Chip-Distribution in Europa schwächelt in 2007
Nach Rekordumsätzen in 2006 verzeichneten die europäischen Chip-Distributoren in 2007 niedrigere Umsätze. Dabei war die Situation je nach Region und Produktsegment allerdings ganz unterschiedlich und auch die Dollarschwäche hatte einen nicht unerheblichen Einfluss.
Die europäischen Bauteil-Distributoren verzeichneten im vierten Quartal 2007 einen Umsatzrückgang von 6 Prozent und von 1,9 Prozent im ganzen Jahr. Laut DMASS (Distributors’ and Manufacturers’ Association of Semiconductor Specialists) erreichten die Umsätze der Halbleiterdistributoren und der Halbleiterhersteller (nur DMASS-Mitglieder) in Q4/2007 einen Gesamtumsatz von 1,21 Milliarden Euro und von 5,37 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2007.
Wichtig dabei ist, dass DMASS nur die Halbleiterumsätze im industriellen Bereich und nicht aus dem PC-Bereich berücksichtigt.
Ian Bass, Chairman von DMASS, kommentiert die Marktdaten 2007: "Nach dem Rekordjahr 2006 war ein zyklischer Konjunkturrückgang fast unvermeidlich. Ich würde einen Rückgang von 1,9% Prozent als eine einigermaßen weiche Landung bezeichnen. Aus unserer Perspektive ist der leichte Rückgang ist nicht auf eine sinkende Nachfrage oder kleinere Stückzahlen zurückzuführen - ein klares Zeichen für die starke Position der Hersteller in Europa - sondern auf einen schwachen US Dollar und die riesigen Preisdifferenzen zwischen Europa und Asien, welche zu einem hohen Preisdruck führen. So sind die von DMASS erhobenen Umsätze in US-Dollar gerechnet im Jahr 2007 um 6,6 Prozent gestiegen."
Regional ist das Bild sehr gemischt. Über das gesamte Jahr betrachtet, war das höchste Wachstum in Osteuropa (plus 15,9%) und Benelux (plus 15,5%), gefolgt von der Schweiz (plus 4,3%) und Deutschland (plus 0,2%) feststellbar. Osteuropa hat sich damit zum drittgrößten Markt (594 Millionen Euro in 2007) hinter Deutschland (1.74 Milliarden Euro) und Italien (690 Millionen Euro) entwickelt. Das Vereinigte Königreich und Frankreich, welche neben Israel den größten Rückgang verzeichneten, erreichten in 2007 einen Umsatz von 515 Millionen Euro (-15,7 %) und 455 Millionen Euro (-11,1 %). Auch in Nordeuropa war die Entwicklung sehr unterschiedlich: Rückgang in Finnland -10,6% und Dänemark -2,8% und einstelliges Wachstum in Schweden +4,1 % und Norwegen +4%.
Ian Bass: "Während das fortgesetzte Wachstum in Osteuropa nicht überrascht, ist der starke Aufschwung in Benelux unerwartet. Deutschland blieb leicht positiv. Über das Gesamtjahr betrachtet, ist der deutsche Markt jetzt größer als Italien, Frankreich und das Vereinigte Königreich zusammen."
Ian Bass meint weiter: "Im Hinblick auf die Produkte ist es ermutigend, dass typische Distributionsprodukte, wie MCUs, Standardanalog, Power, Diskrete und Lampen ihr Wachstumsmoment sogar bei diesem Rückgang beibehalten konnten und nicht viel Masse verloren, außer durch Preiserosion."
Ian Bass glaubt nach wie vor, dass "Europa viel besser dasteht als dies die Zahlen vermuten lassen, und dass ein großes Potential für eine weltweit führende Position in einigen dynamischen Märkten besteht, wie Industrie- , Automobil- und zunehmend auch Umwelttechnologie. Europa ist in diesen Bereichen führend in der Entwicklung und wird beim nächsten Aufschwung hier profitieren."
Einen ausführlicheren Bericht in englischer Sprache und Grafiken finden Sie bei www.evertiq.com.
Wichtig dabei ist, dass DMASS nur die Halbleiterumsätze im industriellen Bereich und nicht aus dem PC-Bereich berücksichtigt.
Ian Bass, Chairman von DMASS, kommentiert die Marktdaten 2007: "Nach dem Rekordjahr 2006 war ein zyklischer Konjunkturrückgang fast unvermeidlich. Ich würde einen Rückgang von 1,9% Prozent als eine einigermaßen weiche Landung bezeichnen. Aus unserer Perspektive ist der leichte Rückgang ist nicht auf eine sinkende Nachfrage oder kleinere Stückzahlen zurückzuführen - ein klares Zeichen für die starke Position der Hersteller in Europa - sondern auf einen schwachen US Dollar und die riesigen Preisdifferenzen zwischen Europa und Asien, welche zu einem hohen Preisdruck führen. So sind die von DMASS erhobenen Umsätze in US-Dollar gerechnet im Jahr 2007 um 6,6 Prozent gestiegen."
Regional ist das Bild sehr gemischt. Über das gesamte Jahr betrachtet, war das höchste Wachstum in Osteuropa (plus 15,9%) und Benelux (plus 15,5%), gefolgt von der Schweiz (plus 4,3%) und Deutschland (plus 0,2%) feststellbar. Osteuropa hat sich damit zum drittgrößten Markt (594 Millionen Euro in 2007) hinter Deutschland (1.74 Milliarden Euro) und Italien (690 Millionen Euro) entwickelt. Das Vereinigte Königreich und Frankreich, welche neben Israel den größten Rückgang verzeichneten, erreichten in 2007 einen Umsatz von 515 Millionen Euro (-15,7 %) und 455 Millionen Euro (-11,1 %). Auch in Nordeuropa war die Entwicklung sehr unterschiedlich: Rückgang in Finnland -10,6% und Dänemark -2,8% und einstelliges Wachstum in Schweden +4,1 % und Norwegen +4%.
Ian Bass: "Während das fortgesetzte Wachstum in Osteuropa nicht überrascht, ist der starke Aufschwung in Benelux unerwartet. Deutschland blieb leicht positiv. Über das Gesamtjahr betrachtet, ist der deutsche Markt jetzt größer als Italien, Frankreich und das Vereinigte Königreich zusammen."
Ian Bass meint weiter: "Im Hinblick auf die Produkte ist es ermutigend, dass typische Distributionsprodukte, wie MCUs, Standardanalog, Power, Diskrete und Lampen ihr Wachstumsmoment sogar bei diesem Rückgang beibehalten konnten und nicht viel Masse verloren, außer durch Preiserosion."
Ian Bass glaubt nach wie vor, dass "Europa viel besser dasteht als dies die Zahlen vermuten lassen, und dass ein großes Potential für eine weltweit führende Position in einigen dynamischen Märkten besteht, wie Industrie- , Automobil- und zunehmend auch Umwelttechnologie. Europa ist in diesen Bereichen führend in der Entwicklung und wird beim nächsten Aufschwung hier profitieren."
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