert seit 1994.

Die Verschlechterung der Geschäftslage führte zu einer Reduktion der Mitarbeiterzahl gegenüber November des Vorjahres um 3,6%. In den kommenden Monaten erwartet die Branche eine weitere Personalstruktur-Anpassung.

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