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Elektronikproduktion | 22 Oktober 2008

OC Oerlikon erwartet Gewinneinbruch

Die gegenläufigen Tendenzen innerhalb des Oerlikon Konzerns haben sich auch im dritten Quartal fortgesetzt. Während Oerlikon Balzers, Oerlikon Solar, Oerlikon Vacuum, Oerlikon Drive Systems und Oerlikon Space ihren Wachstumskurs fortsetzten, gingen die Märkte bei Oerlikon Textile und Oerlikon Esec weiter zurück.
„Unsere Kerngeschäfte zeigen eine hohe Resistenz gegen die weltweite Konjunkturabkühlung", sagt CEO Dr. Uwe Krüger. "In den von Rückgängen betroffenen übrigen Sparten werden die Anpassungen der Produktionskapazitäten an die veränderten Rahmenbedingungen und weitere Restrukturierungsmassnahmen konsequent umgesetzt, und wo nötig, ausgeweitet. Für das Gesamtjahr erwarten wir einen Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der EBIT wird sich bereinigt um den Aufwand für Wertberichtigung und Restrukturierung in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zu den ersten sechs Monaten verbessern und zum Jahresende rund CHF 250 Mio. erreichen", sagt CEO Krüger.

Der Umsatz des Oerlikon Konzerns verzeichnete in den ersten neun Monaten 2008 einen Rückgang von -7,4% auf CHF 3,8 Mrd. Der Bestellungseingang lag mit CHF 3,7 Mrd. um -16,9% unter dem Vorjahresniveau. Der Bestellungsbestand erreichte einen Wert von CHF 1,7 Mrd.

Oerlikon Esec reagiert auf die anhaltend schwache Nachfrage mit der Verringerung von Arbeitszeiten in der Produktion am Standort Cham und wird weitere Restrukturierungsmassnahmen einleiten. Der angekündigte Verkauf von Oerlikon Optics steht unmittelbar vor dem Abschluss und wird in den kommenden Wochen erwartet. „Wir haben frühzeitig begonnen, dass Unternehmen konsequent an den Marktgegebenheiten auszurichten. Das hilft uns jetzt, die Auswirkungen der schwachen Märkte und der Finanzkrise zu begrenzen", betont CEO Krüger. „Wir beobachten die weitere Entwicklung der Märkte sehr genau und werden unmittelbar weitere Massnahmen ergreifen, sollte dies notwendig sein", so CEO Krüger.

Ausblick
Insgesamt erwartet Oerlikon 2008 einen Rückgang des Umsatzes im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Aufgrund des verringerten Volumens erwartet Oerlikon einen EBIT von ca. CHF 250 Mio. vor Wertminderungsaufwand und Restrukturierungskosten. Letztere werden rund CHF 100 Mio. betragen, verursacht durch erweiterte Massnahmen bei Oerlikon Textile sowie im Halbleitergeschäft. Von einer kurzfristigen Erholung der Märkte zum Jahresende wird nicht ausgegangen. Zusätzliche negative Auswirkungen aus der Finanzkrise lassen sich ebenfalls nicht ausschliessen.

Entwicklung in den Segmenten: Oerlikon Coating
Das Segment Oerlikon Coating erzielte in den ersten neun Monaten 2008 einem Umsatz von CHF 510 Mio. (-3,8%), einen Bestellungseingang von CHF 515 Mio. (+0,9%) sowie einen Bestellungsbestand von CHF 55 Mio. (-12,8%). Während die Business Unit Oerlikon Systems von der Schwäche im Halbleitermarkt betroffen war und aufgrund des Verkaufs des Liniengeschäfts von Optical Disc und des Hard Disk Geschäfts niedrigere Umsätze auswies, präsentierte sich das Beschichtungsgeschäft von Oerlikon Balzers mit einem zweistelligen Wachstum weiterhin in sehr guter Verfassung - wobei sich die Wachstumsgeschwindigkeit vor allem durch Währungseinflüsse etwas verlangsamt hat.

Entwicklung in den Segmenten: Oerlikon Solar
Das Segment Oerlikon Solar bestätigte in den ersten neun Monaten sein enormes Wachstumspotenzial. Der Umsatz stieg gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von CHF 190 Mio. um 133,1% auf CHF 442 Mio. und bewegt sich damit im Bereich der Erwartungen. Der Bestellungseingang erreichte CHF 529 Mio., der Auftragsbestand lag bei CHF 549 Mio. Auch im dritten Quartal 2008 konnte das Segment damit seine Expansion erfolgreich fortsetzen und die eigenen Kapazitäten weiter hochfahren.

Entwicklung in den Segmenten: Oerlikon Components
Das Segment Oerlikon Components, welches die Business Units Oerlikon Space und Oerlikon Esec beinhaltet, zeigte einen Umsatzrückgang von 11,6% auf CHF 189 Mio. Der Bestellungseingang sank um 30,5% auf CHF 194 Mio., der Bestellungsbestand lag bei CHF 201 Mio. (-13,5%). Ursache für diese Entwicklung des Segments ist die anhaltende Schwäche im Halbleitermarkt, die laut Branchenverband VSLI zu einem generellen Rückgang von über 20% führte. Es wird erwartet, dass sich der Halbleitermarkt ab Mitte 2009 erholt.

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