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Elektronikproduktion | 18 September 2008

DEUTSCHLAND: Exporte trotzen starkem Euro und Konjunkturflaute

Trotz des nach wie vor starken Euros sowie einer Abkühlung der Weltkonjunktur – insbesondere in den Industrieländern – sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie im ersten Halbjahr 2008 um 1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Real – also preisbereinigt – ergab sich sogar ein Plus von 5%. Die Importe sind zwischen Januar und Juni um knapp 2% zurückgegangen. Stellt man aber auch hier eine reale Betrachtung an, so gab es einen Zuwachs von 7%.

Die wichtigsten sektoralen Wachstumstreiber des Investitionsgütersektors waren zwischen Januar und Juni die Bereiche Energietechnik, Installationstechnik, Kabel und isolierte Drähte sowie Automation, die insbesondere von der nach wie vor anhaltenden Investitionstätigkeit in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern profitieren.

In China haben insbesondere die Bereiche Energietechnik (plus 45%), Installationssysteme (plus 23%) und Automatisierungstechnik (plus 17%) profitiert. In Indien waren die deutschen Elektroexporteure im ersten Halbjahr besonders mit Automatisierungstechnik (plus 34%), Transformatoren (plus 42%) und Bauelementen der Elektronik (plus 112%) erfolgreich.



Die wichtigste Absatzregion für deutsche Elektroprodukte bleibt mit einem Anteil von 45% die EU-15. Innerhalb dieser Region sind die Lieferungen nach Frankreich, Großbritannien, Italien, Irland und Finnland gesunken, die nach Belgien, Spanien und Portugal dagegen kräftig gestiegen. Wie eingangs erwähnt, sind die Gesamtexporte in die EU-15 im ersten Halbjahr um 1% gesunken.

Die wichtigsten sektoralen Wachstumstreiber des Investitionsgütersektors waren zwischen Januar und Juni die Bereiche Energietechnik, Installationstechnik, Kabel und isolierte Drähte sowie Automation, die insbesondere von der nach wie vor anhaltenden Investitionstätigkeit in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern profitieren. Ausfuhrrückgänge mussten in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik sowie Sicherheitssysteme hingenommen werden, die sich derzeit in Deutschland in einer strukturellen Umbruchsituation befinden (Kommunikationstechnik) oder mit kräftigen Ausfuhrpreisrückgängen zu kämpfen haben (Informationstechnik).

Die Auftragseingänge der Elektroindustrie aus dem Ausland entwickeln sich zurzeit rückläufig und die Exporterwartungen unter den Elektrofirmen trüben sich aktuell ein. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich das Wachstum der Elektroexporte auch in den kommenden Monaten eher verhalten entwickeln wird.

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