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Elektronikproduktion | 04 Dezember 2007

Verkauf von Siemens VDO Automotive abgeschlossen

Siemens hat am Montag den Verkauf seiner Tochter Siemens VDO Automotive AG abgeschlossen und alle Anteile an den Käufer Continental AG übertragen. Vergangene Woche hatte die EU Kommission kartellrechtlich grünes Licht für den Verkauf erteilt.
Der im Juli 2007 vereinbarte Kaufpreis für Siemens VDO lag bei rund 11,4 Mrd. EUR und beinhaltete Nettoschulden von knapp 400 Mio. EUR. Siemens Finanzchef Joe Kaeser sagte: „Der erfolgreiche Abschluss dieser Transaktion stellt einen wichtigen Meilenstein für die industriepolitische Stärkung des Zuliefergeschäfts am Automobilstandort Deutschland dar. Continental bekommt von uns ein erfolgreiches Geschäft mit hervorragenden Mitarbeitern, deren gelungene Integration die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft weiter ausbauen wird.“

Der Conti-Chef Manfred Wennemer hat indes für seinen neuen Teilkonzern Siemens-VDO ehrgeizige Renditevorgaben: „Ein Korridor zwischen zehn und zwölf Prozent ist unser Ziel“, sagte Wennemer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Das Ziel solle so schnell wie möglich erreicht werden. In zwei, drei Monaten will er verkünden, was an den einzelnen Standorten passiert und wie viele Stellen abgebaut werden. Die von der IG Metall geforderten Standortgarantien werde er ebenso wenig abgeben, wie das Versprechen, auf Entlassungen zu verzichten, betonte der Conti-Chef.

Continental erhofft sich neues Geschäft vom Trend zu Billigautos in den Boom-Regionen. Laut Wennemer ist selbst das Segment der 2.000 Dollar Autos interessant. Bereits jetzt werden Bremssysteme für 5.000 Euro Autos nach China geliefert und dabei Geld verdient.

In Frankreich will Continental derweil sein Werk in Angers bis Ende 2008 an den Fertigungsdienstleister Eolane verkaufen.
Eolane beschäftigt rund 1150 Mitarbeiter und erzielt in diesem Jahr einen Umsatz von rund 135 Millionen Euro.

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2017.11.14 20:30 V8.8.9-2