Elektronikproduktion | 21 Oktober 2008

IPTEs Connect Systems schliesst Fabrik in der Slowakei; Transfer nach Rumänien

Connect Systems International hat die Entscheidung getroffen, das Werk in Vrable, Slowakei, zu schließen und alle Aktivitäten der Kabelproduktion in das Werk in Oradea, Rumänien zu verlegen. Die Entscheidung ist Teil der Reorganisation der Produktion in Osteuropa.
“In wenigen Jahren hat sich die europäische Landschaft der Elektronikproduktion signifikant verändert”, erklärt Luc Switten, CEO. “Im Jahr 2002 haben wir unsere so genannten Back-Office-Aktivitäten in Osteuropa mit der Kabel-Produktion in der Slowakei gestartet. Zu dieser Zeit war die zusätzlich Kapazität der Fabrik in Vrable eine perfekte Ergänzung für unsere so genannten Front-Offices in Westeuropa. Bedingt durch die steigenden Kosten in der Slowakei und das geringe Marktpotenzial im Vergleich zu anderen osteuropäischen Standorten passt das Werk in der Slowakei nicht mehr in unsere langfristige Expansions-Strategie auf dem europäischen Markt.“

Zentralisierung
Zentralisierung steht im Mittelpunkt der Connect Systems Back-Office-Planung. Im Mai 2008 eröffnete das Unternehmen eine neue Fabrik mit einer Gesamtfläche von 16.000 m² (8.000 m² Leiterplattenbestückung und –Montage und 8.000 m² Kabelfertigung). „Wir sind der Auffassung, dass der Unterhalt von zwei Back-Offices für die Kabelproduktion mit gleichen Produktionsinhalten zu weniger Effizienz, steigenden Kosten (Lagerkontrolle) und doppeltem Managementaufwand führt. Der Standort und die Struktur der Fabrik in der Slowakei lassen zudem nur begrenzte Erweiterungen zu. Die Verlagerung der Kabelproduktion von Connect Systems Slovakia nach Rumänien ermöglicht uns, unsere Effizienz zu steigern, Logistik und Kommunikation zu vereinfachen und auf diese Weise unsere günstige Kostenstruktur beizubehalten“, so Luc Switten weiter.

Erschließung lokaler Märkte
Neben der Fabrik in Rumänien betreibt die Connect Systems Gruppe eine ‘low-cost’ Produktionsstätte für die Montage von High-End-Baugruppen (PCBA) in Kladno, Tschechische Republik. Dieses Werk war das erste Back-Office, um ‘local-for-local’ Aktivitäten zu starten. Dies ist ein wesentlicher Faktor in der neuen Back-Office-Strategie von Connect Systems.

Luc Switten: “Mit der Erweiterung und der Entwicklung der Europäischen Union haben sich die traditionellen Back-Office-Länder beachtlich entwickelt. Wir sehen heute in der Tschechischen Republik und morgen in Rumänien und Ungarn eine Vielzahl von Marktchancen. Im Februar 2008 haben wir ein Pilotprojekt für lokale Verkäufe in der Tschechischen Republik gestartet. Inzwischen sehen wir, dass der Vertrieb vor Ort bereits eine partielle Auslastung des Werks in Kladno generieren kann. Die gleichen Signale kommen aus den Märkten in Rumänien und Ungarn. Unsere Fabrik in Oradea wird als Basis für diese lokalen Aktivitäten bis zum Jahresende 2008 ausgebaut.”

Im slowakischen Markt ist die Nachfrage für solche Aktivitäten allerdings minimal. “Durch die eingeschränkten Möglichkeiten für lokales Wachstum und die steigenden Kosten mussten wir feststellen, dass der Mehrwert der Fabrik in Vrable für unsere weitere Entwicklung nicht mehr ausreichend ist”, so Luc Switten abschließend.

Connect Systems erwartet, dass die Verlagerung der kompletten Kabelfertigung von der Slowakei nach Rumänien bis 31. März 2008 abgeschlossen sein wird.

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