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Fertigungsanlagen | 09 November 2007

Hersteller von Elektronik-Fertigungsequipment erwarten zweistelliges Umsatzplus

Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) erwarten die deutschen Hersteller von Elektronik-Fertigungsequipment 2008 ein Umsatzplus von elf Prozent. Das ist ein Ergebnis der halbjährlich durchgeführten Geschäftsklimaumfrage.
2007 ist erwartungsgemäß ein Übergangsjahr mit gesunkenem Wachstum am Elektronikmarkt. Die Aufträge kamen langsamer als noch zur Frühjahrsumfrage prognostiziert. Für 2008 wird eine deutliche Belebung gesehen, die allerdings erst zur Jahresmitte volle Fahrt aufnehmen wird. "Wir erleben hier den üblichen Zyklus der Halbleiterbranche, verstärkt durch eine temporäre Beruhigung der übrigen Elektronik", erklärte Volker Pape, Vorstand der VISCOM AG und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic. "Die Elektronikfertigung wächst aber mittel- und langfristig nach wie vor zuverlässig. Ereignisse wie Olympia 2008 werden die Nachfrage nach Elektronikprodukten und damit auch unseren Produktionsmitteln weltweit start ankurbeln."

Wachstum in der Halbleiter- und Leiterplattenfertigung findet derzeit hauptsächlich in Asien statt. Gleiches gilt für Flachdisplays. Dort haben sich in den vergangenen Jahren starke eigene Zulieferbranchen gebildet - eine wachsende Herausforderung für die deutschen Maschinenbauer im globalen Wettbewerb. Eine Ausnahmeerscheinung sind Produktionsmittel für die Herstellung von Solarpanels (Photovoltaik), die derzeit mit zweistelligen Zuwachsraten und einem starken deutschen Markt glänzen. Abschwächend wirkt hier aber auch die Knappheit des Rohstoffes Silizium, die gegen Ende 2008 behoben sein sollte. "Viele unserer Mitglieder haben die Photovoltaik genutzt, um sich erfolgreich zu diversifizieren", betonte Pape. Der nächste Boom wird bereits in der kunststoffbasierten "organischen" Elektronik gesehen.

Die positive Erwartung der Productronic-Mitglieder für 2008 spiegelt sich auch in der Einschätzung der Arbeitzeit der Beschäftigten: Im April 2007 planten nur 23 Prozent der Befragten Überstunden, jetzt tun das 48 Prozent. Kurzarbeit spielt keine Rolle. Aktuell planen 51 Prozent der Befragten einen Aufbau von Personal. Der durchschnittliche Auftragsbestand liegt bei 3,2 Produktionsmonaten und dürfte sich bis 2008 wieder erhöhen. Der Vergleich zur mittleren Auftragsreichweite im gesamten Maschinenbau, die im Juni 2007 fast doppelt so hoch war, verdeutlicht erneut die besondere Volatilität im Productronic-Sektor.

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