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Elektronikproduktion | 05 November 2007

Droht Siemens ein massiver Stellenabbau?

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) will der neue Siemens-Chef Peter Löscher dem Konzern neue aggressivere Gewinnziele vorgeben und zur Steigerung der Rentabilität Tausende von Stellen streichen. Auch sollen die Gehälter der Topmanager stärker an das Erreichen von Zielen gekoppelt werden.
Nach Ansicht von Löscher soll sich Siemens an der Rentabilität der größten Mitbewerber wie General Electric (GE) oder ABB orientieren. Löscher stört sich daran, dass Siemens zwar über führende Technik verfügt, aber in keinem seiner zehn Geschäftsfelder bei der Rendite vorn liegt.

Während die Industriegeschäfte von Siemens in den ersten neun Monaten des Jahres eine Umsatzrendite von 8,5 Prozent erreichten, kam etwa der US-Konkurrent GE auf 14,7 Prozent. "Wir waren nicht ehrgeizig genug", sagte Löscher gegenüber Mitarbeitern. Er wolle bei Siemens eine Kultur des "Alles ist machbar" durchsetzen, wie sie viele US-Konzerne pflegen.

Die geplanten Sparmaßnahmen sehen unter anderem vor, dass das mittlere Management ausgedünnt wird. Bislang hat Löscher aber keine genauen Zahlen genannt. Nach Einschätzung von Analysten könnten in den kommenden Jahren bis zu 10.000 der über 400.000 Stellen bei Siemens wegfallen - der Großteil davon außerhalb Deutschlands. Branchenkenner halten einen größeren Personalabbau dagegen eher für unwahrscheinlich. Bei rund 450.000 Mitarbeitern liegt die jährliche Mitarbeiterfluktuation alleine in Deutschland bei über 10.000 Mitarbeitern. Zudem wächst Siemens stark und hat dank der guten Konjunktur in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres weltweit 8.200 neue Stellen geschaffen.
Weitere Details werden entweder am 8. November mit der Bekanntgabe der Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2007 oder nach dem nächsten Treffen des Aufsichtsrats Ende November erwartet.

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