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Leiterplatten | 24 November 2008

Enzmann setzt auf Standort Deutschland

Der deutsche Leiterplattenhersteller Christian Enzmann setzt auf den Standort Deutschland. evertiq traf sich mit Peter Maria Schäflein, Plant Manager des familiengeführten Unternehmens, auf der diesjährigen electronica in München.
Das Unternehmen arbeitet seit über 20 Jahren mit seinem thailändischen Partner KCE in der Herstellung von Großserien zusammen. Enzmann hat im letzten Jahr mit seinen 65 Mitarbeitern rund €50 Millionen Umsatz erwirtschaftet. In den kommenden Jahren sollen nun rund €1,5 Millionen in den Standort Deutschland investiert werden. „Wir wollen vor Allem in den Ausbau von neuen Technologien investieren, damit wir unseren Kunden beste Qualität liefern können. Dabei vernachlässigen wir auch nicht die Ausbildung unserer Mitarbeiter.“

Auch die Gebäude werden modernisiert. Das Unternehmen hat sich auf die Bereiche Eigenproduktion und Großserienvertrieb spezialisiert. Durch die Investitionen möchte sich das Unternehmen im heutigen Markt stärker – und breiter - positionieren. Gegenwärtig machen Kunden aus der Automobil-Branche rund 70 % des Umsatzes aus. Die restlichen 30 % kommen aus den Bereichen Industrie, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrt.

„Wir wollen unsere Aktivitäten in diesen Bereichen verstärken. Das soll aber nicht heißen, dass wir uns aus dem Automobilbereich zurückziehen“, erklärte Herr Schäflein. „Ziel des Unternehmens ist ein 50:50-Verhältnis zwischen Automobil und den Bereichen Industrie, Medizin, sowie Luft- und Raumfahrt zu erreichen.“

Auf die Frage, wo er denn die deutsche Leiterplattenindustrie in den nächsten 3-5 Jahren sehe, antwortete Herr Schäflein diplomatisch. „Vor ein paar Jahren gab es noch 400 Leiterplattenhersteller in Deutschland. Im letzten Jahr waren es nur noch 80. Man kann davon ausgehen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird, so dass wir in den nächsten Jahren vielleicht nur noch 50-60 Unternehmen haben werden.“

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