VDE/DKE erarbeitet neue Norm für Multimedia-Heimnetzwerke
Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen werden zunehmend kommunikativer, „sprechen" mit dem Computer oder dem TV-Gerät - vorausgesetzt, sie sind über ein Multimedia-Heimnetzwerk verbunden.
Laut VDE und DKE ermöglicht die Einführung eines Heimnetzwerk-Standards für Haushaltsgeräte den direkten Austausch von Daten zwischen Haushaltsgeräten und A/V/IT-Geräten (Audio-, Video- und Informationstechnik) über das Internetprotokoll.
Ist dieses Netz im Haushalt verlegt, steht der verstärkten Verbreitung von multimedialen Anwendungsdiensten nichts mehr im Wege. So könnte während der Sportschau eine kleine Nachricht auf dem Bildschirm erscheinen: „Waschgang beendet". Oder die Klimaanlage meldet sich direkt beim täglichen Abarbeiten des E-Mail-Verkehrs und schlägt eine Absenkung der Temperatur vor, weil die Sonne draußen auf Hochtouren Hitzewallungen produziert. Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction anmutete, ist längst auf dem Weg in die Realität oder bereits Teil unseres Alltags. Denn die Grenzen zwischen moderner Unterhaltungselektronik und klassischer IT-Hardware schwinden immer mehr. Möglich macht dies die Normung.
Voraussetzung für die neue Multimediawelt im Haushalt sind ein Heimnetzwerk-Standard für Haushaltsgeräte sowie ein weiterer Standard für Audio-, Video- und Informationstechnik-Geräte (A/V/IT). „Zudem ist es notwendig, ein System einzurichten, mit dem die ins Netzwerk integrierten Geräte in die Lage versetzt werden, Daten mit anderen Geräten in unterschiedlichen Netzwerkarten auszutauschen", erklärt Dr. Stefan Heusinger, Normungsexperte beim VDE. Bisher gab es für die Hausgeräte und das Audio- und Video-Equipment getrennte Kommunikationsnetzwerke mit entsprechenden Standards, weil sie sich vor allem in der Lebensdauer deutlich unterscheiden. Während Haushaltsgeräte für längere Perioden angeschafft werden, erfolgt im Unterhaltungsbereich aufgrund der sich schnell verändernden Technik und Anwendungsmöglichkeiten ein wesentlich rascherer Wechsel.
Jüngste Fortschritte in der Geräte- und Softwaretechnologie haben es jedoch möglich gemacht, TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) in bestimmte Haushaltsgeräte zu implementieren. TCP/IP, das weltweit für A/V/IT-Geräte eingeführt ist, ist ein Netzwerkprotokoll und wird wegen seiner großen Bedeutung für das Internet auch kurz als Internetprotokoll bezeichnet. Daher ermöglicht die Einführung eines Heimnetzwerk-Standards für Haushaltsgeräte den direkten Austausch von Daten zwischen Haushaltsgeräten und A/V/IT-Geräten über das Internetprotokoll.
Die Verbindung zwischen den Kommunikationsnetzwerken für Audio- und Videogeräte, Personalcomputer, Mobiltelefone oder PDAs einerseits und für Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Klimaanlagen, Waschmaschinen und elektrische Herde andererseits wird durch eine Norm geregelt (die sogenannte IEC 62457). Wie schnell eine Norm umgesetzt werden kann, zeigen Hersteller aus Japan: Dort gibt es bereits einige Produkte, die die Spezifikationen des neuen Standards verwenden. In Deutschland ist die vom VDE getragene Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) für die Normung und Standardisierung verantwortlich.
Wer die Norm macht, macht den Markt. Normen und Standards sind wichtig für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland, auch wenn die Notwendigkeit und Wirkung dieser Instrumente in der Öffentlichkeit immer noch unterschätzt werden. Jede Norm wird unter Beteiligung aller interessierten Kreise im Konsens erarbeitet. Sie sorgt nun auch dafür, dass die Hausgeräte sich mitteilen aber sich auch fernsteuern lassen. Die Haushaltsführung dürfte dadurch wieder ein Stück einfacher werden - fragt sich nur: Wer putzt die Fenster?
„Mitdenkende" Elektroprodukte wie vernetzte Haushaltsgeräte sind Beispiele das neue Anwendungsgebiet Ambient Assisted Living (AAL). Der VDE sieht sehr gute Chancen für Deutschland, auf dem Zukunftsmarkt des Ambient Assisted Living international eine Führungsposition einzunehmen. Hierfür spricht die interdisziplinäre Innovations- und Technologiekompetenz, die Wirtschaft und Hochschulen hierzulande auszeichnen. Im VDE wird das neue Anwendungsgebiet Ambient Assisted Living von der Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) und der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) betreut. Die führende Position Deutschlands auf diesem Gebiet zu kommunizieren, zu festigen und auszubauen, ist ein wichtiges Ziel des VDE.
Ist dieses Netz im Haushalt verlegt, steht der verstärkten Verbreitung von multimedialen Anwendungsdiensten nichts mehr im Wege. So könnte während der Sportschau eine kleine Nachricht auf dem Bildschirm erscheinen: „Waschgang beendet". Oder die Klimaanlage meldet sich direkt beim täglichen Abarbeiten des E-Mail-Verkehrs und schlägt eine Absenkung der Temperatur vor, weil die Sonne draußen auf Hochtouren Hitzewallungen produziert. Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction anmutete, ist längst auf dem Weg in die Realität oder bereits Teil unseres Alltags. Denn die Grenzen zwischen moderner Unterhaltungselektronik und klassischer IT-Hardware schwinden immer mehr. Möglich macht dies die Normung.
Voraussetzung für die neue Multimediawelt im Haushalt sind ein Heimnetzwerk-Standard für Haushaltsgeräte sowie ein weiterer Standard für Audio-, Video- und Informationstechnik-Geräte (A/V/IT). „Zudem ist es notwendig, ein System einzurichten, mit dem die ins Netzwerk integrierten Geräte in die Lage versetzt werden, Daten mit anderen Geräten in unterschiedlichen Netzwerkarten auszutauschen", erklärt Dr. Stefan Heusinger, Normungsexperte beim VDE. Bisher gab es für die Hausgeräte und das Audio- und Video-Equipment getrennte Kommunikationsnetzwerke mit entsprechenden Standards, weil sie sich vor allem in der Lebensdauer deutlich unterscheiden. Während Haushaltsgeräte für längere Perioden angeschafft werden, erfolgt im Unterhaltungsbereich aufgrund der sich schnell verändernden Technik und Anwendungsmöglichkeiten ein wesentlich rascherer Wechsel.
Jüngste Fortschritte in der Geräte- und Softwaretechnologie haben es jedoch möglich gemacht, TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) in bestimmte Haushaltsgeräte zu implementieren. TCP/IP, das weltweit für A/V/IT-Geräte eingeführt ist, ist ein Netzwerkprotokoll und wird wegen seiner großen Bedeutung für das Internet auch kurz als Internetprotokoll bezeichnet. Daher ermöglicht die Einführung eines Heimnetzwerk-Standards für Haushaltsgeräte den direkten Austausch von Daten zwischen Haushaltsgeräten und A/V/IT-Geräten über das Internetprotokoll.
Die Verbindung zwischen den Kommunikationsnetzwerken für Audio- und Videogeräte, Personalcomputer, Mobiltelefone oder PDAs einerseits und für Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Klimaanlagen, Waschmaschinen und elektrische Herde andererseits wird durch eine Norm geregelt (die sogenannte IEC 62457). Wie schnell eine Norm umgesetzt werden kann, zeigen Hersteller aus Japan: Dort gibt es bereits einige Produkte, die die Spezifikationen des neuen Standards verwenden. In Deutschland ist die vom VDE getragene Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) für die Normung und Standardisierung verantwortlich.
Wer die Norm macht, macht den Markt. Normen und Standards sind wichtig für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland, auch wenn die Notwendigkeit und Wirkung dieser Instrumente in der Öffentlichkeit immer noch unterschätzt werden. Jede Norm wird unter Beteiligung aller interessierten Kreise im Konsens erarbeitet. Sie sorgt nun auch dafür, dass die Hausgeräte sich mitteilen aber sich auch fernsteuern lassen. Die Haushaltsführung dürfte dadurch wieder ein Stück einfacher werden - fragt sich nur: Wer putzt die Fenster?
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