Leiterplattenindustrie zeigt wieder mehr Selbstbewusstsein
Im Zuge der Productronica 2007 in Messe München hat der Verband der Leiterplattenindustrie e. V. (VdL) seine neue Image-Broschüre vorgestellt. Damit und mit einer für 2008 geplanten Werbekampagne will der Verband zeigen, dass es sich für die Leiterplattenkunden wieder lohnt, bei einem kompetenten Partner vor Ort in Europa die Leiterplatten zu beziehen.
"Schlau entwickelt. Clever produziert. Leiterplatten aus Europa" - so lautet der Titel der neuen Broschüre. Der Vorsitzende des Verbandes der Leiterplattenindustrie e. V. im ZVEI, Herr Dr. Wolfgang Bochtler, Freudenberg Mektec Europa, stellte die druckfrische Broschüre am Donnerstag im ZVEI Forum auf der Productronica vor. Anschließend folgte unter der Moderation von Johann Wiesböck (Elektronik Praxis) eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus den Bereichen Leiterplatten-Hersteller, Zulieferer und Elektronik-Hersteller.
In seinem Vortrag ging Dr. Wolfgang Bochtler zuerst auf die Situation der Leiterplattenindustrie in Europa ein. Der Weltmarkt für Leiterplatten hat von 2006 auf 2007 um rund 7,4 % auf 50.850 Mio USD (ca. 35.000 Mio Euro - Quelle: VdL, Stand Sept. 2007) zugelegt. Im kommenden Jahr wird ein Wachstum von rund 5,7 % erwartet. Europa (EMEA) erreicht 2007 ein Marktvolumen von rund 7.000 Mio USD (4.800 Mio Euro), wovon etwa 1.445 Mio Euro auf Deutschland entfallen. Produziert werden in Europa allerdings nur Leiterplatten im Wert von rund 2.748 Mio Euro, wobei etwas mehr als die Hälfte des Fertigungsvolumens auf Deutschland, Österreich und die Schweiz entfallen. Das Produktionsvolumen hat sich in diesem Bereich dabei über die letzten fünf Jahre kaum verändert.
Laut Dr. Bochtler zeigt dies, dass die Branche die schwierigen Zeiten nun hinter sich hat und zuversichtlich in die Zukunft schauen kann. Im Gegensatz zu Asien, wo hauptsächlich Leiterplatten in großen Stückzahlen hergestellt werden, konzentriert sich die europäische Leiterplattenindustrie vorwiegend auf Prototypen und kleine Stückzahlen, aber technisch anspruchsvollere Produkte. In diesem Nischenmarkt ist Europa ist erfolgreich, wobei die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt wird.
Dies kam auch während der Podiumsdiskussion immer wieder zum Ausdruck. Europa zeichnet sich durch ein umfassendes Know-How, hohe Flexibilität, kurze Wege und ein politisch sowie strukturell sehr stabiles Umfeld aus. Dies sind für die Hersteller von Elektronikprodukten entscheidende Voraussetzungen und kommen besonders bei kleineren Stückzahlen oder dem Hochfahren der Fertigung zum Tragen. Für Dr. Bochtler heißt die, dass die Leiterplatten-Hersteller "über das reden müssen, was sie können", und dass "Commodity in Europa" der falsche Weg ist. In dieser Hinsicht haben die europäischen Leiterplatten-Hersteller wohl ihre Nische gefunden und können auch angesichts des derzeitigen Marktwachstums mit gestärktem Selbstvertrauen in die Zukunft blicken.
Die Teilnehmer der Posiumsdiskussion waren: Dr. Wolfgang Bochtler / Freudenberg Mektec Europa ,Thomas Kaiser / CCS Holding, Dietmar Drofenik / AT&S, Ralf Schwartz / Lackwerke Peters, Walter Süllau / Ilfa, Michael van Loo / Bürkle und Günther Ziegler, Cherry. Moderation: Johann Wiesböck / Elektronik Praxis.
In seinem Vortrag ging Dr. Wolfgang Bochtler zuerst auf die Situation der Leiterplattenindustrie in Europa ein. Der Weltmarkt für Leiterplatten hat von 2006 auf 2007 um rund 7,4 % auf 50.850 Mio USD (ca. 35.000 Mio Euro - Quelle: VdL, Stand Sept. 2007) zugelegt. Im kommenden Jahr wird ein Wachstum von rund 5,7 % erwartet. Europa (EMEA) erreicht 2007 ein Marktvolumen von rund 7.000 Mio USD (4.800 Mio Euro), wovon etwa 1.445 Mio Euro auf Deutschland entfallen. Produziert werden in Europa allerdings nur Leiterplatten im Wert von rund 2.748 Mio Euro, wobei etwas mehr als die Hälfte des Fertigungsvolumens auf Deutschland, Österreich und die Schweiz entfallen. Das Produktionsvolumen hat sich in diesem Bereich dabei über die letzten fünf Jahre kaum verändert.
Laut Dr. Bochtler zeigt dies, dass die Branche die schwierigen Zeiten nun hinter sich hat und zuversichtlich in die Zukunft schauen kann. Im Gegensatz zu Asien, wo hauptsächlich Leiterplatten in großen Stückzahlen hergestellt werden, konzentriert sich die europäische Leiterplattenindustrie vorwiegend auf Prototypen und kleine Stückzahlen, aber technisch anspruchsvollere Produkte. In diesem Nischenmarkt ist Europa ist erfolgreich, wobei die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt wird.
Dies kam auch während der Podiumsdiskussion immer wieder zum Ausdruck. Europa zeichnet sich durch ein umfassendes Know-How, hohe Flexibilität, kurze Wege und ein politisch sowie strukturell sehr stabiles Umfeld aus. Dies sind für die Hersteller von Elektronikprodukten entscheidende Voraussetzungen und kommen besonders bei kleineren Stückzahlen oder dem Hochfahren der Fertigung zum Tragen. Für Dr. Bochtler heißt die, dass die Leiterplatten-Hersteller "über das reden müssen, was sie können", und dass "Commodity in Europa" der falsche Weg ist. In dieser Hinsicht haben die europäischen Leiterplatten-Hersteller wohl ihre Nische gefunden und können auch angesichts des derzeitigen Marktwachstums mit gestärktem Selbstvertrauen in die Zukunft blicken.
Die Teilnehmer der Posiumsdiskussion waren: Dr. Wolfgang Bochtler / Freudenberg Mektec Europa ,Thomas Kaiser / CCS Holding, Dietmar Drofenik / AT&S, Ralf Schwartz / Lackwerke Peters, Walter Süllau / Ilfa, Michael van Loo / Bürkle und Günther Ziegler, Cherry. Moderation: Johann Wiesböck / Elektronik Praxis.
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