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Elektronikproduktion | 17 November 2008

Schaeffler reicht EU-Kartellanmeldung ein

Im Fusionskontrollverfahren zur Übernahme der Continental AG, Hannover, hat die Schaeffler Gruppe, Herzogenaurach, "grünes Licht" der EU - Kommission für die formelle Anmeldung des Zusammenschlusses erhalten. Die Schaeffler Gruppe hat die zur formellen Einleitung der fusionskontrollrechtlichen Prüfung erforderlichen Dokumente (Form CO) am Freitag (14.11.2008) eingereicht.
"Wir werden unsere Strategie wie geplant umsetzen und die Übernahme nach der Freigabe durch die EU-Kommission vollziehen", sagte Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe. „Durch die Kombination von Schaeffler und Continental wird einer der weltweit führenden Automobilzulieferer entstehen. Wir werden der Automobilindustrie für jeden Markt und für jede Anwendung passende Lösungen bieten – von der Einzelkomponente bis zur Systemlösung.“

Auch angesichts der aktuellen Marktsituation sei es ein Wettbewerbsvorteil, rasch die Stärken beider Unternehmen im Automotive-Bereich zusammen zu führen, sagte Geißinger. Leitlinie ist die Verbindung von Schaefflers Stärken bei mechanischen, mechatronischen und Präzisionskomponenten für Motor, Getriebe und Fahrwerk mit Continentals Stärken bei Elektronik-, Software- und Systemlösungen für Motor, Fahrwerk und Innenraum. Schaeffler und Continental werden gemeinsam Systeme zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs entwickeln wie Hybrid- oder elektrische Antriebe.

Durch die gemeinsame Weiterentwicklung der elektromechanischen Ventilsteuerung von Schaeffler, der Einspritztechnik von Continental und der Abgasnachbehandlung bieten sich beispielsweise Möglichkeiten, die Effizienz von Verbrennungsmotoren erheblich zu verbessern und dabei die Emissionen deutlich zu senken.

Nach der Anmeldung hat die EU-Kommission in einer ersten Prüffrist („Phase I“) 25 Werktage Zeit zu entscheiden, ob der Zusammenschluss genehmigt oder ein ausführliches Prüfungsverfahren („Phase II“) eingeleitet wird. Die Schaeffler Gruppe ist zuversichtlich, dass eine Genehmigung innerhalb der Phase I erfolgt.

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