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Elektronikproduktion | 17 September 2008

Nokia führt im neuesten 'Greener Electronics Guide’ von Greenpeace

Die erreichten Punktzahlen der einzelnen Unternehmen sind seit dem letzten ‚Greener Electronics Guide’ stark abgesackt, da weitere Kriterien – bezüglich des Klimawandels – in die Bewertung aufgenommen wurden.
Allerdings haben Unternehmen – wie etwa Nokia und Samsung – deutliche Fortschritte im Bereich der ökologischern Produktion der elektronischen Produkte gemacht. Es wurde beispielsweise eine verbesserte Umweltpolitik eingeführt, welche auf die neuen Energie-Kriterien, die strengeren Chemikalienverordnungen und E-Waste-Kriterien eingeht.

Wer ist Top und wer ist Flop?
Mit einer Ausbeute von 7 von 10 Punkten hat Nokia die Führung übernommen, hauptsächlich durch eine deutlich bessere Recycling-Praxis in Indien. Samsung – ein Top-Spieler bei der Energieeffizienz seiner Produkte – kommt auf den zweiten Platz mit 5,9 Punkten. Fujitsu-Siemens Computers schiebt sich mit 5,5 Punkten auf den dritten Platz vor. Das Unternehmen hat nun die Frist für den Verzicht auf giftiges PVC und auf alle BFRs in allen Produkten des Unternehmens für Ende 2010 angekündigt.

Sony Ericsson und Sony (beide hatten in der vorherigen Ausgabe die zwei Führungspositionen) belegen mit 5,3 Punkten den jeweils vierten bzw. fünften Rang, und bleiben somit in der oberen Hälfte der Rangliste. Am unteren Ende der Rangliste finden wir Sharp mit 3,1 Punkten, Microsoft mit 2,2 Punkten und Nintendo mit nur 0,8 Punkten.



Grüne Elektronik: Frei von Gift
Die Umwelt-Gruppe möchte, dass Hersteller auf schädliche Chemikalien in ihren Produkten verzichten. Während noch kein Unternehmen einen Computer komplett ohne PVC und BFR auf den Markt gebracht hat, haben einige Unternehmen jedoch vor kurzem Produkte mit eingeschränkten Mengen von toxischen BFR und PVC vorgestellt. Sony Ericsson muss dabei besonders genannt werden, da das Unternehmen gefährliche Chemikalien – wie etwa Antimon, Beryllium und Phthalate - seit Anfang des Jahres verboten hat. Alle neuen Modelle sind zudem frei von PVC. Nach Firmen wie Sony Ericsson und Nokia, hat nun auch Apple angekündigt, dass seine neue iPod Serie frei von BFR, PVC und Quecksilber sein wird.

Apple hat sich unter die führenden Unternehmen im Bereich PVC-und BFR-Phase-Out eingereiht, aber der iPod allein reicht nicht aus um die Gesamtnote zu heben. Ein kompletter Verzicht auf alle giftigen Chemikalien in der gesamten Produktpalette würde Apples Ranking verbessern. Zudem muss das Unternehmen seine Recycling- und Klimapolitik drastisch ändern, berichtet Greenpeace.

Grüne Elektronik: Energieeffizienz
Seit der der 8. Ausgabe des Leitfadens hat die Umweltgruppe die Leistungen im Bereich ‚Bekämpfung des Klimawandels’ in die Bewertung aufgenommen. Die weltweite Industrie der Informations- und Kommunikationstechnologie ist schätzungsweise für etwa 2% der weltweiten Kohlendioxid (CO2)-Emissionen verantwortlich – und die Nachfrage nach ‚Energiehungrigen’ elektronischen Geräten ist sicherlich ein Teilaspekt des Problems. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Elektronik-Industrie eine führende Rolle bei der Herstellung von energieeffizienten Produkten spielt. Abgesehen von der Beurteilung der Effizienz ihrer Produkte, wurde den Unternehmen auch Punkte im Bereich ‚Erneuerbare Energien’ gegeben – in wie weit das Unternehmen diese Energieversorgung nutzt und wie viel Engagement für die erhebliche Verringerung der Emissionen gezeigt wird.

Führend im Bereich ‚Energieeffizienz’ (in einzelnen Produktgruppen) sind Apple, Nokia, Sony Ericsson und Samsung, sowie Toshiba - ein weiteres Beispiel für ein Unternehmen, das die Verbesserung seiner Klimapolitik im Auge behält.

Grüne Elektronik; Verantwortungsbewusste Wiederverwertung
Philips ist ein Unternehmen, welches im Bereich E-Waste und Recycling eine sehr schlechte Position vertritt, erklärte Greenpeace. Mit Rang 12. und 4,3 Punkten – das Unternehmen behält seinen Strafpunkt für negative Lobbyarbeit in Bezug auf ‚Individual Producer Responsibility’ in der EU. Einfach ausgedrückt, bedeutet dies, dass Unternehmen wie Philips glauben, dass die Kosten für das Recycling ihrer veralteten und End-of-Life-Produkte von den Regierungen und Verbraucher getragen werden sollten, erläutern die Umweltschützer.

Philips zeigt eine negative Haltung zum Recycling. Gemeinsam mit Sharp und Sanyo war Philips Mitglied in der >>Electronic Manufacturers' Coalition for Responsible Recycling<< (eine Koalition von Herstellern von Fernsehgeräten in den USA), welche Lobbyarbeit gegen die Herstellerverantwortung bei E-Waste und Recycling betrieb. Die Verantwortung – und die Kosten – sollten von den Regierungen und den Verbrauchern der Produkte getragen werden. Viele Unternehmen haben diese Koalition verlassen, nachdem sie entweder benachteiligt wurden oder eine Strafe angedroht wurde und die Koalition wurde schließlich im August aufgelöst.

Bildquelle: Nokia

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2017.12.04 21:30 V8.9.2-2